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Feuerwehr übernimmt Logistik und Betrieb
Verbandsgemeinde Kirchen bekommt mobiles Testzentrum

Checken schon mal die ersten Bestände der Schnelltests: Büroleiter Michael Dützer, 1. Beigeordneter Ulrich Merzhäuser und Brachbachs Ortsbürgermeister Steffen Kappes (v.l.), der maßgeblich an der Organisation beteiligt ist.
  • Checken schon mal die ersten Bestände der Schnelltests: Büroleiter Michael Dützer, 1. Beigeordneter Ulrich Merzhäuser und Brachbachs Ortsbürgermeister Steffen Kappes (v.l.), der maßgeblich an der Organisation beteiligt ist.
  • Foto: Thorsten Stahl
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

thor Kirchen. Es kann eigentlich gar nicht genug Anlaufstellen geben: In Scharen nehmen die Menschen derzeit die Angebote für kostenlose Covid-19-Schnelltests wahr. Und bald kommt noch eines hinzu: Mitte April soll ein mobiles Testzentrum der Verbandsgemeinde Kirchen an den Start gehen. Betrieben wird es von Aktiven der Feuerwehren, weil diese nicht nur Erfahrung mit der Logistik, sondern auch medizinisch geschulte Kräfte in den eigenen Reihen haben. Das berichtet Steffen Kappes, in Personalunion stellv. Wehrleiter und Ortsbürgermeister von Brachbach, im Gespräch mit der SZ.

„Ich bin persönlich war frustriert über die letzten Gipfel-Ergebnisse in Berlin“, sagt Kappes zur Vorgeschichte. In der Folge habe er sich an den 1.

thor Kirchen. Es kann eigentlich gar nicht genug Anlaufstellen geben: In Scharen nehmen die Menschen derzeit die Angebote für kostenlose Covid-19-Schnelltests wahr. Und bald kommt noch eines hinzu: Mitte April soll ein mobiles Testzentrum der Verbandsgemeinde Kirchen an den Start gehen. Betrieben wird es von Aktiven der Feuerwehren, weil diese nicht nur Erfahrung mit der Logistik, sondern auch medizinisch geschulte Kräfte in den eigenen Reihen haben. Das berichtet Steffen Kappes, in Personalunion stellv. Wehrleiter und Ortsbürgermeister von Brachbach, im Gespräch mit der SZ.

„Ich bin persönlich war frustriert über die letzten Gipfel-Ergebnisse in Berlin“, sagt Kappes zur Vorgeschichte. In der Folge habe er sich an den 1. Beigeordneten Ulrich Merzhäuser mit dem Anliegen gewandt, dass die Verbandsgemeinde einen eigenen Beitrag leisten solle, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Der Brachbacher verweist auf das diffuse Infektionsgeschehen im AK-Land: „Das beseitige ich nur, wenn ich viel teste.“ Es gehe gerade um die Menschen ohne Symptome, die aber gleichwohl andere infizieren könnten. Diese gelte es herauszufiltern.

"Mir sind Perspektiven wichtig"

Ein verifizierter Schnelltest mit negativem Ergebnis schließe eine Infektion nicht aus, so Kappes. Es sei aber so gut wie sicher, dass man am selben Tag aufgrund der niedrigen Viruslast jemand anstecken könne. Daher wollten auch die Feuerwehren diese Möglichkeit nutzen, um endlich wieder Übungen durchzuführen. Hier gehe es um nicht weniger als die Einsatzbereitschaft, betonte der stellv. Wehrleiter: „Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.“ Und nach einem Jahr ohne Übung sehe er da bereits gewisse Probleme. Doch die Feuerwehren seien nur ein Teilaspekt der Initiative. Kappes kann sich gut vorstellen, dass dieses System z. B. auch bei Vereinen funktionieren würde: „Mit sind Perspektiven wichtig.“

Entlastung für bisherige Zentren

Das mobile Testzentrum soll zunächst für die Mitarbeiter der Verwaltung und Kommunen zur Verfügung stehen und auch die Arbeit in Kitas und Schulen unterstützen. In Friesenhagen und Brachbach sollen mindestens an Samstagen Station gemacht werden (dort gibt es derzeit keine Schnelltest-Angebote vor Ort). Laut Kappes plane man mit 500 bis 600 Tests pro Woche.

„Das ist schon eine Hausnummer und entlastet die bisherigen Testzentren.“ 6500 Stück sind bereits eingelagert worden. Wenn alles reibungslos klappt, will die mobile „Einheit“ aber auch auf Anforderung aktiv werden bzw. Termine für „Otto Normalbürger“ vergeben. In der Woche nach Ostern wird es zunächst eine Art Testlauf bei diversen Sitzungen kommunaler Gremien geben. Derzeit laufen noch Schulungen.

PCR-Tests nach positivem Befund werden nicht angeboten. Hier erfolgt die direkte Meldung ans Gesundheitsamt, die entsprechende Person muss sich direkt isolieren. Ohnehin sollten Menschen mit Symptomen oder bei Verdachtsfällen auf keinen Fall ein Schnelltest-Zentrum aufsuchen, erklärt Kappes.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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