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Neuer Firmensitz in Weidenau geplant (Update)
Westfalen-Gruppe schließt Standort Brachbach

Der Standort von Westfalen Medical an der Brachbacher Industriestraße wird vom Mutterkonzern aufgegeben. 40 Mitarbeiter, die nicht übernommen werden, sollen in einer Transfergesellschaft wechseln.
  • Der Standort von Westfalen Medical an der Brachbacher Industriestraße wird vom Mutterkonzern aufgegeben. 40 Mitarbeiter, die nicht übernommen werden, sollen in einer Transfergesellschaft wechseln.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

thor Brachbach. Erst vor fünf Jahren war die Westfalen-Gruppe mit Sitz in Münster bei der damaligen Medica-Technik GmbH als Mehrheitsgesellschafter eingestiegen. Im Zuge von Umstrukturierungen wird die Westfalen-Gruppe den Standort an der Industriestraße in Brachbach schließen.
„Im Rahmen unserer strategischen Neuausrichtung konzentrieren wir uns konsequent auf unsere Stärken“, wird Dr. Thomas Perkmann, Vorstandsvorsitzender der Westfalen Gruppe, in einer recht knappen Pressemitteilung zitiert. „Unser Ziel bleibt es, in unserem Kerngeschäft zu wachsen und uns für die Zukunft stark aufzustellen.“ 
Übergang in eine Transfergesellschaft angebotenIn diesem Zusammenhang schließe das Unternehmen zum 1.

thor Brachbach. Erst vor fünf Jahren war die Westfalen-Gruppe mit Sitz in Münster bei der damaligen Medica-Technik GmbH als Mehrheitsgesellschafter eingestiegen. Im Zuge von Umstrukturierungen wird die Westfalen-Gruppe den Standort an der Industriestraße in Brachbach schließen.
„Im Rahmen unserer strategischen Neuausrichtung konzentrieren wir uns konsequent auf unsere Stärken“, wird Dr. Thomas Perkmann, Vorstandsvorsitzender der Westfalen Gruppe, in einer recht knappen Pressemitteilung zitiert. „Unser Ziel bleibt es, in unserem Kerngeschäft zu wachsen und uns für die Zukunft stark aufzustellen.“ 

Übergang in eine Transfergesellschaft angeboten

In diesem Zusammenhang schließe das Unternehmen zum 1. September das Reha- und das klassische Homecare-Geschäft der Tochtergesellschaft Westfalen Medical und konzentriere sich auf die weiterhin erfolgreiche Sauerstofftherapie. Den rund 40 Mitarbeitern, die nicht im Sauerstoff-Bereich der Medical eingesetzt werden könnten, biete die Westfalen Gruppe den Übergang in eine Transfergesellschaft an, um sie auf ihrem Weg in eine Anschlussbeschäftigung zu begleiten.
Auf Nachfrage der SZ erklärte eine Unternehmenssprecherin, dass der Standort vollständig im nächsten Jahr aufgegeben werde. Dann läuft dem Vernehmen nach auch der Mietvertrag aus. Inzwischen wurde bekannt, dass die Westfalen-Gruppe in Weidenau einen komplett neuen Firmensitz  mit 100 Arbeitsplätzen aufbauen will.
Die in den 70er-Jahren gegründete Firma Medica-Technik war 2008 vom damaligen Kirchener Wirtschaftsförderer Werner Becker von Siegen in die Verbandsgemeinde gelockt worden und hatte sich zu einem führenden Dienstleister im Gesundheitswesen entwickelt. Von Brachbach aus wurde die Versorgung von Arztpraxen, Pflegeheimen, Pflegediensten, Kliniken und Patienten gesteuert. Zudem engagierte man sich stark im Reha-Sport-Bereich. Noch 2014 hatte man einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro erzielt.

Ortsbürgermeister sehr unzufrieden

Brachbachs Ortsbürgermeister Steffen Kappes hatte bereits Gerüchte vernommen, dass sich bei Westfalen Medical etwas ändern werde – und er machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Vielleicht ist das ja mal ein Warnsignal für alle übergeordneten Behörden.“ Damit meinte der Ortsbürgermeister die schon seit Jahren laufenden Bemühungen der Gemeinde, das Industriegebiet mit einer neuen Zufahrt zu erschließen und auch zusätzliche gewerbliche Flächen zu schaffen. Bei Westfalen Medical sei es letztlich wohl nicht nur ein Anbindungs-, sondern auch ein Platzproblem gewesen.Für Kappes mahlen die Mühlen der Bürokratie viel zu langsam, es gebe kaum ein Vorankommen. Er habe den (subjektiven) Eindruck, dass man gerade in Rheinland-Pfalz noch mehr Hürden aufbaue als anderswo. „Ich bin maßlos enttäuscht darüber, dass man nicht konstruktiv an Lösungen arbeitet“, so der Ortsbürgermeister.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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