Neubau des Feuerwehrhauses steht bevor
Verschnaufpause bei „Lebendige Zentren“

Das rote Backsteingebäude an der Ecke Kölner Straße/Mittelstraße steht seit Jahren leer und verfällt immer mehr. Noch aber konnte sich die Ortsgemeinde mit dem Eigentümer nicht über einen Kaufpreis einigen.
  • Das rote Backsteingebäude an der Ecke Kölner Straße/Mittelstraße steht seit Jahren leer und verfällt immer mehr. Noch aber konnte sich die Ortsgemeinde mit dem Eigentümer nicht über einen Kaufpreis einigen.
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thor Niederschelderhütte. Bei diesem Gebäude käme jeder Zuschussantrag für eine Modernisierungsmaßnahme deutlich zu spät: Das Haus an der Ecke Kölner Straße/Mittelstraße hat seine beste Zeit lange hinter sich. Im Dach klaffen erste Löcher, alles wirkt verwahrlost. Dabei befindet sich das Haus mitten im Sanierungsgebiet „Lebendige Zentren“ – und trotzdem hat es keine Zukunft. Doch der Reihe nach.

Wichtiges Etappenziel erreicht

Mit dem Förderprogramm von Bund und Land im Rücken hat sich die Ortsgemeinde Mudersbach vor geraumer Zeit auf den Weg gemacht, um das Ortsbild von Niederschelderhütte und somit auch die Lebensqualität vor Ort deutlich aufzuwerten. Dabei hat sich unabhängig davon in den vergangenen Jahren bereits einiges getan: Neubau des Lidl-Marktes, Bau der der Park-and-ride-Anlage, Ansiedlung zweier Betriebe vor dem Kreisel.

Nachdem mit Fördermitteln von „Lebendige Zentren“ die sogenannte Stürze-Treppe runderneuert wurde, herrscht gerade eine Art Verschnaufpause. Von Stillstand kann nach Einschätzung von Ortsbürgermeister Christian Peter allerdings keine Rede sein: „Ich bin guten Mutes, dass es zügig weitergeht.“ Mit dem Abriss der alten Meinhardt-Hallen am Hüttenweg wurde dieses Jahr ein wichtiges Etappenziel erreicht. Momentan läuft die Untersuchung der großen Stützmauer, erste Bohrkerne wurden gezogen.

Vermarktung über Investorenwettbewerb

Die nächste sichtbare Weiterentwicklung auf dem Gelände dürfte der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus sein. Frank Reifenrath vom Kirchener Bauamt geht von einem Termin im Februar aus, im Dezember sollen im Rat die ersten Aufträge vergeben werden. Vonseiten der Aufsichtsbehörde sei ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn genehmigt worden. Es folgen parallel weitere Abbrucharbeiten auf dem Gelände und das Versetzen des Salzsilos.

Die Feuerwehrkameraden werden bekanntlich auch neue Nachbarn erhalten. Die weitere Vermarktung des Geländes soll über einen Investorenwettbewerb gesteuert werden. Dass es bereits Interessenten gibt, ließ Peter zwischen den Zeilen anklingen. Und auch „weiter unten“ in Niederschelderhütte sind privatwirtschaftliche Ideen gefragt. Denn auch das ehemalige Haus Recht bzw. das Areal an der Kölner Straße warten auf einen Käufer und eine neue Nutzung: „Ob Abriss und Neubau oder Umgestaltung, das muss dann der Investor entscheiden.“

Probleme gibt es beim Grunderwerb

Ein zentraler Bestandteil des Förderprogramms ist ohnehin die private Ebene. Jeder Immobilienbesitzer im Sanierungsgebiet kann für Modernisierungen und Instandsetzungsarbeiten auf durchaus stattliche Zuschüsse hoffen – man muss sich nur aufraffen. Projektleiterin Christina Czogalla würde sich freuen, wenn die Schelderhütter das Angebot noch viel stärker als bislang in Anspruch nehmen würden.
Doch auch die Ortsgemeinde selbst will noch aktiv werden – denn sowohl gegenüber des Rewe-Marktes an der Adolfstraße als auch gegenüber des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Charlottenhütten sind eigentlich kleinere Parkanlagen geplant – nicht jede politische Gruppierung im Rat hält das für notwendig.

Was sich davon umsetzen lässt, müsse man sehen, so Ortsbürgermeister Peter. Probleme gibt es noch beim Grunderwerb. Zwar hat die Gemeinde schon Häuser an der Kölner Straße gekauft, nur eben das eingangs erwähnte nicht. Der Ortsbürgermeister bestätigte laufende Verhandlungen – mit anderen Worten: Bislang liegen die Preisvorstellungen von Gemeinde und Eigentümer offensichtlich noch sehr weit auseinander. Rein städtebaulich wäre der Abriss dieser Häuserzeile jedenfalls ein Gewinn für Niederschelderhütte.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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