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Image-Film über das Wildenburger Land
Werbung für ein Stück Paradies

Sanft geschwungene Hügel, Bachtäler, Kapellen und Burgen: Das Wildenburger Land steht nicht zufällig unter Schutz. Diese Werte gilt es zu erhalten, meint die Bürgerinitiative. Ein neuer Kurzfilm soll helfen, die „Landschaft unter Druck“ vor unkorrigierbaren Eingriffen zu bewahren.
  • Sanft geschwungene Hügel, Bachtäler, Kapellen und Burgen: Das Wildenburger Land steht nicht zufällig unter Schutz. Diese Werte gilt es zu erhalten, meint die Bürgerinitiative. Ein neuer Kurzfilm soll helfen, die „Landschaft unter Druck“ vor unkorrigierbaren Eingriffen zu bewahren.
  • Foto: Daniel Montanus
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

damo Friesenhagen. Windräder bei Steeg und an der Grenze zu Morsbach? Photovoltaikanlagen auf den Wiesen? Eine Erweiterung des Gewerbegebiets Steeg? „Der Druck auf die Landschaft des Wildenburger Lands wächst weiter“, bilanziert Udo Otterbach. Und der Sprecher der BI Wildenburger Land lässt im SZ-Gespräch keinen Raum für Zweifel daran, dass die Bürgerinitiative diese Entwicklung nicht so einfach zulassen will.
Der erste Schritt für die BI ist die Information. „Wir wollen, dass die Menschen im Wildenburger Land frühzeitig erfahren, wie sich ihre Umgebung verändern könnte – und nicht erst dann, wenn Fakten geschaffen worden sind“, erklärt Otterbach. Problem dabei: In Zeiten der Corona-Pandemie sind öffentliche Informationsveranstaltungen schlicht nicht machbar.

damo Friesenhagen. Windräder bei Steeg und an der Grenze zu Morsbach? Photovoltaikanlagen auf den Wiesen? Eine Erweiterung des Gewerbegebiets Steeg? „Der Druck auf die Landschaft des Wildenburger Lands wächst weiter“, bilanziert Udo Otterbach. Und der Sprecher der BI Wildenburger Land lässt im SZ-Gespräch keinen Raum für Zweifel daran, dass die Bürgerinitiative diese Entwicklung nicht so einfach zulassen will.
Der erste Schritt für die BI ist die Information. „Wir wollen, dass die Menschen im Wildenburger Land frühzeitig erfahren, wie sich ihre Umgebung verändern könnte – und nicht erst dann, wenn Fakten geschaffen worden sind“, erklärt Otterbach. Problem dabei: In Zeiten der Corona-Pandemie sind öffentliche Informationsveranstaltungen schlicht nicht machbar. Also muss die BI andere Wege suchen. Und einen hat sie gefunden: Zum Jahresende hat die Initiative einen Image-Film übers Wildenburger Land fertiggestellt. Einzelne Sequenzen gab es schon vorher, aber der Kurzfilm ist noch einmal deutlich erweitert worden.

„Rückzugsraum für Mensch und Natur“

Unter dem Titel „Ein Stück Paradies, das aus dem Himmel gefallen ist“ präsentiert die BI auf ihrer Internetseite www.bi-wildenburgerland.de und bei YouTube (https://youtu.be/c2crQqZa4rg) den Film – und damit eine hübsch visualisierte Zusammenfassung dessen, was aus ihrer Sicht das Landschaftsschutzgebiet Wildenburger Land ausmacht. Der Film genügt allemal professionellen Ansprüchen – was kein Wunder ist, schließlich hat mit BI-Mitglied Björn Kempa ein Profi gefilmt, geschnitten und Regie geführt.
„Wir reden nicht nur über eine außergewöhnliche schöne Kulturlandschaft, sondern zugleich über einen Rückzugsraum für Mensch und Natur“, sagt Otterbach und kommt auf die vielen Spaziergänger zu sprechen, die gerade wieder an den Weihnachtstagen von Kapelle zu Kapelle oder am Fuße der Wildenburg gewandert sind. „Es kommt nicht von ungefähr, dass das Wildenburger Land so viele Menschen anzieht“, meint Otterbach.
„Aber wenn man dann auf einen Windpark oder PV-Anlagen blicken würde oder der Ortsteil Steeg immer mehr in ein Gewerbegebiet verwandelt würde, dann bleibt nicht mehr viel“, mahnt der BI-Sprecher: „Und wir brauchen solche Rückzugsorte, um zu uns selbst zu finden.“ Und auch die Tierwelt sei auf intakte Refugien angewiesen.

Weitere Aktionen im nächsten Jahr

All das ist Grund genug für die BI, ihren Kurs fortzusetzen. Und so steht für die Aktiven fest, dass sie auch im kommenden Jahr mit weiteren Aktionen auf die „Landschaft unter Druck“ hinweisen werden. Die Fortschreibung des Artenschutzgutachtens ist praktisch fertig, berichtet Otterbach, und zudem werde überlegt, an die erfolgreiche Schilderaktion anzuknüpfen. Zur Erinnerung: Rund 100 Schilder, die den Wert des Landschaftsschutzgebiets illustrieren, sind auf Privatgrundstücken aufgestellt worden – und fast alle sind noch da. „Sie zeugen davon, wie sehr die Bevölkerung mit ihrer Heimat verbunden ist und diese nachhaltig für die nachfolgenden Generationen erhalten möchte“, meint Otterbach.

„Wollen die Friesenhagener all das wirklich?“

Denkbar sei, Monat für Monat mit großen Transparenten oder Bannern auf den Wert der Landschaft und zugleich auf drohende Einschnitte hinzuweisen. „Es steht außer Frage, dass Politik und Lobbygruppen stetig unterwegs sind“, mahnt Otterbach. Und deshalb sei es wichtig, die Bevölkerung weiter mit plakativen Aktionen ins Boot zu holen. Denn nur, wenn die Friesenhagener umfassend informiert sind, könnten sie die entscheidende Frage beantworten: „Wollen wir all das wirklich?“
Wenn sich eine Mehrheit für PV-Anlagen, Windräder und neue Gewerbegebiete ausspricht, dann werde die BI das akzeptieren: „Wir wollen niemanden bevormunden.“ Aber daran glaubt Otterbach nicht: „Wollen die Friesenhagener all das wirklich?“

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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