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Holocaust-Überlebenden kennengelernt
DFB-Dreierpack für Meiko Wäschenbach

Der aus Katzwinkel stammende Meiko 
Wäschenbach, hier im Trikot seines Klubs 
1. FC Köln, kam beim 
U-18-Nationenturnier in Israel in allen drei Partien der deutschen Nationalmannschaft zum Einsatz.
  • Der aus Katzwinkel stammende Meiko 
Wäschenbach, hier im Trikot seines Klubs 
1. FC Köln, kam beim 
U-18-Nationenturnier in Israel in allen drei Partien der deutschen Nationalmannschaft zum Einsatz.
  • Foto: imago
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

ubau Netanya. Mit vielfältigen Eindrücken im Gepäck ist Meiko Wäschenbach von der sportlich lehrreichen und auch persönlich prägenden Reise der U-18-Nationalmannschaft nach Israel zurückgekehrt. Der hoch talentierte Fußballer aus Katzwinkel

ubau Netanya. Mit vielfältigen Eindrücken im Gepäck ist Meiko Wäschenbach von der sportlich lehrreichen und auch persönlich prägenden Reise der U-18-Nationalmannschaft nach Israel zurückgekehrt. Der hoch talentierte Fußballer aus Katzwinkel, der mit dem 1. FC Köln in der A-Junioren-Bundesliga West spielt, kam in allen drei Spielen gegen Russland (1:3), Israel (5:0) und die Vereinigten Arabischen Emirate (3:1) zum Einsatz und trug sein Scherflein dazu bei, dass die DFB-Auswahl den 2. Platz hinter Russland belegte. Für den 17-jährigen Wäschenbach, der das Fußball-ABC beim TuS Katzwinkel erlernte, waren es die Länderspiel-Einsätze vier, fünf und sechs.

Im Auftaktspiel gegen die Russen in Schefajim stand der beim 1. FC Köln hoch gehandelte Wäschenbach in der Anfangsformation. Das deutsche Team verschlief die Anfangsphase jedoch komplett. Bereits in der zweiten Minute musste Torwart Mio Backhaus (Werder Bremen) das erste Mal hinter sich greifen, als Daniil Zorin zum 1:0 für Russland traf. Wenig später erhöhte Nikita Saltykov auf 2:0. (10.). Erst danach kam die DFB-Auswahl besser ins Spiel. Nach einer schönen Kombination über Ben Labes (Holstein Kiel) und den im zentralen defensiven Mittelfeld eingesetzten Meiko Wäschenbach verkürzte Dritan Maqkaj (Eintracht Frankfurt) mit einem satten Flachschuss auf 1:2 (17.). Der Anschlusstreffer zeigte Wirkung: Die DFB-Auswahl war fortan deutlich giftiger in den direkten Duellen. Noch vor der Pause hätte Ben Labes (41.) ausgleichen können, aber Georgii Arutiunian im russischen Kasten parierte stark.

In der zweiten Halbzeit lief 
das deutsche Team an, hatte aber nur wenige zwingende Gelegenheiten. Die beste Chance hatte Ben Labes (61.), der 16 Meter vor dem Tor allerdings einen Tick zu lang zögerte. Im direkten Gegenzug sorgte Igor 
Dmitriev per Abstauber für den 3:1-Endstand (62.). Kurz darauf war für Wäschenbach Schluss, der Katzwinkler wurde gegen Hamza Anhari vom 
MSV Duisburg ausgewechselt (63.).

„Wir sind in einem Lernprozess, das hat man heute gesehen“, sagte Bundestrainer Guido Streichsbier. „Wir betreiben einen großen Aufwand, bekommen aber zu einfache Gegentreffer. Da müssen wir konsequenter verteidigen. Leider sind die Jungs erst nach dem 0:2 richtig aufgewacht. Dann haben wir so gespielt, wie wir das wollten. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Die Jungs müssen ihre Erfahrungen sammeln. Was ich jedoch auch von einer neu zusammengesetzten Mannschaft erwarten kann, ist, dass sie sauber verteidigt“, kritisierte Streichsbier.

Die Worte des Bundestrainers fanden Gehör, denn im zweiten Turnierspiel gegen Gastgeber Israel ging das deutsche Team konzentriert(er) zu Werke und feierte einen ungefährdeten 5:0 (2:0)-Sieg. Die Tore erzielten Dennis Kaygin per Elfmeter (FSV Mainz 05, 19.), Tom Sanne (Hamburger SV, 22.), Umut Tohumcu (TSG 1899 Hoffenheim, 58.), Davide Dell’Erba per Elfmeter (FC Augsburg, 71.) und Edgar Kaizer (Energie Cottbus, 90.). Meiko Wäschenbach wurde in der 85. Minute beim Stand von 4:0 für Torschütze Umut Tohumcu eingewechselt.

Mehr Spielzeit erhielt der Katzwinkler dann im letzten Turnierspiel am Freitag gegen die Vereinigten Arabischen Emirate, das die deutsche Nationalmannschaft mit 3:1 (0:0) zu ihren Gunsten entschied. Wäschenbach kam zur zweiten Halbzeit für Umut Tohumcu ins Spiel (46.). Er musste allerdings zunächst mitansehen, wie Ali Elmarmri die VAE mit 1:0 in Führung brachte. Das deutsche Team zeigte jedoch Moral und drehte das Spiel noch durch Treffer von Tom Sanne (71.), Aaron Zehnter (FC Augsburg, 77.) sowie Niklas Niehoff (Holstein Kiel, 85.). „In Halbzeit eins haben wir uns schwer getan, nach der Pause wurde es trotz des zwischenzeitlichen Rückstands besser“, sagte Streichsbier nach der Partie. „Spiele wie das heutige gewinnt man nur, wenn eine positive Dynamik in der Gruppe steckt, wenn man bereit ist, so einen Schlagabtausch anzunehmen. Von daher möchte ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen, wie sie sich das Spiel gekrallt hat.“

Bei der Israel-Reise lag der Fokus indes nicht nur auf dem Sportlichen. Beim Besuch des Holocaust-Überlebenden Zvi Cohen stand auch Geschichte auf dem Programm. „Mit seinem Vortrag hat er unsere Köpfe und unsere Herzen erreicht. Wir alle haben an diesem Abend viel gelernt“, sagte Hamza Anhari stellvertretend für seine Teamkollegen. Ein Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem war aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich.

Für die deutsche U 18 geht es vom 
20. bis 30. März 2022 mit dem nächsten Lehrgang weiter. Dann misst sich das DFB-Team gleich zweimal mit den Franzosen. Meiko Wäschenbach dürfte auch dann wieder mittendrin statt nur dabei sein.

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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