Unbekannte trieben ihr Unwesen
Zerstörungswut an Ottoturm und Schule

Die Tischtennisplatte der Grundschule Brachbach ist nicht mehr zu retten.
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nb/thor Brachbach/Herkersdorf. In der Region gab es in den vergangenen Tagen gleich mehrere Fälle von Vandalismus. Neben dem Daadener Land sind auch die Grundschule in Brachbach und der Ottoturm bei Herkersdorf betroffen.

Auf dem Schulhof in Brachbach ist eine Tischtennisplatte aus massivem Beton der Zerstörungswut von bisher unbekannten Tätern zum Opfer gefallen – die Platte hat nur noch Schrottwert. Ärger und Enttäuschung darüber sind Hans Günter Lixfeld, Leiter der Offenen Ganztagsschule an der Grundschule Brachbach, im Gespräch mit der SZ deutlich anzuhören.

Die Tischtennisplatte war eine Spende der Justizvollzugsanstalt Attendorn – und die einzige, die die Schule besaß. Zerstört wurde sie wohl in der Nacht auf Donnerstag, vermutet Lixfeld. Sofort hat die Schule die Polizei informiert und Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Beamten hätten ihnen aber wenig Hoffnung auf Erfolg gemacht.

„Das ist leider ein Spiegelbild unserer Gesellschaft“, meint Lixfeld zu den Zerstörungen. Es gebe kaum mehr Hemmschwellen. Man scheue sich ja schon fast, dort wieder neues Spielgerät hinzustellen, auch wenn das ein „leider trauriger Gedankengang“ sei.

Am Ottoturm haben sich unbekannte Sprayer ausgetobt. Von oben bis unten wurden rund 20 Zeichen gesprüht, sowohl auf die Informationstafeln als auch auf die Stahlkonstruktion. Entdeckt wurden die Schmierereien am Sonntag vom früheren Kirchener Kommunalpolitiker Wolfram Westphal. Das berichtete am Donnerstag Rüdiger Brauer, Vorsitzender der „Freunde des Ottoturms“. Die Tatzeit könne zwischen Freitag und Sonntagmorgen eingegrenzt werden.

Der Vorstand hat sich entschlossen, eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise auszusetzen, die zu den Tätern führen. „Wir werden uns die Mühe machen, herauszufinden, wer das war“, kündigte Brauer an. Die beiden Schriftzeichen „DAE“ und „Wow“, die immer wieder auftauchen, habe er jedenfalls schon häufig in Kirchen gesehen.

Nach Angaben des Vorsitzenden kann die Farbe zwar relativ leicht entfernt werden, allerdings blieben Spuren auf der Konstruktion zurück. Eine komplette Neubeschichtung des Turms würde vermutlich zwischen 30 000 und 40 000 Euro kosten. Ein Schild ist bereits demontiert und dem Bauhof übergeben worden. Schon in der Vergangenheit sind von der Aussichtsplattform immer mal wieder Flaschen in die Tiefe geworfen worden, eine derartige Sachbeschädigung hat es aber noch nie gegeben.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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