Tasten, Pfeifen und Pedale

Auf der Orgelempore des „Föschber Doms“: Christian Ferdinand erzählt von Kirschin Elfriede – und die Kindergartenkinder hören zu. Fotos: ciu
2Bilder
  • Auf der Orgelempore des „Föschber Doms“: Christian Ferdinand erzählt von Kirschin Elfriede – und die Kindergartenkinder hören zu. Fotos: ciu
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

ciu Niederfischbach. „Wolke!!!“ Ganz laut rufen die Kinder nach Claire, die hoch am Himmel vorbeizieht. „Wolke!!!“, ruft auch Elfriede, die „Kirschin“, die auf gar keinen Fall in einem Einmachglas landen will, sondern weitreichendere Pläne hat: auswandern. Weit, weit weg, nach Australien. Aber auch im Leben einer Kirsche kommt manches anders als gedacht. Elfriede landet erst im Mauseloch, später tatsächlich auf „Wolke sieben“ und dann wieder unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Den Mond, den sie liebt, weil er auch so schön rund und glänzend ist, hat sie nicht erreichen können. So schrumpelt sie vor sich hin – und schläft ein. Als sie Monate später erwacht, ist sie eine andere: Die Kirschin ist zum klitzekleinen Kirschbaum geworden!

Diese Geschichte stellten gestern Vormittag Dekanatsreferent Christian Ferdinand (Erzähler) und Dekanatskantor Luis Perathoner (Orgel) in der St.-Mauritius-Kirche Niederfischbach vor. Und die Kinder aus dem kath. Kindergarten St. Hildegard hatten ihre helle Freude daran. Sowohl an dem Text, der witzig war und poetisch auch (wie schön die Wolke Claire ihren französischen „Accent“ pflegte!), als auch an der Musik. Jede Hauptfigur aus der Geschichte hatte – das kennen wir von „Peter und der Wolf“ – ihre eigene Melodie. Kirschin Elfriede klang ziemlich lebendig, der Mond geheimnisvoll und leise, die Wolke entschlossen, aber auch flüchtig. Gut auszumachen waren auch die tapsige Katze und die flitzeflinke Maus, die sehr bald aufgefressen wird …

Großen Spaß machte die Geschichte nicht nur den Kindern, sondern den beiden Erzählern auch. Luis Perathoner ließ die Orgel mit ihrem schönen, runden Klang ausdrucksstark reden; Christian Ferdinand schlug als Sprecher immer wieder Brücken zu den Kindern. „Helft ihr mir, den Mond zu rufen?“ Na klar doch: „Mooont!!!“

Applaus gab es am Ende für die rund halbstündige Vorstellung, in deren Anschluss die Kinder so richtig auf Tuchfühlung mit der Orgel gehen konnten. Sie sahen die drei Manuale und die Pedale, probierten aus, wie es ist, in eine Orgelpfeife zu blasen, und schauten mit „Dom“-Organist Thomas Maiworm ins Innere der Orgel.

Rund 350 Kinder, so Dekanatskantor Perathoner, erlebten dieser Tage dieses Konzertprogramm „Die Kirschin Elfriede“ (Musik: Christian Michel-Ostertun), das im Rahmen der Reihe „Musikalische Weiterbildungsveranstaltungen im Dekanat Kirchen“ angeboten wird. Weitere Konzerte finden statt in den kath. Kirchen von Betzdorf, Kirchen, Brachbach, Nauroth und Herdorf.

Auf der Orgelempore des „Föschber Doms“: Christian Ferdinand erzählt von Kirschin Elfriede – und die Kindergartenkinder hören zu. Fotos: ciu
Wie spielt man eigentlich Orgel? Luis Perathoner erklärte das den Kindern gern.
Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.