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Online-Anmeldung ist Voraussetzung für Besuch
Tierpark öffnet wieder

Philip Skorzow zeigt, wo’s langgeht: Ab morgen freut sich der Tierpark wieder über Gäste – aber diese müssen sich an ein paar Regeln halten, zum Beispiel an das Einbahnstraßen-Prinzip.
  • Philip Skorzow zeigt, wo’s langgeht: Ab morgen freut sich der Tierpark wieder über Gäste – aber diese müssen sich an ein paar Regeln halten, zum Beispiel an das Einbahnstraßen-Prinzip.
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damo Niederfischbach. Es sind schwierige Zeiten, gerade für Familien: Nach gefühlten hunderttausenden Runden verlieren Uno oder Mau Mau allmählich ihren Reiz, sämtliche Malbücher sind bis zur letzten Seite ausgemalt, und irgendwann können die Kinder all ihre Hörbuch-CDs von vorne bis hinten mitsprechen. Da kommt diese Nachricht aus dem Otterbachtal wie gerufen: Der Tierpark öffnet wieder. Schon ab 1. Mai, 10 Uhr, sind Besucher willkommen.

Damit reagiert der Vorstand auf die positiven Zahlen, die das Robert Koch-Institut seit einigen Tagen vermeldet. Der R0-Wert hat sich bei knapp 1 eingependelt, und die Zahl der Neuinfektionen ist spürbar gesunken.

damo Niederfischbach. Es sind schwierige Zeiten, gerade für Familien: Nach gefühlten hunderttausenden Runden verlieren Uno oder Mau Mau allmählich ihren Reiz, sämtliche Malbücher sind bis zur letzten Seite ausgemalt, und irgendwann können die Kinder all ihre Hörbuch-CDs von vorne bis hinten mitsprechen. Da kommt diese Nachricht aus dem Otterbachtal wie gerufen: Der Tierpark öffnet wieder. Schon ab 1. Mai, 10 Uhr, sind Besucher willkommen.

Damit reagiert der Vorstand auf die positiven Zahlen, die das Robert Koch-Institut seit einigen Tagen vermeldet. Der R0-Wert hat sich bei knapp 1 eingependelt, und die Zahl der Neuinfektionen ist spürbar gesunken. „Wir haben die Entwicklung der Pandemie genau beobachtet und sind der Meinung, dass wir jetzt wieder öffnen können“, sagt Vorsitzender Peter Merzhäuser. Zugleich schränkt er aber ein: Zum einen kann der Tierpark nur unter bestimmten Regeln besucht werden; zum anderen gilt auch hier ein großer Vorbehalt. „Wir können nur auf Sicht fahren. Wenn sich die allgemeine Lage ändert, müssen und werden wir reagieren.“

Vorerst aber gilt: Ab 1. Mai früh um 10 Uhr ist der Tierpark wieder geöffnet – dann sind Nutrias und Störche, Ponys und Meerschweinchen nicht mehr unter sich. „Wir sehen ja auch, dass man kleinen Kindern irgendetwas bieten muss. Und wir denken, dass die Risiken in einem Tierpark relativ vertretbar sind“, sagt Merzhäuser. Allerdings ist dabei klar: Die Wiedereröffnung des Parks nach gut sechs Wochen Corona-Pause ist nur mit klaren Regeln und diversen Einschränkungen möglich:

• Von größter Bedeutung wird sein, die Besucherzahlen zu reduzieren. Sie wird pro Tag auf 250 beschränkt. Zum Vergleich: An einem Samstag oder Sonntag im Frühjahr kommen durchschnittlich rund 800 Gäste. „Bei 250 fühlt sich der Tierpark noch relativ leer an“, sagt Merzhäuser. Um die Deckelung der Besucherzahlen zu erreichen, müssen sich alle Gäste vorab online anmelden. Auf der Seite www.tierpark-niederfischbach.de gibt es ein neues Besuchsportal. Dort muss jeder Interessent angeben, an welchem Tag er mit wie vielen Gästen den Tierpark besuchen will. Die Software prüft automatisch, wann die 250er-Grenze erreicht ist – dann sind für diesen Tag keine weiteren Buchungen mehr möglich.

• Bezahlt wird beim Betreten des Parks an der Kasse – und reingelassen wird nur, wer seine Buchungsbestätigung entweder als Ausdruck oder auf dem Smartphone vorlegen kann. Beim Bezahlen muss zwingend eine Maske getragen werden.

• Den Mund-Nasen-Schutz sollten Besucher auch im Park selbst tragen – auch wenn kein Maskenzwang herrscht. „Wir werden die nötigen Abstände einhalten können, sodass es auch ohne Maske geht. Aber ich rate jedem dazu, eine zu tragen“, meint Merzhäuser.

• Die beiden Spielplätze bleiben gesperrt.

• Im Kiosk werden lediglich vorverpackte Produkte abgegeben, also zum Beispiel Eis. Und der Sitzbereich der Gastronomie bleibt geschlossen.

• Die Besucher können sich zwar frei im Park bewegen – aber nur in eine Richtung: Große Pfeile am Boden illustrieren das Einbahnstraßen-Konzept, das jetzt greift.

• Nur eine Toilettenanlage ist geöffnet; die sanitären Einrichtungen werden regelmäßig desinfiziert.

• Die Flugshows in der Falknerei finden zwar statt – aber auch hier muss Abstand gewahrt werden. Zwei Leute pro Sitzbank, und zwar jeweils an einem Ende, sind das Maximum. Und der erste Greifvogel wird erst dann abheben, wenn sich alle an diesen Regeln halten.

• Dringender Appell: „Jeder Besucher muss verantwortungsvoll handeln und aufpassen. Das gilt gerade für Eltern von kleinen Kindern.“ Natürlich werden auch die Tierpfleger ein Auge darauf haben, ob die Besucher sich an alle Regeln halten oder nicht.

Denn vom Verhalten der Besucher wird maßgeblich abhängen, ob der Tierpark geöffnet bleiben kann. Und natürlich von der allgemeinen Entwicklung der Pandemie.

Klar ist aber auch: Für den Verein, der den Park betreibt, ist eine schrittweise Rückkehr zur Normalität von großer Bedeutung – schließlich laufen die Betriebskosten auch dann weiter, wenn der Park geschlossen ist. Die vergangenen Wochen konnten finanziell überbrückt werden, weil viele, viele Menschen aus der Region dem Tierpark mit einer Spende unter die Arme gegriffen haben. Rund 500 Einzelspender haben alles in allem etwa 30 000 Euro beigesteuert; weitere 10 000 Euro hat die Stiftung „We kick Corona“ überwiesen. „Das hat uns über die vergangenen Wochen geholfen“, dankt Merzhäuser allen Unterstützern.

Jetzt hofft er, dass weiter Sensibilität und Rücksicht herrschen – dann können die Uno-Karten, die Buntstifte und die Kopfhörer zumindest hin und wieder mal im Schrank bleiben.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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