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Landesbetrieb stellt kommende Projekte vor
Straßenbau in der Verbandsgemeinde Kirchen

Auch wenn dieser Tage nochmals Flickschusterei betrieben wurde, bleibt der Zustand der B 62 in Niederschelderhütte miserabel. Der Rat muss jetzt mit Rücksicht auf die Beiträge entscheiden, wann der Ausbau letztlich beginnen soll.
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  • Auch wenn dieser Tage nochmals Flickschusterei betrieben wurde, bleibt der Zustand der B 62 in Niederschelderhütte miserabel. Der Rat muss jetzt mit Rücksicht auf die Beiträge entscheiden, wann der Ausbau letztlich beginnen soll.
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thor Kirchen. Ein zwar seltener, auch durchaus gern gesehener Gast weilte am Dienstag in der Kirchener Verwaltung: Lutz Nink, Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Diez (LBM) und damit zuständig für den gesamten Kreis Altenkirchen, war auf Einladung von Bürgermeister Maik Köhler in den äußersten Norden gekommen, um über die anstehenden Projekte im Straßenbau der nächsten Jahre zu informieren.
LBM baut in Verbandsgemeinde KirchenKöhler selbst ging es nach eigenen Angaben darum, größtmögliche Transparenz für die Gemeinden zu schaffen. Und auch wenn sich mancher in diesem Gespräch etwas weniger Konjunktive und Sätze wie „Wir prüfen das“ gewünscht hätte, so steht fest, dass sich der LBM in den nächsten Jahren in der Verbandsgemeinde Kirchen alles andere als rar machen wird.

thor Kirchen. Ein zwar seltener, auch durchaus gern gesehener Gast weilte am Dienstag in der Kirchener Verwaltung: Lutz Nink, Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Diez (LBM) und damit zuständig für den gesamten Kreis Altenkirchen, war auf Einladung von Bürgermeister Maik Köhler in den äußersten Norden gekommen, um über die anstehenden Projekte im Straßenbau der nächsten Jahre zu informieren.

LBM baut in Verbandsgemeinde Kirchen

Köhler selbst ging es nach eigenen Angaben darum, größtmögliche Transparenz für die Gemeinden zu schaffen. Und auch wenn sich mancher in diesem Gespräch etwas weniger Konjunktive und Sätze wie „Wir prüfen das“ gewünscht hätte, so steht fest, dass sich der LBM in den nächsten Jahren in der Verbandsgemeinde Kirchen alles andere als rar machen wird. An den momentan laufenden Straßenausbau in Niederfischbach, Birken und Harbach-Locherhof werden sich zeitnah weitere (Groß-Projekte) anschließen.

Ausbau der B 62 in Niederschelderhütte

Ein Schwerpunkt wird dabei sicherlich die Ortsgemeinde Mudersbach sein. Denn parallel zu den bekannten Maßnahmen im Rahmen des Förderprogramms „Ländliche Zentren“ ist auch der Ausbau der B 62 in Niederschelderhütte geplant. Laut Köhler muss zunächst das Ende der Arbeiten in Birken abgewartet werden (die neue Ortsdurchfahrt soll Anfang 2021 fertiggestellt sein). Die B 62 werde in zwei Bauabschnitte eingeteilt: von der Brauerei bis zum Kreisel und vom Kreisel bis zur Einmündung der Adolfstraße.

Auch wenn dieser Tage nochmals Flickschusterei betrieben wurde, bleibt der Zustand der B 62 in Niederschelderhütte miserabel. Der Rat muss jetzt mit Rücksicht auf die Beiträge entscheiden, wann der Ausbau letztlich beginnen soll.
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Abbrechnen mit wiederkehrenden Beiträgen?

Vom Mudersbacher Rat sei noch ein besonderes Votum gefordert, berichtete Köhler: Soll der Ausbau in den Jahren 2021/22 erfolgen oder will man die Sache so schieben, dass sie mit den wiederkehrenden Beiträgen abgerechnet werden kann? So oder so: Diese Arbeiten bedeuten für alle Pendler den ultimativen Stresstest.

Schlechter Zustand Industriestraße

Des Weiteren habe man Nink auf den sehr schlechten Zustand der Industriestraße (K 97) hingewiesen, so Köhler, hier soll eine Erneuerung der Fahrbahndecke erfolgen. Und natürlich sei auch nochmals eine neue Anbindung der Bahn- und der Industriestraße von der B 62 aus angesprochen worden. Hier liefen Gespräche zwischen der Bahn und dem LBM hinsichtlich der Finanzierung. „Die Ortsgemeinde allein kann das nicht stemmen. Das Projekt ist nur umzusetzen, wenn sich auch die Bahn beteiligt“, sagte der Bürgermeister. Immerhin: Die Bahn könne sich die neue Anbindung grundsätzlich vorstellen. Mit Nink sei vereinbart worden, dass dieser – sobald möglich – Planung und Finanzierung im Rat vorstellen werde.

Ampel an der L 280

Solche Dimensionen stehen in der Stadt Kirchen nicht an: Wie berichtet, hält der LBM in Sachen Nord- und Südknoten an seiner Haltung fest, dass dies Bestandteil einer gemeinsamen Planung mit Betzdorf (Hellerkreisel) sein müsse. Zeitnah dürfte die größte Veränderung der Bau einer Ampel an der L 280 (Einfahrt zum Grindel/Einkaufszentrum) sein. Damit soll gerade die Situation für Linksabbieger auf die Landestraße Richtung Kirchen verbessert werden. Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen würde an dieser Stelle lieber einen Kreisverkehr sehen, wie er auch am Struthof geplant ist: „Ich habe manchmal das Gefühl, dass in Kirchen andere physikalische Gesetze gelten“, merkte er süffisant an.
Die Aussagen des LBM-Chefs zur Sanierung von Kreisstraße in Kirchen fand Hundhausen ebenfalls „nicht so gewinnbringend“. Immerhin soll in Wehbach (Junkernthal) die Auffahrt auf die Umgehungsstraße Richtung Kirchen etwas großzügiger gestaltet werden.

Ausbau der Austraße bis 2022 vorgesehen

In Brachbach hat sich beim Straßenbau lange nichts mehr getan – und ein bisschen Geduld wird auch weiterhin vonnöten sein. Dennoch zeigte sich Ortsbürgermeister Steffen Kappes durchaus zufrieden: „Einige offene Fragen konnten geklärt werden.“ Der Ausbau der völlig maroden Austraße sei für 2022 vorgesehen, im Anschluss solle es an die Büdenholzer Straße gehen (wobei es dafür aber noch keinen konkreten Termin gibt). Kappes nutzte aber die Gelegenheit, um Nink auf eine neue Anbindung der Industriestraße und die damit verbundenen Synergieeffekte hinzuweisen. Denn so könne man die beiden jetzt zum Ausbau anstehenden Straßen deutlich entlasten.

Die Brachbacher müssen sich noch bis 2022 gedulden, bis die Austraße keine Stoßdämpfer und Querlenker mehr strapazieren wird.
  • Die Brachbacher müssen sich noch bis 2022 gedulden, bis die Austraße keine Stoßdämpfer und Querlenker mehr strapazieren wird.
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Dritter Bauabschnitt K 93

Derweil ist man in Niederfischbach seit Wochen und Monaten den Anblick von Baggern und Baumaschinen gewöhnt. Vor wenigen Tagen sind im Kreisausschuss die Weichen für den dritten Bauabschnitt der K 93 gestellt worden. Perspektivisch wird es in der Gemeinde darum gehen, dass auch die K 90 nach Hüttseifen und L 282 nach Niederndorf in einen vernünftigen Zustand gebracht werden.

Ausbau der L 279 bis Katzwinkel

Derweil weiß man beim LBM längst, dass das Wildenburger Land nicht nur aus Wirtschaftswegen besteht. So findet auch die Ortsgemeinde Friesenhagen im Bauprogramm eine nicht zu knappe Berücksichtigung.

Nein, in Friesenhagen ist man nicht nur mit Traktoren unterwegs, die jede Bodenwelle schlucken. Deshalb steht auch im nächsten Jahr der Ausbau vom Ortsausgang bis zum Abzweig nach Crottorf bzw. Steeg an.
  • Nein, in Friesenhagen ist man nicht nur mit Traktoren unterwegs, die jede Bodenwelle schlucken. Deshalb steht auch im nächsten Jahr der Ausbau vom Ortsausgang bis zum Abzweig nach Crottorf bzw. Steeg an.
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Schon 2021 wird der Abschnitt vom Ortsausgang bis zum Abzweig nach Crottorf und Steeg in Angriff genommen werden, für 2022 steht der Ausbau des noch fehlenden Teilstücks der L 279 bis Katzwinkel auf dem Programm. Zudem erwähnte Nink gleich mehrere Kreisstraßen, darunter die K 84 (Strahlenbach) und die K 78 (Rübegarten bis Hohhäuschen).
Und bei all diesen Maßnahmen gilt wie immer: Wer gute Straßen haben will, muss vorher leiden. Ohne Sperrungen und Umleitungen wird es nicht gehen.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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