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Die Bagger rücken schon wieder an
Wieder Ärger in der Hochstraße

Es ist gut zu erkennen, dass von den jetzt im Bereich der „Hell“ laufenden Arbeiten auch wieder einige Meter der Hochstraße betroffen waren. Nun beschweren sich Anlieger über die drohende „Flickschusterei“.
  • Es ist gut zu erkennen, dass von den jetzt im Bereich der „Hell“ laufenden Arbeiten auch wieder einige Meter der Hochstraße betroffen waren. Nun beschweren sich Anlieger über die drohende „Flickschusterei“.
  • Foto: Thorsten Stahl
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

thor Brachbach. Die Ruhe hat nicht lange gewährt: In der Hochstraße in Brachbach geht es wieder hoch her, wenn auch nur in einem Teilbereich. Der Ärger von Anliegern ist deshalb erneut aufgeflammt, weil zwei Jahre nach dem lange Zeit umstrittenen Ausbau erneut Bagger wegen Leitungsarbeiten angerollt waren und die Straße aufgerissen haben. Betroffen ist hier der Einmündungsbereich zur Straße „Auf der Hell“. Hille Buhr, deren Mutter in dem betroffenen Bereich lebt, spricht von einem Schildbürgerstreich und fordert nun von Verbands- und Ortsgemeinde die gezahlten Beiträge von mehr als 10 000 Euro zurück.
In der Tat ist es eigentlich mittlerweile üblich, dass bei einem anstehenden Straßenausbau auch alle Versorger mit ins Boot geholt werden, damit anschließend für Jahrzehnte Ruhe herrscht.

thor Brachbach. Die Ruhe hat nicht lange gewährt: In der Hochstraße in Brachbach geht es wieder hoch her, wenn auch nur in einem Teilbereich. Der Ärger von Anliegern ist deshalb erneut aufgeflammt, weil zwei Jahre nach dem lange Zeit umstrittenen Ausbau erneut Bagger wegen Leitungsarbeiten angerollt waren und die Straße aufgerissen haben. Betroffen ist hier der Einmündungsbereich zur Straße „Auf der Hell“. Hille Buhr, deren Mutter in dem betroffenen Bereich lebt, spricht von einem Schildbürgerstreich und fordert nun von Verbands- und Ortsgemeinde die gezahlten Beiträge von mehr als 10 000 Euro zurück.
In der Tat ist es eigentlich mittlerweile üblich, dass bei einem anstehenden Straßenausbau auch alle Versorger mit ins Boot geholt werden, damit anschließend für Jahrzehnte Ruhe herrscht. Das ist eigentlich auch in der Hochstraße so praktiziert worden, allerdings war besagtes Teilstück auch vom Ausbau der „Hell“ betroffen. Hier musste noch an Anschlüssen gearbeitet werden.

Keine Nachteile für Anlieger?

So war in diesem Bereich auch der Verein Wasserwerk Brachbach aktiv. Andreas Reitz berichtet, dass an einem Nachbarhaus der Familie Buhr ein Abstellschieber defekt war: „Es wäre fatal gewesen, wenn wir das liegengelassen hätten.“ Der Austausch falle unter die Gewährleistung der Baufirma. Bei der seinerzeitigen Erneuerung der Wasserleitung habe man die Kreuzung ausgespart, zum einen in Kenntnis des anstehenden Ausbaus der „Hell“, zum anderen zur Vermeidung einer „Naht“ genau in diesem etwas kritischen Bereich, erklärte Reitz.

Diese werden nun um einige Meter verlegt. Fakt sei: Durch die Arbeiten entstünden den Anliegern keine Nachteile. Stefan Strunk vom Bauamt Kirchen berichtete auf Nachfrage, dass der zeitgleiche Ausbau beider Straßen u. a. deshalb nicht möglich gewesen sei, weil man noch länger auf die Planungen der EAM (Energie-Netz Mitte) hätte warten müssen. Nach Fertigstellung der laufenden Arbeiten erhalte der Teilbereich eine komplett neue Deckschicht, Beiträge würden nicht erhoben. Vonseiten der Verbandsgemeinde-Werke sprach man von einem „ganz normalen Vorgang“.

"Es wäre schön gewesen, wenn das parallel gelaufen wäre."
- Steffen Kappes, Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister Steffen Kappes stellte wie Strunk heraus, dass die Maßnahme für die Anlieger kostenneutral bleibe. „Ich kann natürlich verstehen, wenn man da ins Grübeln kommt“, zeigte er Verständnis für den Unmut. „Es wäre schön gewesen, wenn das parallel gelaufen wäre.“

Hille Buhr kann das alles so nicht ganz nachvollziehen: Die Kanal- und Leitungsarbeiten seien überhaupt erst der Grund gewesen, die Hochstraße auszubauen. Ihr erschließe sich nicht, warum die jetzigen Arbeiten nicht schon damals ausgeführt worden seien. Die Straße werde jetzt voraussichtlich ein größerer Flickenteppich sein als zu Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2019, so Buhr.

Deutliche Worte an die Gemeinde

Sie hat nunmehr einen in der Wortwahl überaus deutlichen Brief an die Verbandsgemeinde und die Ortsgemeinde verfasst, der am Montag in die Post ging. Darin heißt es es: „Jeder seriöse Handwerker gibt Gewährleistung für seine Arbeit, und ich kann mein Geld zurückfordern, wenn ein Schadensfall eintritt. Ein solcher Schadensfall ist jetzt in der Hochstraße eingetreten. Wir haben vor zwei Jahren für den ordnungsgemäßen Ausbau der Straße viele tausend Euro bezahlt und verlangen jetzt unser Geld zurück, weil heutige Nacharbeiten großen Schaden verursachen.“ Sie sei jedenfalls gespannt, in welcher Qualität die versprochene Deckschicht aufgetragen werde.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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