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Skeleton-Selektionsrennen
Jacqueline Lölling löst das Weltcup-Ticket

Daumen hoch für den Weltcup: Jacqueline Lölling hat im  Yanqing Sliding Centre das Weltcup-Ticket gelöst und somit Planungssicherheit für den Start in den olympischen Winter.
  • Daumen hoch für den Weltcup: Jacqueline Lölling hat im Yanqing Sliding Centre das Weltcup-Ticket gelöst und somit Planungssicherheit für den Start in den olympischen Winter.
  • Foto: Foto: IBSF
  • hochgeladen von René Gerhardus (Redakteur)

rege Yanqing. Am Tag, als in der antiken Stätte von Olympia das Olympische Feuer für die Winterspiele 2022 in China entzündet wurde, ist die „olympische Flamme“ auch bei Jacqueline Lölling neu entfacht worden – allerdings nicht in Griechenland, sondern genau dort, wo am 11. und 12. Februar 2022 die Medaillen im Skeletonwettbewerb der Frauen vergeben werden. Die Brachbacherin hat am Montag im Yanqing Sliding Centre bei den nationalen Selektionsrennen eines der noch zu vergebenden Weltcup-Tickets ergattert. Die Silbermedaillen-Gewinnerin der Winterspiele 2018 in Pyenogchang hat die Chancen auf ihre zweite Teilnahme an Olympischen Spielen damit deutlich erhöht, denn eines ist klar: Ohne Weltcup-Starts gibt es auch keine Fahrkarte nach Peking.

rege Yanqing. Am Tag, als in der antiken Stätte von Olympia das Olympische Feuer für die Winterspiele 2022 in China entzündet wurde, ist die „olympische Flamme“ auch bei Jacqueline Lölling neu entfacht worden – allerdings nicht in Griechenland, sondern genau dort, wo am 11. und 12. Februar 2022 die Medaillen im Skeletonwettbewerb der Frauen vergeben werden. Die Brachbacherin hat am Montag im Yanqing Sliding Centre bei den nationalen Selektionsrennen eines der noch zu vergebenden Weltcup-Tickets ergattert. Die Silbermedaillen-Gewinnerin der Winterspiele 2018 in Pyenogchang hat die Chancen auf ihre zweite Teilnahme an Olympischen Spielen damit deutlich erhöht, denn eines ist klar: Ohne Weltcup-Starts gibt es auch keine Fahrkarte nach Peking.

Lölling: "Bin sehr, sehr erleichtert"

Nachdem die Gesamtweltcup-Siegerin der Saison 2019/2020 bereits im Vorjahr bei den Selektionsrennen kurzzeitig um ihren Platz im Weltcup-Team bangen musste, war das Startrecht in der höchsten Skeleton-Serie auch diesmal keine Selbstverständlichkeit: Weltmeisterin Tina Herrmann war gesetzt. „Jacka“ musste sich mit „Senkrechtstarterin“ Hannah Neise und Sophia Griebel, Bronzemedaillen-Gewinnerin bei der WM 2019 in Whistler, um zwei noch offene Plätze duellieren. Auch wenn die Ausscheidungsrennen einige Nerven kosteten, seit Montag steht fest: Lölling hat als Selektions-Zweite hinter Hannah Neise den Sprung ins Weltcup-Team geschafft. „Ich bin erst einmal sehr, sehr erleichtert und freue mich. Jetzt kann ich den ersten Druck beiseite legen“, atmete die 26-Jährige nach der offiziellen Nominierung durch Bundestrainer Christian Baude im Gespräche mit der Siegener Zeitung kräftig durch.

Neise auch bei der zweiten Selektion schneller

Wie schon bei der ersten Selektion war Hanna Neise (BRC Winterberg) im olympischen Eiskanal schneller unterwegs als die heimische Vize-Weltmeisterin, die mit ihren Fahrzeiten aber zumindest Sophie Griebel in Schach hielt. Pro Selektion wurden je zwei Durchgänge ausgetragen. Die Junioren-Weltmeisterin von 2021, Hannah Neise, überzeugte in allen vier Rennläufen und siegte mit 2:05:60 Minuten und 2:06,27 Minuten jeweils deutlich vor der für die RSG Hochsauerland aktiven Lölling (1. Selektion: 2:06,13; 2. Selektion: 2:06,88) sowie der für das RT Suhl startenden Griebel (2:08,08; 2:07,20).

Nachdem die erste große Hürde genommen ist, möchte Jacqueline Lölling die verbleibenden Tage in China nun nutzen, um die Bahn ohne Druck kennenzulernen. „Ich darf jetzt noch eine Woche hier trainieren und bei einem Testevent des Internationalen Bob- und Skeleton-Verbandes starten. Ich kann jetzt anders an die Sache rangehen und mich voll auf die Bahn konzentrieren. Zudem werden wir noch ein paar Sachen im Materialbereich testen“, schildert die Siegerländerin ihr sportliches Programm für die nächsten Tage.

Von Training zu Training andere Bedingungen

Dass die vergangenen Trainingseinheiten nicht ganz optimal gelaufen sind, berichtete Baude. „Wir konnten uns die Bahn in der ersten Woche sehr gut erarbeiten. In der zweiten Woche waren die Bahnarbeiter täglich in der Bahn und haben Veränderungen am Eisausbau vorgenommen, weshalb einzelne Passagen von Training zu Training und auch heute im Wettkampf jeweils anders zu fahren waren. Hannah konnte sich am besten auf die sich ändernden Bedingungen einstellen und hat mit Abstand die zwei Nominierungsrennen für sich entschieden. Wenn sie einen Lauf trifft, ist sie in der Bahn sehr schnell. Da fehlt noch ein wenig die Konstanz, aber das ist in ihrem jungen Alter auf einer komplett neuen Bahn nichts Außergewöhnliches.“, erklärte der Bundestrainer.

"Nicht so locker drauf wie sonst"

Enttäuscht zeigte Christian Baude sich von den großen zeitlichen Abständen sowohl bei den Damen als auch bei den Herren, deren Selektion Axel Jungk mit großem Vorsprung vor Alexander Gassner und Felix Keisinger für sich entschied. „Jacqueline und Sophia sind ebenso wie Alexander und Felix zu weit von den anderen beiden entfernt. Da müssen wir in der nächsten Woche noch weiter an einer besseren Materialabstimmung arbeiten. Aber ich denke, dass alle nervlich angespannt waren, vor allem Jacqueline und Alex waren nicht so locker drauf wie sonst. Ich hoffe, dass die Bedenken nach der Nominierung weg sind und sie jetzt befreiter fahren können“, analysiert Christian Baude die Selektionsrennen.

Die Gewissheit, Mitte November beim Weltcup-Start der Bob- und Skeleton-Athleten in Innsbruck-Igls dabei zu sein, hat Lölling schon mal – und ihre Chancen, bei der Vergabe der olympischen Medaillen erneut ein Wörtchen mitreden zu können, haben sich am Tag, als das Feuer entzündet wurde, zumindest nicht verschlechtert …

Autor:

René Gerhardus (Redakteur) aus Siegen

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