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Sanierung St. Michael in Kirchen
Spezielle Stahlkonstruktion ist Geschichte

Um den Kirchturm "herum" ging es langsam nach oben.
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nb Kirchen. Eine „Fabrikhalle“ auf einem Kirchendach, das ist selbst für ein erfahrenes Unternehmen wie die Sinner Stahl- und Industriebauten GmbH ein absolutes Novum. Aber die Premiere ist geglückt: Fast genau fünf Monate lang hatte die 8-Tonnen-Stahlkonstruktion ihren Platz unterhalb des Vierungsturms von St. Michael Kirchen – und diente dort als Unterbau für das eigentliche Gerüst, von dem aus dann die aufwändigen Arbeiten an dem Turm erledigt wurden (die SZ berichtete mehrfach). „Es war gar nicht so leicht, eine Firma zu finden, die das macht“, so Architekt Norbert Sonntag über die Stahlkonstruktion. Bei seinen Recherchen sei er dann auf die Kreuztaler Firma Sinner gestoßen, die Industriehallen baut.

nb Kirchen. Eine „Fabrikhalle“ auf einem Kirchendach, das ist selbst für ein erfahrenes Unternehmen wie die Sinner Stahl- und Industriebauten GmbH ein absolutes Novum. Aber die Premiere ist geglückt: Fast genau fünf Monate lang hatte die 8-Tonnen-Stahlkonstruktion ihren Platz unterhalb des Vierungsturms von St. Michael Kirchen – und diente dort als Unterbau für das eigentliche Gerüst, von dem aus dann die aufwändigen Arbeiten an dem Turm erledigt wurden (die SZ berichtete mehrfach). „Es war gar nicht so leicht, eine Firma zu finden, die das macht“, so Architekt Norbert Sonntag über die Stahlkonstruktion. Bei seinen Recherchen sei er dann auf die Kreuztaler Firma Sinner gestoßen, die Industriehallen baut. Und, so Sonntag, das 8-Tonnen-Teil sei ja eigentlich nichts anderes als eine kleine Industriehalle – „nur musste die halt rauf auf das Kirchendach.“

Spektakulär wieder nach unten

Spektakulär war es für die Konstruktion Ende Juni nach oben gegangen, und genau so spektakulär ging es am Freitag bei idealem Wetter wieder nach unten. Dabei war es mit dem „Runterwuppen“ natürlich längst nicht getan. Axel Rauer, Ingenieur bei Sinner und Leiter der Maßnahme, sprach von einer „bedeutenden logistischen Vorleistung“: Polizei, Stadt und Ordnungsamt mussten mit ins Bord geholt werden. Unter anderem wurde der Kreuzungsbereich Lindenstraße, Hauptstraße, Brückenstraße für die Rückbauarbeiten kurze Zeit sogar voll gesperrt. Drei Kräne der Firma Dornseiff waren am Freitag im Einsatz, darunter auch ein 350-Tonnen-Autokran für das Herunterheben der Stahlkonstruktion.
Zunächst aber brachte ein etwas schmalerer „Kollege“ eine Transportgondel mit Sinner-Mitarbeitern an die „Halle“ auf dem Kirchendach heran, damit diese sogenannte Anschlagmittel, also starke Gurte, daran befestigen konnten.

Wie ein Monster-Mikado

Die weiteren vorbereitenden Maßnahmen – darunter das Zusammensetzen einer Metall-Ablage auf dem Sattelschlepper – nahmen noch einmal mehrere Stunden in Anspruch, sodass es später Nachmittag wurde, bevor der riesige Metalltisch begann, sich vom Kirchendach zu heben. Ein wenig einem Monster-Mikado glich das Ganze, als die Stahlkonstruktion über den zarten Kirchturm gehoben wurde. Doch der inzwischen mit Blei eingefasste Vierungsturm blieb heil – und dann war es nur noch eine Sache von Minuten, bis der Stahltisch Richtung Boden und dann auf den auf der Lindenstraße wartenden Schwertransporter geschwebt war. Auf dem nahen Parkdeck wird die „kleine Fabrikhalle“ heute demontiert.Architekt Sonntag ließ die bisherigen Sanierungsarbeiten an der kath. Kirche zufrieden Revue passieren: „Das ist alles sehr gut gelaufen.“ Zufrieden ist laut Pressemitteilung auch die Kirchengemeinde, die allen beteiligten Firmen für das Engagement dankt.
Das Gerüst, das inzwischen zum vertrauten Anblick geworden ist, wird nur ein Stückchen zurückgebaut und dann verschoben, um für den zweiten Bauabschnitt zur Verfügung zu stehen. In diesem Bauabschnitt werden hauptsächlich die Dachflächen zwischen Vierungsturm und Hauptturm restauriert, so die Gemeinde. Voraussichtlich im Januar sollen die Arbeiten beginnen.  

Die Kirchengemeinde ist weiterhin auf Spenden für die Sanierungsarbeiten angewiesen. Das Spendenkonto hat folgende IBAN: DE72 5735 1030 0050 0476 79

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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