SZ

Generationenwechsel in Brachbach
Wasserverein: Daniel Böhmer folgt auf Hermann Zöller

Generationswechsel beim Wasserverein: Hermann Zöller (vorne rechts) übergibt das Amt des Vorsitzenden an Daniel Böhmer (hinten rechts). Und Alexander Baumeister übernimmt den Vorstandsposten von Helmut Welp.
  • Generationswechsel beim Wasserverein: Hermann Zöller (vorne rechts) übergibt das Amt des Vorsitzenden an Daniel Böhmer (hinten rechts). Und Alexander Baumeister übernimmt den Vorstandsposten von Helmut Welp.
  • Foto: damo
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

damo Brachbach. Er kennt jede Brachbacher Wasserleitung persönlich, spaziert mit schlafwandlerischer Sicherheit durch die Stollen, und jeder Handgriff, den er im Hochbehälter tut, sitzt: Das Thema Wasserversorgung in Brachbach kann man kaum ohne Hermann Zöller denken. Jetzt, nach 40 Jahren im Vorstand, tritt der Vorsitzende zurück ins zweite Glied.
22 Jahre lang stand der 83-Jährige an der Spitze des Vereins – und so ist sein Wechsel ins Amt des Beisitzers eine Zäsur für die Brachbacher Trinkwassergewinnung. Zugleich ist sie Teil eines Generationswechsels. Denn Zöllers Nachfolger ist nicht einmal halb so alt: Neuer Vorsitzender ist Daniel Böhmer.

damo Brachbach. Er kennt jede Brachbacher Wasserleitung persönlich, spaziert mit schlafwandlerischer Sicherheit durch die Stollen, und jeder Handgriff, den er im Hochbehälter tut, sitzt: Das Thema Wasserversorgung in Brachbach kann man kaum ohne Hermann Zöller denken. Jetzt, nach 40 Jahren im Vorstand, tritt der Vorsitzende zurück ins zweite Glied.
22 Jahre lang stand der 83-Jährige an der Spitze des Vereins – und so ist sein Wechsel ins Amt des Beisitzers eine Zäsur für die Brachbacher Trinkwassergewinnung. Zugleich ist sie Teil eines Generationswechsels. Denn Zöllers Nachfolger ist nicht einmal halb so alt: Neuer Vorsitzender ist Daniel Böhmer.

Daniel Böhmer neuer Vorsitzender des Wasservereins Brachbach

Schaut man auf den Beruf des 40-Jährigen, dann erscheint er auf den ersten Blick als prädestinierter Nachfolger: Böhmer arbeitet als Kundendienstmonteur für Gas, Wasser und Heizung. „Ich weiß also, wie ein Schieber aussieht“, sagt er schmunzelnd. Dass er sich für das Vorstandsamt zur Verfügung gestellt hat, ist schnell erklärt: „Die eigene Wasserversorgung ist es wert, erhalten zu werden. Wenn keiner mehr die ehrenamtlichen Ämter übernimmt, dann werden wir ans Netz angeschlossen – und das wollen wir nicht.“

So denkt auch Alexander Baumeister, das zweite neue und junge Gesicht im Vorstand: Er löst den 80-jährigen Helmut Welp als Beisitzer ab. Beide Personalien müssen noch von der Mitgliederversammlung bestätigt werden – bislang war das wegen der Pandemie schlicht nicht möglich, und das hat auch das Vereinsregister eingesehen und den Wechsel des Vorsitzenden bereits bestätigt.

Generationenwechsel beim Wasserverein Brachbach

Mit diesen beiden personellen Veränderungen ist der Generationswechsel eingeleitet, aber noch nicht vollendet: Auch die übrigen Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands, Edwin Mees und Georg Müller, engagieren sich schon seit Jahrzehnten für ihre Mitbürger – irgendwann müssen auch für sie Nachfolger gesucht werden. „Aushilfen lassen sich leicht finden“, berichtet Geschäftsführer Mees aus Erfahrung, „so ist zum Beispiel immer jemand da, wenn die Wasseruhren abgelesen werden müssen. Allerdings ist es deutlich schwerer, jemanden aufzutun, der dauerhaft Verantwortung übernimmt“. Aber: „Wir halten die Augen auf.“

In Brachbach bekommt man kostengünstig hochwertiges Wasser

Was die Suche erleichtern könnte, ist die Tatsache, dass es im Wasserverein gut läuft. Die Hochbehälter sind intakt, der Verein verfügt über mehrere Stollen, und das Leitungsnetz ist in all den Jahren kontinuierlich instand gehalten worden. Auch wirtschaftlich steht der Verein auf soliden Füßen. Das wirkt sich auch auf den Wasserpreis aus: Der bleibt in diesem Jahr so, wie er war – mit anderen Worten: Die Brachbacher bekommen nicht nur qualitativ hochwertiges Wasser, sondern auch preisgünstiges.
Davon ist im vergangenen Jahr, vor allem im ersten Pandemie-Sommer, etwas mehr durch die Leitungen gerauscht als in den Vorjahren. „Gerade im Sommer haben wir gespürt, dass viele Leute nicht in den Urlaub gefahren sind, sondern sich einen Pool gekauft haben“, berichtet Georg Müller im Gespräch mit der SZ.

Trotzdem aber sind aktuell keinerlei Engpässe zu befürchten – und zwar nicht nur, weil ja neuerdings auch der Tiefe Zecher Stollen als Reserve zur Verfügung steht, erklärt Müller: „Unsere Stollen laufen im Moment alle über. Der Wasserstand ist so hoch, wie wir das aus den letzten drei Jahren gar nicht mehr kennen.“

Alter Wasserstollen geht baden
Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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