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Kater Carlo in Brachbach verletzt
Tierquäler schießt mit Luftdruckwaffe auf Katze

Zuerst dachte das Ehepaar Schuhen an einen normalen Kampf unter Katern, aber dann war das Diabolo deutlich zu sehen.
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  • Zuerst dachte das Ehepaar Schuhen an einen normalen Kampf unter Katern, aber dann war das Diabolo deutlich zu sehen.
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nb Brachbach. Das Klappern der Leckerchen-Dose lässt Carlo die Ohren spitzen: Geschmeidig springt der junge Kater über den Wohnzimmersessel auf seinen großen Kratzbaum und staubt einen Snack ab. Als er kurze Zeit später auf dem Sofa liegt, schnurrt er laut.
Dass er nach wie vor durch das heimische Wohnzimmer der Familie Schuhe in Brachbach wuseln kann, ist dabei absolutem Glück und Zufall zu verdanken. Denn was vor wenigen Tagen geschah, hätte das Tier auch mit einer schwerwiegenden Verletzung oder gar dem Leben bezahlen können.
Carlos’ „Dosenöffner“ Günter Schuhen ist nach wie vor fassungslos und wütend, wenn er davon berichtet.
Kater Carlo kommt mit Blut am Schulterblatt nach Hause
Carlo ist ein Freigänger, stromert sowohl tagsüber als auch nachts durch sein Brachbacher Revier.

nb Brachbach. Das Klappern der Leckerchen-Dose lässt Carlo die Ohren spitzen: Geschmeidig springt der junge Kater über den Wohnzimmersessel auf seinen großen Kratzbaum und staubt einen Snack ab. Als er kurze Zeit später auf dem Sofa liegt, schnurrt er laut.
Dass er nach wie vor durch das heimische Wohnzimmer der Familie Schuhe in Brachbach wuseln kann, ist dabei absolutem Glück und Zufall zu verdanken. Denn was vor wenigen Tagen geschah, hätte das Tier auch mit einer schwerwiegenden Verletzung oder gar dem Leben bezahlen können.
Carlos’ „Dosenöffner“ Günter Schuhen ist nach wie vor fassungslos und wütend, wenn er davon berichtet.

Kater Carlo kommt mit Blut am Schulterblatt nach Hause

Carlo ist ein Freigänger, stromert sowohl tagsüber als auch nachts durch sein Brachbacher Revier. Als er am Dienstag nach Hause kommt, hat er etwas Blut am Schulterblatt, aber Günter Schuhen und seine Frau Liane denken sich zunächst nichts Böses – wohl eine der üblichen Rangeleien zwischen Katzen. Dann aber bemerkt Schuhen, dass die Verletzung keinesfalls von anderen Krallen kommt: Carlo hat ein sogenanntes Diabolo, 4,5 Millimeter, im Nacken stecken – also Munition, wie sie für Luftdruckwaffen genutzt wird.

Günter Schuhen kann wieder die Zeit mit Carlo und Labrador Apollo genießen. Carlo hat den Angriff glücklicherweise gut verkraftet.
  • Günter Schuhen kann wieder die Zeit mit Carlo und Labrador Apollo genießen. Carlo hat den Angriff glücklicherweise gut verkraftet.
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Der rot-weiße Tiger hat Glück im Unglück: Das Geschoss ist nah an der Oberfläche, Günter Schuhen kann es herausdrehen. „Der hat das nur überlebt, weil das Schulterblatt getroffen wurde“, so Schuhen. Das Diabolo hätte auch direkt ein Organ treffen oder das Tier innerlich vergiften können, dann hätte Carlo keine Chance gehabt. „Oder was ist, wenn ein Auge getroffen wird?“, fragt der Katzenbesitzer rhetorisch.

Günter Schuhen angesichts der Tierquälerei fassungslos

Schuhen ist selbst aktiver Sportschütze und Ehrenvorsitzender im Schützenverein St. Josef Brachbach. Er erkennt aufgrund des kegelförmigen Kopfes sofort, dass es sich nicht um ein Sportdiabolo handelt, sondern um handelsübliche Munition für Luftdruckwaffen. Und auch bei etwas anderem ist sich Schuhen relativ sicher: Carlo müsse irgendwo ruhig gelegen haben, als auf ihn angelegt wurde, sonst hätte der Schuss wohl nicht so „gesessen“. Günter Schuhen schüttelt den Kopf: Er und seine Frau halten seit Jahrzehnten Katzen, aber so etwas ist noch nie geschehen. „Hier das hier ist ganz neu“, kommentiert der Brachbacher mit sarkastischem Unterton.

Im Januar war der Vorgänger von Carlo mit stattlichen 20 Jahren verstorben. Doch gerade Liane Schuhen konnte es nicht lange ohne Katze aushalten. Im Internet wurden sie auf Carlo aufmerksam, der von seiner Familie aufgrund eines Umzuges schweren Herzens abgegeben werden musste. Im April wurde das Tier aus Göttingen abgeholt und fühlte sich in Brachbach ganz schnell heimisch. Auch die tierische WG mit Labrador Apollo, der ebenfalls im Haushalt lebt, klappt bestens.
Ein echter Schmusekater ist der Neuzugang allerdings nicht, lacht Günter Schuhen. Carlo ist jung, agil und eben gerne unterwegs.

Und der Trost für Schuhens, neben der Tatsache, dass die Wunde nur leicht war und bereits heilt: Auch vom Verhalten her ist Carlo sein schlimmes Erlebnis nicht anzumerken: „Er hat das gut verkraftet.“

Zuerst dachte das Ehepaar Schuhen an einen normalen Kampf unter Katern, aber dann war das Diabolo deutlich zu sehen.
Günter Schuhen kann wieder die Zeit mit Carlo und Labrador Apollo genießen. Carlo hat den Angriff glücklicherweise gut verkraftet.
Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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