Zweite Ausgabe nach 1968
Tatsachen und Halbwahrheiten in der "närrischen Druidenpost"

Vor dem von Dunst umhüllten Druidenstein stellte sich das Redaktionsteam mit dem Titelblatt der ersten Ausgabe der „närrischen Druidenpost“ auf. 53 Jahre später wird es nun die zweite geben. Im Bild (v. l.): Stephan Kreps, Jan Zellmer, Felix Kreps, Ulrike Fischbach, Timo Berndes und Manuel Berndes.
  • Vor dem von Dunst umhüllten Druidenstein stellte sich das Redaktionsteam mit dem Titelblatt der ersten Ausgabe der „närrischen Druidenpost“ auf. 53 Jahre später wird es nun die zweite geben. Im Bild (v. l.): Stephan Kreps, Jan Zellmer, Felix Kreps, Ulrike Fischbach, Timo Berndes und Manuel Berndes.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

rai Herkersdorf/Offhausen. Im Dunst lag der Druidenstein, als das Redaktionsteam des Herkersdorfer Carnevalsclubs (HCC) vor dem Vereinssymbol von der „närrischen Druidenpost“ erzählte. Die Idee, diese wieder herauszugeben, gab es schon länger. Corona ließ Taten folgen.

Zweite Ausgabe der "närrischen Druidenpost"

Keine Prunksitzung und kein Kinderkarneval, wo der lustige Geselle sich sonst austoben kann. Die Bevölkerung von Herkersdorf und Offhausen muss deshalb aber nicht zu Hause Trübsal blasen. Dass es trotz Absage der Session in den Häusern genügend zum Lachen und Schmunzeln geben wird, dafür sorgt der HCC – mit der „närrischen Druidenpost“. Diese wird zum zweiten Mal in der 63-jährigen Vereinsgeschichte herausgegeben, nach 1968 zum Zehnjährigen des HCC. „Damals gab es eine normale Session“, erinnert sich der ehemalige Präsident Felix Kreps.

Karneval am Leben halten

Bereits im Sommer hatten sich die Verantwortlichen des HCC überlegt, wie man – wenn es keine Session geben würde – Corona-konform überhaupt etwas machen könnte, um „den Karneval im Dorf am Leben“ zu halten. Ideen wurden gesammelt, auch die „närrische Druidenpost“ kam ins Spiel – denn: Diese könne man unabhängig davon, ob die Kampagne stattfinden würde, herausgeben. Es bildete sich ein Redaktionsteam mit Ulrike Fischbach, Felix Kreps, Manuel Berndes, Timo Berndes, Stephan Kreps und Jan Zellmer. Mit spitzer Feder gingen die sechs an ihr Werk. Es wurde ein eigenes Label entwickelt, das die Berichte auf den 48 Seiten als Tatsachen, halbwahr, fast halbwahr oder alternative Fakten kennzeichnet, so Manuel Berndes.
Das Team habe gemeinsam überlegt, was in Herkersdorf und Offhausen passiert ist, sagte Präsident Stephan Kreps. Es sei eine Sammlung aus allen möglichen Ereignissen, wie man sie auch bei Büttenreden auf der Prunksitzung oder bei der Rathausstürmung hören würde. Es ist eben eine Karnevalszeitung.

Inhalte bleiben noch geheim

Wie der Druidenstein sich beim Gespräch in Nebel hüllte, so hüllte sich das Team in Schweigen darüber, welche Geschichten es in der „närrischen Druidenpost“ festgehalten hat. Ein bisschen war dennoch zu erfahren: Für die vielen neuen Touristenattraktionen in den „vereinigten Staaten“ benötigt man beispielsweise eine neue, sensationelle ÖPNV-Anbindung, die Herkersdorf und Offhausen mit den Metropolen der Welt verbindet. Für Kinder gibt es ein Gewinnspiel. An Bastelspaß ist auch gedacht, z. B. in Form eines Daumenkinos. QR-Codes führen zu multimedialen Inhalten über den Verein.

1111 Exemplare

Die Auflage ist „närrisch“: 1111 Exemplare werden kostenlos und Corona-konform verteilt. In jeden Briefkasten in den beiden Dörfern kommt ein Exemplar. Verteilt wird die „närrische Druidenpost“ am Samstag, 13. Februar, wenn eigentlich abends die Prunksitzung steigen würde. Ab 11.11 Uhr werden die Straßen von je einer Zweiergruppe bedient. „Um 12.12 Uhr sind wir durch“, schmunzelte Timo Berndes. „Das ist professionell logistisch durchgeplant“, unterstrich Felix Kreps. Vielleicht wird auch Karnevalsmusik vom Band zu hören sein, wenn die Zweiergruppen die „Druidenpost“ mit „Quatsch und Blödsinn drin“ in die Briefkästen werfen, berichtete das Team und meinte: „Wir sind noch da, der Karneval bleibt im Dorf.“

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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