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Raum für Demenz-WG und Krankenpflegeschule in Kirchen
Zähes Ringen um Großprojekt

Die „Skyline“ von Kirchen hätte sich eigentlich längst verändern können: Wäre alles nach der Stadt und den Investoren gelaufen, würden im Bereich des Parkplatzes und der alten Heizzentrale (links im Bild) jetzt schon erste Mauern hochgezogen.
  • Die „Skyline“ von Kirchen hätte sich eigentlich längst verändern können: Wäre alles nach der Stadt und den Investoren gelaufen, würden im Bereich des Parkplatzes und der alten Heizzentrale (links im Bild) jetzt schon erste Mauern hochgezogen.
  • Foto: thor
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

thor Kirchen. Wäre alles „normal“ verlaufen, hätten die Abrissbagger schon ganze Arbeit geleistet, die Aufbruchstimmung beim Spatenstich würde immer noch nachhallen – und mittlerweile könnten die Kirchener Rentner jeden Morgen den Verlauf der Baustelle kontrollieren. So war der Plan der Stadt Kirchen und privater Investoren für das inzwischen berühmt-berüchtigte Gelände an der Bahnhofstraße rund um die alte Heizzentrale. Von Wohnungen für Senioren und einer Demenz-WG bis hin zu neuen Räumen für die Krankenpflegeschule und niedergelassene Ärzte – so die Idee für das Projekt in einer Größenordnung, die Kirchen seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Pardon, hätte.

thor Kirchen. Wäre alles „normal“ verlaufen, hätten die Abrissbagger schon ganze Arbeit geleistet, die Aufbruchstimmung beim Spatenstich würde immer noch nachhallen – und mittlerweile könnten die Kirchener Rentner jeden Morgen den Verlauf der Baustelle kontrollieren. So war der Plan der Stadt Kirchen und privater Investoren für das inzwischen berühmt-berüchtigte Gelände an der Bahnhofstraße rund um die alte Heizzentrale. Von Wohnungen für Senioren und einer Demenz-WG bis hin zu neuen Räumen für die Krankenpflegeschule und niedergelassene Ärzte – so die Idee für das Projekt in einer Größenordnung, die Kirchen seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Pardon, hätte.

Verhärtete Fronten

Genau ein Jahr ist es (schon wieder) her, dass eine politische Mehrheit in Altenkirchen – angeführt von der CDU – den Verkauf des kreiseigenen Grundstücks verhindert hat. Seinerzeit schien die Messe gelesen. Zu sehr waren die Fronten verhärtet, wobei sich die CDU und allen voran ihr Fraktionsvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer von den Befürwortern des Projekts den Vorwurf gefallen lassen mussten, kein einziges schlüssiges Gegen-Argument ins Felde führen zu können und grundlos die Weiterentwicklung der Stadt Kirchen zu blockieren. In der Villa Kraemer, gerade aber auch bei den privaten Bauherren, fast allesamt Kirchener, war die Enttäuschung riesengroß.

Investoren stehen hinter dem Projekt

Nun gibt es zwei bemerkenswerte Fakten bzw. Entwicklungen: Zum einen stehen die Investoren auch nach einem Jahr noch hinter dem Projekt, zum anderen sind einige Nein-Sager doch noch ins Grübeln gekommen. Was vor allem daran gelegen hat, dass die Verantwortlichen der unter arger Raumnot leidenden Kirchener Krankenpflegeschule ein überdeutliches Signal ausgesandt hatten: Sollte nicht mittelfristig ein neues Domizil in Nähe des Krankenhauses bezogen werden können, werde man sich außerhalb von Kirchen nach Alternativen umschauen. Manch ein Kreispolitiker zeigte sich von dieser Botschaft überrascht, dabei sind die Probleme der Schule und auch die mit dem Projekt verbundenen Optionen seit über einem Jahr bekannt.

Noch immer Beratungsbedarf

Und siehe da: Vor einigen Wochen schien es im Kreisausschuss so, als wäre der gordische Knoten durchschlagen. Sitzungsteilnehmer hatten jedenfalls den Eindruck, dass der Verkauf nunmehr Formsache ist, auch weil die Stadt Kirchen nicht mehr als „Zwischenhändler“ auftritt.
Wer darauf gehofft hatte, wurde am Montagabend im nicht-öffentlichen Teil der KA-Sitzung auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: „Es wurde noch Beratungsbedarf angemeldet“, berichtete Kreis-Pressesprecher Andreas Schultheis auf Anfrage der SZ. Und ja, von der CDU. Mitte November stehe das Thema wieder auf der Tagesordnung.
Dem Vernehmen nach war es einmal mehr Rosenbauer, der noch nicht alle Fragen beantwortet sieht und erneut Vorwürfe gegen das DRK als Krankenhausträger erhob (auch in Bezug auf die Pfegeschule). Derweil scheint es nicht mehr ausgeschlossen, dass in drei Wochen der Verkauf trotzdem über die Bühne gehen könnte – zur Not eben ohne die CDU. Thorsten Stahl

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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