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Skeleton-Weltcup in St. Moritz
Lölling mit Rückenwind auf die „Zielgerade“

Volle Pulle voraus: Skeletonfahrerin Jacqueline Lölling aus Brachbach sauste auf der Natureisbahn in St. Moritz aufs Podium.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

ubau St. Moritz. Im dichten Schneetreiben von St. Moritz ist es Jacqueline Lölling zum zweiten Mal in dieser Saison gelungen, bei einem Skeleton-Weltcup-Rennen aufs Podest zu fahren. Die Brachbacherin sauste am gestrigen Freitag im Schweizer Nobelort auf den 3. Platz (2:21,54 Minuten). Den Sieg auf der einzigen Natureisbahn der Welt sicherte sich Tina Hermann (2:20,68), die erstmals in diesem Winter ganz oben auf dem „Stockerl“ stand. 
Trotz eines kapitalen Fehlers am Start des ersten Laufes, als ihr Schlitten aus der Anlaufspur rutschte, fuhr Hermann im unteren Bereich der langen Bahn die höchste Geschwindigkeit und schob sich dann im zweiten Durchgang noch an der führenden Österreicherin Janine Flock (2:21,00) vorbei.

ubau St. Moritz. Im dichten Schneetreiben von St. Moritz ist es Jacqueline Lölling zum zweiten Mal in dieser Saison gelungen, bei einem Skeleton-Weltcup-Rennen aufs Podest zu fahren. Die Brachbacherin sauste am gestrigen Freitag im Schweizer Nobelort auf den 3. Platz (2:21,54 Minuten). Den Sieg auf der einzigen Natureisbahn der Welt sicherte sich Tina Hermann (2:20,68), die erstmals in diesem Winter ganz oben auf dem „Stockerl“ stand. 
Trotz eines kapitalen Fehlers am Start des ersten Laufes, als ihr Schlitten aus der Anlaufspur rutschte, fuhr Hermann im unteren Bereich der langen Bahn die höchste Geschwindigkeit und schob sich dann im zweiten Durchgang noch an der führenden Österreicherin Janine Flock (2:21,00) vorbei. Am Ende hatte die dreimalige Weltmeisterin vom WSV Königssee nach einer Bahnbestzeit von 1:10,06 Minuten 0,32 Sekunden Vorsprung auf Flock und 0,86 Sekunden auf Lölling.

"Habe noch Reserven beim Start und auch auf der Bahn“

Die 25-jährige Brachbacherin lag nach dem ersten Durchgang auf Rang 4 (1:10,74), schob sich aber mit der viertbesten Laufzeit im zweiten Lauf noch einen Platz nach vorne, weil die zunächst vor ihr rangierende Kanadierin Elisabeth Maier ihren zweiten Durchgang „vergeigte“ und auf Platz 6 im Gesamtklassement abrutschte.
„Ich bin damit zufrieden, noch mal auf dem Podest zu stehen, mit meiner Leistung bin ich aber nicht so ganz einverstanden. Die könnte noch etwas nach oben gehen. Ich habe noch Reserven beim Start und auch auf der Bahn“, zeigte sich Lölling trotz der Podiumsplatzierung durchaus selbstkritisch. „Wir hatten in dieser Woche sechs Trainingsläufe hier in St. Moritz, aber man hat heute gesehen, dass trotzdem jeder von uns Fehler gemacht hat. Bei einem leistungsmäßig so eng beieinander liegenden Feld muss man möglichst fehlerfrei runterkommen – und das ist Tina heute am besten gelungen“, lobte die Vize-Olympiasiegerin von 2018 ihre siegreiche Teamkollegen.
Die stand nach einem 2. und zwei 3. Plätzen zum ersten Mal in diesem Winter ganz oben auf dem Siegertreppchen. „Erst war ich böse auf mich selbst, weil ich mir den Fehler nicht richtig erklären konnte. Aber ich habe mir gesagt: bleib ruhig. Im zweiten Lauf habe ich nur gedacht, nun voll auf Angriff zu gehen“, sagte Tina Hermann, die sich durch ihren Sieg in der Gesamtweltcup-Wertung auf Rang 2 (1195 Punkte) verbesserte.

Lölling jetzt Dritte in der Gesamtweltcup-Wertung

Auch für Jacqueline Lölling, die Titelverteidigerin in diesem Ranking, ging es einen Platz nach oben. Das heimische Skeleton-Ass ist nun Dritte (1096) und überholte ebenfalls die bisherige Zweitplatzierte im Gesamtweltcup, Kimberley Bos aus den Niederlanden (998), die in St. Moritz nicht am Start war. In Führung liegt weiterhin die Österreicherin Janine Flock (1285), die bereits vier Siege einfuhr und nach allen sechs Rennen auf dem Podium stand.
Eine starke Leistung zeigte gestern auch die Winterbergerin Hannah Neise. Nach einem verkorksten ersten Durchgang katapultierte sich die 20-jährige „Newcomerin“ mit einem furiosen zweiten Lauf noch von Rang 8 auf Platz 4 im Gesamtklassement – und erreichte damit das beste Weltcup-Ergebnis ihrer noch jungen Karriere. In der Addition beider Läufe lag sie nur 0,26 Sekunden hinter „Jacka“ Lölling, die nun ebenfalls mit Rückenwind ins nächste Rennen in einer Woche am Königssee gehen wird. „Natürlich gibt es Aufschwung, wenn man auf dem Podium steht. Königssee ist eine meiner Lieblingsbahnen. Da werde ich noch einmal alles geben. Denn jetzt geht’s auf die Zielgerade“, sagte Lölling mit Blick auf die noch beiden ausstehenden Weltcup-Rennen in Königssee und Innsbruck sowie die Weltmeisterschaft am 11./12. Februar in Altenberg. Und spätestens dann will sie voll da sein...

Die Ergebnisse im Überblick:
Weltcup der Frauen in St. Moritz: 1. Tina Hermann (Schönau am Königssee) 2:20,68 Min. (1:10,62 Min./1:10,06 Min.); 2. Janine Flock (Österreich) +0,32 Sek. (1:10,41/1:10,59); 3. Jacqueline Lölling (Brachbach) +0,86 (1:10,74/1:10,80); 4. Hannah Neise (Winterberg) +1,12 (1:11,22/1:10,58) - Weltcup-Gesamtwertung, Stand nach 6 von 8 Wettbewerben: 1. Janine Flock (Österreich) 1285 Pkt.; 2. Tina Hermann (Schönau am Königssee) 1195; . . . 6. Hannah Neise (Winterberg) 912.

Weltcup der Männer in St. Moritz: 1. Alexander Gassner (Winterberg) 2:16,85 Min. (1:08,42 Min./1:08,43 Min.); 2. Martins Dukurs (Lettland) +0,01 Sek. (1:08,22/1:08,64); 3. Yun Sung Bin (Südkorea) +0,47 (1:08,61/1:08,71); . . . 6. Christopher Grotheer (Oberhof) +0,72 (1:08,59/1:08,98); 7. Felix Keisinger (Schönau am Königssee) +0,97 (1:08,69/1:09,13).

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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