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Der Zahn der Zeit nagt offensichtlich
Stützmauer wird auf Herz und Nieren geprüft

Die alte Mauer am Hüttenweg hält seit weit mehr als 100 Jahren. Nun soll geprüft werden, wie stabil sie tatsächlich noch ist.
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  • Die alte Mauer am Hüttenweg hält seit weit mehr als 100 Jahren. Nun soll geprüft werden, wie stabil sie tatsächlich noch ist.
  • Foto: Thorsten Stahl
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

thor Niederschelderhütte. Wenn sie erzählen könnte, zöge ein Großteil der Schelder Industriegeschichte an einem vorbei. Die gewaltige Mauer unterhalb des Hüttenwegs hat in ihren mehr als 100 Jahren viel gesehen und erlebt. Sie dürfte noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, befanden sich hier doch einst die Bunker für das Erz aus dem Gosenbachtal, mit dem die Alte Niederschelder Hütte beschickt wurde.

Nach dem Abriss der ehemaligen Meinhardt-Hallen ist sie nun erstmals wieder „richtig“ zu sehen – und dabei fällt jedem Laien auf, dass der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen hat. Dabei wird die Mauer noch gebraucht, schließlich soll hier nicht nur ein neues Feuerwehrhaus entstehen, sondern ein Großteil der Fläche auch privat vermarktet werden.

thor Niederschelderhütte. Wenn sie erzählen könnte, zöge ein Großteil der Schelder Industriegeschichte an einem vorbei. Die gewaltige Mauer unterhalb des Hüttenwegs hat in ihren mehr als 100 Jahren viel gesehen und erlebt. Sie dürfte noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, befanden sich hier doch einst die Bunker für das Erz aus dem Gosenbachtal, mit dem die Alte Niederschelder Hütte beschickt wurde.

Nach dem Abriss der ehemaligen Meinhardt-Hallen ist sie nun erstmals wieder „richtig“ zu sehen – und dabei fällt jedem Laien auf, dass der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen hat. Dabei wird die Mauer noch gebraucht, schließlich soll hier nicht nur ein neues Feuerwehrhaus entstehen, sondern ein Großteil der Fläche auch privat vermarktet werden.

"Es wäre fahrlässig, wenn man das nicht weiter untersuchen würde."
Georg Frisch
Ingenieurbüro Frisch

Kurzum: Das Bauwerk, zwischen 6 und 9 Meter hoch, muss intensiv geprüft werden, bevor auf dem Gelände etwas passieren kann. Dafür stellte der Ortsgemeinderat Mudersbach in seiner Sitzung am Mittwoch die Weichen.

Der Zahn der Zeit nagt am Mauerwerk.

Zu Gast war Georg Frisch vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Siegen, der sich die Mauer schon einmal genauer angeschaut hat. Sein erster Eindruck: „Man muss unbedingt etwas tun. Es wäre fahrlässig, wenn man das nicht weiter untersuchen würde.“ Frisch wies auf die sichtbaren Ausblühungen und Löcher hin. Weiteres Problem: Auf der Stirnseite befinden sich noch Reste von Widerlagern, die einst die Mauer stabilisiert haben, diese Funktion aber längst nicht mehr erfüllen.

Bohrungen an mehreren Stellen

Doch gibt es mehr als nur einen kleinen Lichtblick: Rundherum, im Boden und auch hinter der Mauer, dominiert der Fels. Doch nun sollen sowohl die Standfestigkeit der Stützbauwerke als auch der betontechnologische Zustand der Mauern eingeschätzt bzw. nachgewiesen werden. Dazu sind u. a. an mehreren Stellen Bohrungen vorgesehen.

Zuschüsse stehen in Aussicht

Noch ist nicht klar, wie viel die Untersuchungen kosten werden. Das Ingenieurbüro kann die Kosten nur schätzen, sie liegen zwischen 50 000 und knapp 67 000 Euro. Stefan Strunk vom Kirchener Bauamt teilte mit, dass grundsätzlich Zuschüsse zu erwarten sind, schließlich gehört die Fläche zum Förderprogramm „Lebendige Zentren“, noch müssten mit der Aufsichtsbehörde aber einige Modalitäten geklärt werden. Eine stabile Mauer sei auch deshalb wichtig, so Strunk, weil mittelfristig der Ausbau des Hüttenwegs ansteht und das Bauwerk dann eventuell zu den beitragspflichtigen Nebenanlagen gehören könnte.

Die alte Mauer am Hüttenweg hält seit weit mehr als 100 Jahren. Nun soll geprüft werden, wie stabil sie tatsächlich noch ist.
Der Zahn der Zeit nagt am Mauerwerk.
Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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