Malkurs mit Soraya Kleine
Stunde der Kreativität in der Marienschule

Jacqueline Reitz hat ein Händchen für farbliche Übergänge. Ihr Bild aus der Feldflur besitzt viel Atmosphäre.  Fotos: goeb
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  • Jacqueline Reitz hat ein Händchen für farbliche Übergänge. Ihr Bild aus der Feldflur besitzt viel Atmosphäre. Fotos: goeb
  • hochgeladen von Dr. Andreas Goebel (Redakteur)

goeb Brachbach. Eine wohltuende, kreative Ruhe breitet sich in der Marienschule in Brachbach aus, wenn Soraya Kleines Malkurs zusammenkommt. Letzter Abend des Kreativkurses. Jeder hat zu tun und möchte sein Bild zu Ende bringen oder zumindest so weit fertig bekommen, dass man es zu Hause allein schafft.

Die 20-Jährige beschäftigt sich den größten Teil ihres jungen Lebens mit Kunst und Kreativität. Sie ist fester Bestandteil der Kunstschule von Ursa Schmidt. Und auch sonst widmet sie ihrem Hobby viele Stunden Zeit, mitunter fertigt sie Auftragsarbeiten. In ihr reifte letztes Jahr der Plan, in ihrem Wohnort Brachbach selbst einen Kurs zu leiten.

„Ich habe erst gedacht, etwas für Senioren anzubieten“, berichtete sie der Siegener Zeitung am Donnerstagabend. „Zusammen mit ihrem Opa war sie gerade dabei, einen Flyer zu entwerfen. „Da haben wir uns gefragt: Warum nicht ein Kurs für alle, die Interesse am Malen haben, ganz unabhängig vom Alter.“ Gesagt, getan: Der Flyer wurde erstellt und verteilt, und auch im Bekanntmachungskasten im Ort hing das neue Angebot aus.

Mehr als fünf oder sechs Leute sollen es je Kurs nicht sein, „sonst kann man sich den Teilnehmern nicht genügend zuwenden“, sagt sie. „Dann lieber einen zweiten Kurs. Die Nachfrage ist so groß, dass im Herbst ein zweiter Kurs angeboten werden soll.

Jeder bringt sein eigenes Motiv mit oder eine Vorstellung davon. Haribo-Schalen werden gefüllt, man duzt sich, Soraya Kleine lacht vergnügt, als jemand eine Flasche alkoholfreien Sekt öffnet. „Das ist unser Running Gag, seit Marlene am ersten Abend eine mitgebracht hat.“ Marlene Engelbertz, heute nicht dabei, ist die älteste Teilnehmerin.

Das Material bringt sie alles selbst mit: jede Menge Pinsel u. a., dazu Flaschen mit Farben, Acryl, Aquarell und Pastellkreiden zum Vorzeichnen. „Ist einfacher so.“

„Sie mischt uns die Farben wie ein Koch“, schwärmt Melanie Stark, die eine Szene am Meer malt, inspiriert vor einem Werk der Daadener Künstlerin Anne L. Strunk, die sie bewundert.

Ein Hirschportrait, ein etwas abstraktes, wird es bei Matthias Althaus. „Ich kann nicht malen.“ Das hat er zumindest gedacht. Hier erkennt er, dass er sehr wohl malen kann. Es gibt sogar schon einen Interessenten für sein Kunstwerk.

Richtig gut ist auch das Werk von Jacqueline Reitz. Ein Baum dominiert die rechte Bildhäfte in der Feldflur. Fein ziseliert ist das Blattwerk, und wie sich die Grüntöne in den unterschiedlichsten Stärken in die Ferne ziehen und aufs Blau treffen. Eine tolle Atmosphäre. Nun will sie ihr Patenkind in dieser Landschaft abbilden.

Andi Fischbach ist zum Kurs gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Eigentlich hatte sich seine Frau angemeldet, die konnte aber nicht, da ist er eingesprungen. Und nun lässt ihn das Motiv, das an eine Brandungsszene wie bei Caspar David Friedrich erinnert, nicht mehr los. Keine Frage: Der Mann hat Talent.

Soraya Kleine ist der Mittelpunkt des Kurses. Sie eilt mal hier hin und mal dort hin, berät bei den Farben und Formen, bei der Perspektive. Gut möglich, dass sie einige Gesichter im neuen Kurs wiedersehen wird. <chartag shortcut="z-Autor" tag="autor-7p">Andreas Goebel</chartag>

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