Schule reduziert den CO2-Ausstoß drastisch

damo Brachbach. Alles neu macht nicht nur der Mai, sondern auch das Konjunkturpaket II. Gut 260 000 Euro werden derzeit in die Brachbacher Grundschule gesteckt; mit dem Geld wird eine umfassende Sanierung nach energetischen Gesichtspunkten finanziert. Wenn alle Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird sich der CO2-Ausstoß der Schule um rund 30 Prozent reduzieren. Gestern stellten Bürgermeister Wolfgang Müller, der Brachbacher Beigeordnete Josef Preußer, Schulleiter Lars Lamowski und Frank Reifenrath von der Abteilung Hochbau der Verbandsgemeinde das Maßnahmenpaket bei einem Pressegespräch vor.

Wichtig war allen Akteuren die Feststellung, dass die Arbeiten reibungslos gelaufen sind – schließlich waren im Ort anderslautende Gerüchte laut geworden. Lars Lamowski verwies Darstellungen von eiskalten Klassenräumen und frierenden Kindern aber ins Reich der Fabel: „Es gab keine nennenswerten Störungen des Unterrichts, weil die Zusammenarbeit mit dem Rathaus perfekt funktioniert hat.“

Im Einzelnen umfasst das Sanierungspaket folgende Bauarbeiten:

Die Heizungsanlage wurde ausgetauscht. Wo vorher eine sanierungsbedürfte Heizung Gas verbrannt hat, steht nun eine moderne Pelletsheizung. „Wir hätten die alte Heizung ohnehin bald sanieren müssen“, berichtete Reifenrath. „Und klar war, dass wir nicht auf fossile Brennstoffe setzen würden“, ergänzte Müller: „Das wäre absurd gewesen.“ Also wird die Grundschule jetzt mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz beheizt. Die Bauarbeiten im Heizungskeller haben mit den Herbstferien begonnen; eine Woche nach Schulbeginn konnte die neue Heizung in Betrieb genommen werden. In der Zwischenzeit wurden die Klassenräume mit Heizlüftern auf kindgerechte Temperaturen gebracht, ergänzte Lamowski.

Die Beleuchtungsanlage ist erneuert worden. Energiesparlampen sollen das tun, was man von ihnen erwartet: Die Umwelt schonen. Zudem kommt eine Sensorsteuerung zum Einsatz – je heller es draußen ist, desto schwächer leuchten die Lampen in den Klassenzimmern.Die Betonwabensteine im Treppenhaus sind entfernt worden – damit ist die Schule eine Wärmebrücke los. Denn die bisherige Konstruktion war nur einfach verglast; jetzt ist laut Reifenrath eine „optimale Wärmedämmung“ erreicht worden. Zudem ist es jetzt im Treppenhaus wesentlich heller als vorher.Die komplette Fassade der Schule wird derzeit mit dicken Polystyrol-Platten verkleidet – auch das dient der Wärmedämmung des Gebäudes.In den Klassenräumen sind die Akustikdecken erneuert worden: Eine strukturierte Oberfläche schluckt den Schall – und das keineswegs nur theoretisch, wie Lamowski bestätigte: „Das ist ein deutlicher Unterschied, das Lernumfeld hat sich spürbar verbessert.“Die Arbeiten in der Schule sind bereits vollendet; an der Fassade wird derzeit noch gewerkelt. Es wird von der Witterung abhängen, ob die Bauarbeiter noch in diesem Jahr fertig werden. Wenn alles glatt läuft, kann die Schule laut Reifenrath sogar noch vor Weihnachten neu angestrichen werden – und zwar in einem hellen Gelbton.„Wir freuen uns sehr über diese Maßnahmen“, betonte Lamowski gestern beim Pressegespräch. Die Verbesserungen in die Wege geleitet hatte der Verbandsgemeinderat; schnell kam dann die Förderzusage. Von den 260 000 Euro Gesamtkosten trägt der Bund rund 120 000 Euro, das Land steuert 16 000 Euro bei.Die Baumaßnahme in Brachbach ist in der Verbandsgemeinde die erste, die mit Geld aus dem Konjunkturpaket II bezahlt wird – weitere sollen folgen: Am Mudersbacher Kindergarten werden die Fenster ausgetauscht; damit soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Im nächsten Jahr beginnt dann die energetische Sanierung der Grundschule Niederschelderhütte, wo eine neue Heizung, neue Fenster und eine Fassadendämmung geplant sind.Auch in Brachbach werden im kommenden Jahr noch einmal die Handwerker die Schule aufsuchen: Es stehen noch Sanierungsmaßnahmen an den Böden des Verwaltungtrakts und im Filmraum an, berichtete Reifenrath.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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