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Mehr Häuser und Wohneinheiten möglich
„Verdichtung“ unterm Ottoturm

Diese Ansicht täuscht ein wenig: Die Änderung des Bebauungsplans betrifft nur den Bereich Ottoturm, nicht aber den Südhang. Gut möglich aber, dass die Stadt für den unteren Bereich mittelfristig ähnliche Pläne verfolgt.  Foto: thor
  • Diese Ansicht täuscht ein wenig: Die Änderung des Bebauungsplans betrifft nur den Bereich Ottoturm, nicht aber den Südhang. Gut möglich aber, dass die Stadt für den unteren Bereich mittelfristig ähnliche Pläne verfolgt. Foto: thor
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thor Kirchen. Es ist definitiv nicht die schlechteste Wohngegend in der Stadt Kirchen: Wer in Herkersdorf unterhalb des Ottoturms sein Eigenheim hat, der genießt Naturnähe, Sonne, Ruhe und eine tolle Fernsicht – und das auf durchaus stattlichen Grundstücken. Als das Baugebiet in den 1970er-Jahren erschlossen wurde, waren Größen im vierstelligen Quadratmeterbereich durchaus gewünscht. Heutzutage will kaum noch jemand so große Flächen bewirtschaften. Vor allem dann nicht, wenn man keine 30 oder 40 mehr ist.

Unter anderem die veränderten Ansprüche sind es, die die Stadt Kirchen dazu bewogen haben, nochmals Hand an den Bebauungsplan „Auf der Narr II“ zu legen – so heißt das Gebiet für Verwaltungsleute.

thor Kirchen. Es ist definitiv nicht die schlechteste Wohngegend in der Stadt Kirchen: Wer in Herkersdorf unterhalb des Ottoturms sein Eigenheim hat, der genießt Naturnähe, Sonne, Ruhe und eine tolle Fernsicht – und das auf durchaus stattlichen Grundstücken. Als das Baugebiet in den 1970er-Jahren erschlossen wurde, waren Größen im vierstelligen Quadratmeterbereich durchaus gewünscht. Heutzutage will kaum noch jemand so große Flächen bewirtschaften. Vor allem dann nicht, wenn man keine 30 oder 40 mehr ist.

Unter anderem die veränderten Ansprüche sind es, die die Stadt Kirchen dazu bewogen haben, nochmals Hand an den Bebauungsplan „Auf der Narr II“ zu legen – so heißt das Gebiet für Verwaltungsleute. Es umfasst die gesamte Wohnbebauung oberhalb des Südhangs (dieser ist planerisch selbstständig). Mit einer Veränderung des Bebauungsplans strebt die Stadt keine Erweiterung, sondern eine Verdichtung im Bestand an. Denn auch so könnte die Kommune dem unverändert hohen Bedarf an Bauland gerecht werden, zumindest teilweise.

Auslöser für die Überlegungen, so berichtet Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen, sei vor einigen Jahren das Bestreben eines Anwohners gewesen, auf seinem Grundstück ein weiteres Haus zu errichten. Das Vorhaben scheiterte aber an den Festsetzungen des gültigen Bebauungsplans. „Der Stadtrat war aber der Meinung, die Idee ist ja gar nicht schlecht“, so Hundhausen – also machte man sich auf den formalen Weg, bei dem das Wohngebiet und sein Potenzial noch einmal genau unter die Lupe genommen wurden.

Am Dienstagabend wurde im Stadtrat ein weiteres Etappenziel erreicht, als die Mitglieder dem vom Bauamt erarbeiteten Entwurf für die Änderung des Bebauungsplans zustimmten. In der Vorlage hieß es dazu: „Ziel ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine behutsame Weiterentwicklung des beliebten Wohngebiets zu schaffen.“ Und Hundhausen betonte nochmals die beiden wichtigsten Punkte: Künftig sollen zum einen weitere Gebäude möglich sein, zum anderen aber auch mehr Wohneinheiten in den Bestandsimmobilien.

Der „hochwertige“ Charakter des Wohngebiets soll dabei erhalten bleiben. Zusätzlich möchte die Stadt auch den öffentlichen Raum aufwerten, etwa durch neue Sitzgelegenheiten. Im nordöstlichen Randbereich ist eine Grünfläche geplant. Unklar ist noch, ob die Stadt Kirchen hier die sogenannten „Schottergärten“ verbieten kann, diesbezüglich wartet man noch auf eine Antwort des Umweltministeriums.

„Eine Nachverdichtung ist immer besser als ein Stück aus dem Wald rauszuhauen“, sagte Kurt Möller (Grüne). Gleichwohl hatte seine Fraktion in einem Punkt Bedenken: Schon seit geraumer Zeit ist es den Grünen ein Dorn im Auge, dass der Rat immer wieder Abweichungen zu gültigen Bebauungsplänen zustimmt. Deshalb fremdelten sie auch bei den jetzt wieder geplanten Festsetzungen für die „Narr“ und enthielten sich der Stimme. Die Verwaltung wird nun die weiteren Verfahrensschritte einleiten.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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