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Kreisel-Stau und "Ausweichrouten"
Verkehr bleibt verzwicktes Thema

So sieht es üblicherweise im morgendlichen Berufsverkehr vor dem Kreisel in Niederschelderhütte aus. Da nutzen viele Fahrer Ausweichrouten.  Archivfoto: thor
  • So sieht es üblicherweise im morgendlichen Berufsverkehr vor dem Kreisel in Niederschelderhütte aus. Da nutzen viele Fahrer Ausweichrouten. Archivfoto: thor
  • hochgeladen von Nadine Buderath (Redakteurin)

nb Mudersbach. Wo Mittelstraße Niederschelderhütte drauf steht, ist auch immer HTS-Kreisel mit drin. Denn letzterer – oder genauer gesagt: der morgendliche Rush-Hour-Stau davor – hat dafür gesorgt, dass der Verkehr in der parallel verlaufenden Mittelstraße deutlich gestiegen ist. Ein Zustand, den die Anwohner schon seit längerem beklagen. Und ein Thema, das die politischen Gremien in Mudersbach ebenfalls nicht erst seit gestern beschäftigt.

Aber auch wenn die NRW-Ferien dafür sorgen, dass die Verkehrssituation im Grenzgebiet derzeit etwas entspannter ist, bleibt das Thema aktuell und stand am Dienstagabend auch auf der Agenda der ersten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

nb Mudersbach. Wo Mittelstraße Niederschelderhütte drauf steht, ist auch immer HTS-Kreisel mit drin. Denn letzterer – oder genauer gesagt: der morgendliche Rush-Hour-Stau davor – hat dafür gesorgt, dass der Verkehr in der parallel verlaufenden Mittelstraße deutlich gestiegen ist. Ein Zustand, den die Anwohner schon seit längerem beklagen. Und ein Thema, das die politischen Gremien in Mudersbach ebenfalls nicht erst seit gestern beschäftigt.

Aber auch wenn die NRW-Ferien dafür sorgen, dass die Verkehrssituation im Grenzgebiet derzeit etwas entspannter ist, bleibt das Thema aktuell und stand am Dienstagabend auch auf der Agenda der ersten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Die Wählergruppe Stötzel hatte beantragt, dass im Gremium die Ist-Situation besprochen und je nach Ergebnis die Verwaltung mit Lösungsvorschlägen beauftragt werden solle. Dabei ging es im Antrag nicht nur um die Mittelstraße, sondern auch um die Berg- und Glück-auf-Straße in Mudersbach, wo Anlieger ebenfalls die Ausweichstrecken-Problematik beklagen würden. Zudem würde in allen drei Straßen häufig schneller als die erlaubten 30 km/h gefahren.

Die Situation sei in der Tat vollkommen unbefriedigend, befand Ortsbürgermeister Maik Köhler. Doch weder der Ortschef noch der 1. Beigeordnete Bernhard Steiner oder die anwesenden Vertreter des Kirchener Ordnungsamtes konnten so wirklich große Hoffnung auf entscheidende Veränderungen dieses Zustands machen.

Christoph Muhl von der Verwaltung kam anfangs der Diskussion auf ein ganz offensichtliches Problem zu sprechen: die Baustelle auf der Schelder „Schossi“ bzw. Siegbrücke. Die sorge vermehrt dafür, dass Fahrer aus der Adolfstraße kommend den Weg über den HTS-Kreisel nehmen. „Wir hoffen nach Abschluss auf Entspannung“, so Muhl. Er kam auch auf die „erste“ Ampel auf der HTS zu sprechen, die, so habe die Polizei verlauten lassen, ebenfalls den Rückstau mit bedinge. Über die Ampelschaltung wolle man noch einmal mit den Siegener Kollegen von Straßen NRW sprechen.

In der Mittelstraße, so Muhl zu den Maßnahmen weiter, sei man verstärkt mit dem Radarwagen unterwegs. Aber es gelte eben auch: „Wir können nicht nur dort stehen.“

Zuletzt erläuterte Muhl, dass die Verkehrstafel an der Bergstraße nun die Seite gewechselt habe und noch weitere zwei bis drei Wochen ihren Dienst tun und Daten sammeln werde. Sobald die Zahlen da seien, würden sie ausgewertet.

In Sachen HTS-Ampelanlagen, an den Abzweigen zur Siegtal- bzw. Maccostraße/Industriegebiet, hakte Bernhard Steiner ein und warnte vor zu großen Hoffnungen. Die Stellflächen, also die Straßenstücke, wo Fahrzeuge vor Ampeln anhalten müssen, seien eingeschränkt. Zudem hätten eben auch Fahrer aus den Seitenstraßen das Recht, auf die Schnellstraße zu kommen, ohne stundenlang warten zu müssen. An den Ampelphasen könne man da also eher wenig drehen.

Jens Stötzel sprach den Wunsch vieler Mittelstraßenanwohner nach einer Einbahnstraßen oder Anlieger-frei-Regelung an. „Die können wir nicht einrichten“, beschied Bernd Schmidt, ebenfalls in der Kirchener Verwaltung tätig. Es handele sich hier schließlich um eine ganz normale Straße, zudem würde durch solch eine Maßnahme der Verkehr nur verlagert.

Walter Hauptmann (CDU) fasste das Verkehrs-Dilemma so zusammen: „Wir sind an dem Thema schon seit langem dran. Die Maßnahmen sind ausgeschöpft.“ Und Ortsbürgermeister Köhler unterstrich noch mal, dass das Verkehrsaufkommen eben einfach sehr hoch sei: „Wir sind eine Auto-Gesellschaft.“

Er fasste noch einmal zusammen: Es werde weiter auf die Geschwindikeitsüberwachung gesetzt, in Sachen Ampelschaltung noch einmal Rücksprache gehalten und abgewartet, wie sich das Ende der Baustelle in Niederschelden auf das Ganze auswirkt.

Bernhard Steiner guckte derweil schon etwas weiter in die Zukunft. Wenn erst die Baumaßnahme auf der B 62 komme, warnte er, müssten auf jeden Fall auch mehrere Umleitungen eingerichtet werden und die Anwohner mit mehr Verkehr leben: „Das wird eine harte Zeit für uns alle.“

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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