Wasserverein Brachbach ist gut aufgestellt
Wasser läuft – trotz Corona

Hermann Zöller, Detlef Siedl und Edwin Mees (v.l.) haben der SZ jetzt die wichtigsten Infos aus der Jahreshauptversammlung berichtet – denn die musste wegen der Coronakrise gecancelt werden.  Foto: damo
  • Hermann Zöller, Detlef Siedl und Edwin Mees (v.l.) haben der SZ jetzt die wichtigsten Infos aus der Jahreshauptversammlung berichtet – denn die musste wegen der Coronakrise gecancelt werden. Foto: damo
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damo Brachbach. Normalerweise hätten die Botschaften dieses Artikels die Brachbacher längst erreichen sollen. Aber was ist das Wörtchen „normal“ in der Coronakrise noch wert? Nichts, und das hat auch der Brachbacher Wasserverein vor einigen Tagen am eigenen Leib erfahren.

So musste vor zwei Wochen die Jahreshauptversammlung eine halbe Stunde vor ihrem geplanten Beginn abgesagt werden. Statt im Pfarrheim auf die Mitglieder zu warten, haben die Vorstandsmitglieder die Begrüßung an die Eingangstür verlegt und direkt mit der Verabschiedung verbunden: Alle, die kamen, mussten nach Hause geschickt werden. Nun ist das in Zeiten des Coronavirus kein Alleinstellungsmerkmal; weil der Wasserverein aber einen ganzen Ort mit dem Lebensmittel Nummer 1 versorgt, haben sich die Vorstandsmitglieder mit der SZ getroffen, um zumindest die wichtigsten Botschaften unters Brachbacher Volk zu bringen.

Vorweg: Dieser Artikel ersetzt die Jahreshauptversammlung nicht, denn vieles kann nur die Summe der Mitglieder per offizieller Abstimmung entscheiden. „Wir werden das Treffen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen“, betont deshalb Geschäftsführer Edwin Mees im Gespräch mit der SZ. Dass der neue Termin noch nicht feststeht, liegt auf der Hand. Und weil es bis dahin eben noch ein bisschen dauern kann, sind hier die wichtigsten Nachrichten aus den Hochbehältern und Stollen:

• Auch in Zeiten von Corona ist die Trinkwasserversorgung gesichert – und über den Wasserhahn besteht nach Aussage des Vorstands keinerlei Infektionsrisiko. Die Wasserversorgung läuft automatisiert; keiner der ehrenamtlichen Wasserwerker muss in diesen Zeiten mit dem Wasser in Berührung kommen. Und dass das gesamte Team wegen einer Covid-19-Infektion ausfällt, ist ebenfalls höchst unwahrscheinlich: Der Vorstand hat das Wassernetz mittlerweile vom heimischen PC aus im Blick, sodass sich die Ehrenamtler im Moment nicht im Hochbehälter treffen müssen. Folglich erscheint das Szenario, dass die Vereins-Wasserwerker reihenweise in Quarantäne geschickt werden, völlig abwegig.

• Auch für den Fall eines neuerlichen Dürresommers ist der Verein gerüstet: Der Waldstollen ist technisch mittlerweile so ausgestattet, dass er per Knopfdruck Wasser liefern kann. Derzeit laufen die Pumpen nur wenige Minuten in der Woche: „Damit sich kein Wasser in der Leitung staut und die Pumpe nicht fest wird“, erklärt Vorsitzender Hermann Zöller. Nur im Bedarfsfall und in Abstimmung mit der Wasserbehörde dürfen die Brachbacher ihr neues Reservoir anzapfen. Aber wenn es gebraucht wird, steht es zur Verfügung – und die Vorräte dort schätzt Zöller als sehr groß ein: „Das ist unser tiefster Stollen.“

• Der Wasserpreis soll stabil bleiben: „Unsere Kassenlage lässt das zu“, erklärt Mees. Und so soll, mittlerweile im fünften Jahr in Folge, nicht an der Gebührenschraube gedreht werde. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Pro Kubikmeter werden 1,05 Euro in Rechnung gestellt, der monatliche Grundpreis beläuft sich auf 4,50 Euro (plus jeweils 7 Prozent Mehrwertsteuer). Die Mitgliederversammlung muss diesen Wasserpreis noch formal beschließen; weil sie das rückwirkend tun kann, dürfen sich die Brachbacher Haushalte getrost auf Preisstabilität im Jahr 2020 einstellen.

• Noch ein Blick in die Statistik: Der Wasserverbrauch war im vergangenen Jahr leicht rückläufig – verglichen wohlgemerkt mit dem Dürrejahr 2018. „Im letzten Jahr war es zwar alles in allem sehr heiß, aber es gab auch immer mal wieder Regentage“, erklärt Beisitzer Detlef Siedl. Das dürfte sich vor allem auf den Verbrauch in den Gärten ausgewirkt haben – und speziell in einer sehr großen Grünanlage: Der Sportverein hat 2019 deutlich weniger Wasser für die Rasenpflege verwenden müssen als 2018.

Alle weiteren Infos wird’s bei der Jahreshauptversammlung geben – wann auch immer das Wörtchen „normal“ wieder das bedeutet, was wir alle damit verbinden.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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