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Gemeinde und Pächter ziehen Zwischenbilanz
So läuft es im Dorfladen Friesenhagen

Markus Leidig und Katharina Koch haben im Friesenhagener Dorfladen alle Hände voll zu tun – und Ortsbürgermeister Norbert Klaes nimmt das zufrieden zur Kenntnis.
  • Markus Leidig und Katharina Koch haben im Friesenhagener Dorfladen alle Hände voll zu tun – und Ortsbürgermeister Norbert Klaes nimmt das zufrieden zur Kenntnis.
  • Foto: damo
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

damo Friesenhagen. Es ist nur eine kleine Randnotiz – aber sie sagt viel aus über die Friesenhagener und ihren Dorfladen: Als Markus Leidig eine stattliche Sitzgruppe vor seinem Geschäft aufgebaut hatte, ist er kläglich daran gescheitert, diese mit ein paar Schrauben im Boden zu verankern. „Ich konnte nur eine einzige Schraube reindrehen – den Rest des Nachmittags war die Bank fortlaufend besetzt“, erzählt er lachend. Mittlerweile ist die Sitzgruppe sogar bei einigen Komoot-Touren gelistet – allerdings sollten sich Radler nicht darauf verlassen, dass sofort ein Plätzchen frei ist.
Markus Leidig mit Dorfladen Friesenhagen zufrieden
„So ist einfach unsere dörfliche Gemeinschaft“, schwärmt Ortsbürgermeister Norbert Klaes.

damo Friesenhagen. Es ist nur eine kleine Randnotiz – aber sie sagt viel aus über die Friesenhagener und ihren Dorfladen: Als Markus Leidig eine stattliche Sitzgruppe vor seinem Geschäft aufgebaut hatte, ist er kläglich daran gescheitert, diese mit ein paar Schrauben im Boden zu verankern. „Ich konnte nur eine einzige Schraube reindrehen – den Rest des Nachmittags war die Bank fortlaufend besetzt“, erzählt er lachend. Mittlerweile ist die Sitzgruppe sogar bei einigen Komoot-Touren gelistet – allerdings sollten sich Radler nicht darauf verlassen, dass sofort ein Plätzchen frei ist.

Markus Leidig mit Dorfladen Friesenhagen zufrieden

„So ist einfach unsere dörfliche Gemeinschaft“, schwärmt Ortsbürgermeister Norbert Klaes. Fast ein Jahr ist vergangen, seit die Ortsgemeinde den HBS-Markt gekauft und an Markus Leidig verpachtet hat – und bislang scheint diese Entscheidung goldrichtig gewesen zu sein. „Wir wollten damit eine Hand auf der Nahversorgung haben und sicherstellen, dass wir nicht ohne Geschäft dastehen“, ruft Klaes im SZ-Gespräch in Erinnerung – angesichts der abgeschiedenen Lage der Gemeinde nur zu gut verständlich. „Und das ist gelungen. Wir hätten keinen besseren Pächter finden können als Markus Leidig.“
Auch dessen Bilanz fällt nach fast einem Jahr ausgesprochen positiv aus. „Das war die richtige Entscheidung“, sagt er: „Das Jahr hat sehr viel Spaß gemacht, und es fühlt sich einfach gut an, den Laden zu betreiben.“

Dass der Laden rund läuft, ist auch Leidigs Unternehmergeist zu verdanken: Er hat einige Neuerungen integriert. Die auffälligste: Vor dem Laden steht ein kleines Holzhäuschen mit einem SB-Automat – dort gibt’s rund um die Uhr Grillfleisch, Getränke und kleinere Snacks. Bald sollen dort auch sonntags Brötchen liegen: Die werden vorher bestellt und bezahlt – und können dann nach dem Vertrauensprinzip abgeholt werden.

"Regionaler Kühlschrank" im Dorfladen Friesenhagen

Im Inneren des HBS-Markts hat Leidig das Sortiment um einen „Regionalen Kühlschrank“ erweitert: Hier finden die Kunden Produkte von Bauernhöfen aus der Umgebung. Einmal in der Woche gibt’s auf Vorbestellung frisches Obst und Gemüse, und auch mit einem Morsbacher Bäcker kooperiert Leidig. Die Friesenhagener danken’s ihm: Leidig hat längst viele, viele Stammkunden gewonnen.
Bald bekommt er neue Nachbarn: Es wird nicht mehr lange dauern, bis der Bauhof in einen Gebäudetrakt des HBS-Markts zieht. Noch gehen dort die Handwerker aus, aber schon im August soll der Umzug über die Bühne gehen.

Auch das war schon geplant, als die Gemeinde die Immobilie erworben hatte – denn derzeit sind die Männer und Maschinen denkbar ungünstig untergebracht. Die Doppelgarage an der Hauptstraße ist als Bauhof viel zu klein, sodass etwa ein Dutzend Lagerflächen in der Gemeinden genutzt werden müssen. „Das wollen wir endlich beenden“, sagt Klaes.

Vor allem setzt er darauf, dass der Bauhof in absehbarer Zeit nicht mehr die Dorfscheune in Beschlag nehmen muss: „Damit kann man sicher mehr machen, als sie nur als Lager zu nutzen“, meint Klaes mit Blick auf das urige Fachwerkhaus.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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