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Ergebnisse von Studierenden
Wildenburger Land: So kann man das Potenzial voll ausschöpfen

Die Schönheiten des Wildenburger Landes sind unbestritten: Das Master-Team der TU Kaiserslautern hat nun Vorschläge unterbreitet, wie diese noch besser zur Geltung kommen könnten.
  • Die Schönheiten des Wildenburger Landes sind unbestritten: Das Master-Team der TU Kaiserslautern hat nun Vorschläge unterbreitet, wie diese noch besser zur Geltung kommen könnten.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

thor Friesenhagen. Eigentlich wissen die Menschen im Wildenburger Land sehr genau, wie schön sie es haben. Manchmal aber braucht es den Blick von außen, um die Sache auf den Punkt zu bringen: „Lebenswert und sehenswert.“ So kurz, so präzise. Entwickelt haben diesen Slogan Studierende der TU Kaiserslautern. Die hatten in diesem Sommersemester im Rahmen eines Masterprojekts und in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich 4 der Kirchner Verwaltung Friesenhagen genau unter die Lupe genommen.
Touristisches Potenzial im Wildenburger Land nutzen
Ziel war einerseits die Erarbeitung eines Konzepts für eine Innenentwicklung der Ortsgemeinde, aber auch für die Nutzung des Außenbereichs.

thor Friesenhagen. Eigentlich wissen die Menschen im Wildenburger Land sehr genau, wie schön sie es haben. Manchmal aber braucht es den Blick von außen, um die Sache auf den Punkt zu bringen: „Lebenswert und sehenswert.“ So kurz, so präzise. Entwickelt haben diesen Slogan Studierende der TU Kaiserslautern. Die hatten in diesem Sommersemester im Rahmen eines Masterprojekts und in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich 4 der Kirchner Verwaltung Friesenhagen genau unter die Lupe genommen.

Touristisches Potenzial im Wildenburger Land nutzen

Ziel war einerseits die Erarbeitung eines Konzepts für eine Innenentwicklung der Ortsgemeinde, aber auch für die Nutzung des Außenbereichs. Die Ergebnisse zum Wildenburger „Outback“ wurden am Mittwochabend im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vorgestellt – und fanden dort großen Zuspruch. Ihr Motto hatten die Studierenden mit dem Zusatz „mit Weitblick in die Zukunft“ versehen.
Es begann direkt vielversprechend: Prof. Dr. Willy Spannowsky überließ die Bühne weitgehend dem akademischen Nachwuchs und hielt sich dezent im Hintergrund. „Es ist ein Experimentierfeld für die Studierenden gewesen“, sagte der Hochschullehrer. Eine Einschränkung muss man allerdings machen: Wer im Vorfeld darauf gehofft hatte, dass die Arbeit neue baurechtliche Erkenntnisse für den Außenbereich zutage fördern würde, wird enttäuscht sein. Es ging in erster Linie um die Weiterentwicklung des Naturraums und das touristische Potenzial.

Hochwertiges Landschaftsbild im Wildenburger Land

An David Frey war es zunächst, die genaue Struktur und Vorgehensweise der Arbeit zu erklären. Eine der großen Stärken des Wildenburger Landes sei der Naturraum mit seinem hochwertigen Landschaftsbild und der hohen Aufenthaltsqualität. Demgegenüber stehe die eingeschränkte Siedlungsentwicklung und eine ausbaufähige Vernetzung mit dem Umland. Die Attraktivität könne man durch die Stärkung vorhandener Potenziale erhöhen. Mehr als einmal war am Dienstag die Rede von einer naturverträglichen bzw. „mäßigen“ Weiterentwicklung.
Die konkreten Vorschläge stellte dann Kommilitonin Jana Gallus vor:

  • Kurzzeit-Stellplätze für Wohnmobile: Als Standorte haben die Studierenden den Parkplatz oberhalb der Strahlenbach und das Areal vor dem Feuerwehrhaus ausgemacht. Dort könnte sogar auf die Infrastruktur (Wasser, Strom) der Wehr zurückgegriffen werden.
  • „Dark-Sky-Events“: Dahinter verbergen sich Veranstaltungen, die die geringe Lichtverschmutzung einer Region ausnutzen. Will sagen: Über Friesenhagen kann man noch ohne störende Einflüsse den Sternenhimmel bewundern. Gallus schlug verschiedene Standorte (u. a. Bahnhof Wildenburg und Hundscheid) vor, die man bei geführten Touren ansteuern könne.
  • Erlebnispfad FFH-Gebiet Sieg: Darunter stellen sich die Studierenden einen Weg zur Umweltbildung vor, der am Bürgerhaus Steeg beginnt und in Richtung Gösingen an Stationen die entsprechenden Themen behandelt.
  • Aussichtspunkte: Hier sind ähnliche Standorte wie bei den „Dark-Sky-Events“ angedacht. Diese sollen mit Schautafeln und Sitzgelegenheiten aufgewertet werden.
  • Naturcafé: Dieses gastronomische Angebot soll mobil untergebracht sein, seinen „Stützpunkt“ könnte es aber im Klostergarten haben und sich dann zu besonderen Veranstaltungen im Außenbereich auf den Weg machen.
  • Rad- und Wanderwege: Hier regen die Vertreter der TU eine allgemeine Aufwertung und bessere Ausschilderung an, auch mit QR-Codes, die zur Homepage der Ortsgemeinde führen.

Friesenhagen in der Naturregion stärker positionieren

All das ist nach Meinung von Gallus durchaus mit den Vorgaben bzw. Restriktionen eines Landschaftsschutzgebiets vereinbar und würde dabei helfen, Friesenhagen in der Naturregion Sieg stärker zu positionieren.
„Das sind sehr viele schöne Anregungen. Wir haben jetzt eine Menge, über das wir uns Gedanken machen müssen“, war Ortsbürgermeister Norbert Klaes voll des Lobes. Auch Thomas Schmidt (SPD) bedankte sich für die Detailarbeit: „Das müssen wir weiter vertiefen.“ Ach ja: Und die Friesenhagener zeigen großes Interesse, den jungen Leuten ihren Slogan samt Logo abzukaufen.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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