Förderbescheid aus Mainz ist eingetroffen
Stadt Kirchen kann Turnhalle in Wehbach sanieren

Die altehrwürdige VfL-Turnhalle in Wehbach wird nun in den Besitz der Stadt Kirchen übergehen. Diese wird eine umfangreiche Sanierung veranlassen. Foto: thor
  • Die altehrwürdige VfL-Turnhalle in Wehbach wird nun in den Besitz der Stadt Kirchen übergehen. Diese wird eine umfangreiche Sanierung veranlassen. Foto: thor
  • hochgeladen von Thorsten Stahl (Redakteur)

thor  Wehbach. Es hat ein bisschen länger gedauert, es handelt sich aber auch um viel Geld: Endlich ist der Förderscheid des Landes für die Sanierung der VfL-Turnhalle in Wehbach eingetroffen. Wie die Landtagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler am Dienstag mitteilte, erhält die Stadt Kirchen insgesamt 443 000 Euro – das entspricht einer Förderquote von rund 60 Prozent. Das Geld kommt dabei aus dem Investitionsstock. Insgesamt liegen die geschätzten Kosten bei deutlich über 700 000 Euro.

Nun ist das natürlich zunächst eine gute Nachricht für die Stadt, viel mehr aber noch für die Wehbacher selbst. Denn die müssen seit knapp zwei Jahren in weiten Teilen auf die Turnhalle verzichten. Bei einer Routine-Überprüfung im Herbst 2017 waren massive Schäden am Dach festgestellt worden. Der komplette Trainingsbetrieb musste eingestellt werden. Der Schulsport musste anders organisiert, der Karneval ins Bürgerhaus verlegt werden. Und schnell stellte sich heraus, dass es mit einer „kosmetischen“ Reparatur diesmal nicht getan war – was im Umkehrschluss hieß: Der wahrlich finanziell nicht auf Rosen gebettete VfL wäre mit diesem Projekt absolut überfordert gewesen.

Im September wurde dann der gordische Knoten durchschlagen: Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des VfL unterbreitete Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen dem Verein ein Übernahmeangebot, schließlich hat die Stadt ein ureigenes Interesse am Erhalt, sind doch Turnhallenkapazitäten in Kirchen rar gesät. Nach einer nur 13-minütigen „Diskussion“ war die Sache klar: Nur allzu gerne nahmen die Wehbacher das Angebot an, das wie ein Sechser im Lotto empfunden wurde.

Die Stadt Kirchen stellte daraufhin einen Förderantrag und wollte mit der Übernahme bis zur Bewilligung warten. „Mit dem Bescheid können wir nun in die Kaufverhandlungen einsteigen“, sagte Hundhausen, wobei es natürlich nicht mehr um Preise geht. „Wir werden uns darum bemühen, so schnell wie möglich mit den Arbeiten zu beginnen.“ So hat der Stadtbürgermeister bereits das Kirchener Bauamt informiert.

Geplant sind demnach mehrere Bauabschnitte, wobei zunächst das Dach erneuert werden soll. Vom Land wird zudem eine Barrierefreiheit vorgegeben, und auch die sanitären Anlagen sollen angepackt werden. Bleibt nur noch ein Faktor X: Die Umsetzung wird auch davon abhängen, wie schnell Handwerker zur Verfügung stehen. Und gerade Dachdecker können sich derzeit vor Aufträgen nicht retten.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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