»Zur Ruhe kommt der Geist«

ars cantica lud zu besinnlichem Konzert nach Mudersbach

gmz Mudersbach. »Zur Ruhe kommt der Geist« hieß das schön ausgewählte Motto des Konzertes, zu dem der von Tobias Hellmann geleitete Chor ars cantica am Vorabend des Totensonntags in die kath. Kirche in Mudersbach einlud. Mit dem Konzert, das schön ausgewählte, besinnliche und erwartungsvolle Lieder und Stücke vereinte, stimmten die Sänger und die Musiker – neben ars cantica traten auch der Kleine Chor im MGV 1848 Salchendorf auf sowie die Solistin Katharina Schmidt (Sopran), Claudius Euteneuer (Flöte) sowie Petra Böer (Orgel und Klavier) – die Zuhörer in der sehr gut besuchten Kirche auf ein Nachdenken über die vergangene und die vergängliche Zeit und auf die Vorfreude auf die beginnende Adventszeit ein. Zwischen den Liedern sorgten einzelne Texte für weitere »Gedankenanregung«.

Die Hoffnung auf die Erlösung des Einzelnen, die Rettung für die Christenheit insgesamt, das Vertrauen auf die Zusagen Gottes und das Gotteslob waren die Themen, die in den Liedern und Stücken vorgestellt wurden. Das Nachdenken über die Endlichkeit des Lebens stand im ersten Lied, »Fäbodpsalm«, von ars cantica vorgetragen, im Mittelpunkt, in dem Ulrike Hellmann (Sopran) und Claudius Euteneuer (Flöte) musikalische Akzente setzten. Das Solistenquartett des Chores führte den meditativen Gedanken im »Kyrie« (im Satz von Karl Kraft) weiter, Petra Böer erweiterte die Stimmung mit Buxtehudes bekanntem Orgel-Präludium g-Moll um einen festlichen Akzent. Die sich anschließenden Lieder kreisten um das Erinnern an den Tod, der immer in das Leben hineinreicht und der nur im Vertrauen auf Gottes Nähe »ertragen« werden kann (»Wirf Dein Anliegen auf den Herrn«, »Näher, mein Gott, zu Dir«, »Herr, nun lässest Du« und »Beati mortui«). Die Chöre ars cantica und der Kleine Chor, der im ersten Konzertteil mit »Beati mortui« auftrat, überzeugten durch einen ausgeglichenen, schönen und variablen Chorklang und gelungene Gestaltung. Das Gotteslob, das auch dem gedrücktesten Leben einen tragenden Halt verleihen kann (wie eindrucksvoll in »Diese alten schwarzen Lieder« zu hören, mit Solist Roland Haub), stand im mittleren Teil des Konzertes im Mittelpunkt. Die befreiende Macht der Liebe Gottes im Leben des Einzelnen wurde in »Nichts verloren« mit einer nachdenklich-stimmungsvoll gestaltenden Katharina Schmidt als Solistin thematisiert, die Schönheit der Natur wurde in »Mondnacht« besungen.

Beides zusammen führt zum befreiten Lob Gottes, das auf der Erfahrung der Güte Gottes beruht. Diesen Aspekt stellte der Kleine Chor gelungen im filigran gestalteten »Cantate Dominum« vor. Das Gotteslob führt zur Freude auf den neuen Tag (»O, Herr, welche ein Morgen« mit einem schönen Solo von Tenor Manfred Späth). Die Vorfreude auf die Ankunft Christi, die die bald beginnende Adventszeit prägt, fasste Petra Böer im nachdenklichen und mächtigen »Veni, redemptor« zusammen, während das meditiative »ubi caritas« daran erinnerte, dass mit der Liebe Gottes auch eine Verpflichtung für den Menschen entsteht: Das Leben in der Liebe Gottes ruft zur Mitmenschlichkeit auf.

Die begeisterten Zuhörer ließen die Sänger nicht ohne Zugabe gehen – einer Wiederholung des eindrucksvollen »Diese alten schwarzen Lieder« –, bevor ars cantica sich zum gemütlichen Beisammensein mit aktiven und ausgeschiedenen Sängern aus Anlass des bald zehnjährigen Bestehen des Chores zusammenfand.

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