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Motorsport-Ass aus Brachbach
Luca Stolz mit Vollgas in der Erfolgsspur

Der Brachbacher Luca Stolz braust mit einem 500 PS-starken Boliden über die Rennstrecken dieser Welt.
  • Der Brachbacher Luca Stolz braust mit einem 500 PS-starken Boliden über die Rennstrecken dieser Welt.
  • Foto: simon
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

ubau Brachbach. Er liebt die Beschleunigung, die Geschwindigkeit, die Rasanz. Vollgas zu geben, das ist nicht nur sein Leitspruch, sondern auch seine Leidenschaft – und das hat sich ausgezahlt für Luca Stolz. Der Motorsportler aus Brachbach hat rasant Karriere gemacht, und das ist in diesem Fall wortwörtlich zu nehmen. In den letzten Jahren katapultierte er sich immer weiter nach oben. Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Bühne machte er von sich reden – dank seines Talents, seiner Detailversessenheit, aber vor allem wegen seines unbändigen Ehrgeizes. All das ist in der „Szene“ nicht verborgen geblieben. Und genau deshalb hat ihn Mercedes-AMG als Werksfahrer verpflichtet. Den AMG GT3 mit dem Stern an der Motorhaube pilotiert er weltweit bei hochkarätigen Rennen.

ubau Brachbach. Er liebt die Beschleunigung, die Geschwindigkeit, die Rasanz. Vollgas zu geben, das ist nicht nur sein Leitspruch, sondern auch seine Leidenschaft – und das hat sich ausgezahlt für Luca Stolz. Der Motorsportler aus Brachbach hat rasant Karriere gemacht, und das ist in diesem Fall wortwörtlich zu nehmen. In den letzten Jahren katapultierte er sich immer weiter nach oben. Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Bühne machte er von sich reden – dank seines Talents, seiner Detailversessenheit, aber vor allem wegen seines unbändigen Ehrgeizes. All das ist in der „Szene“ nicht verborgen geblieben. Und genau deshalb hat ihn Mercedes-AMG als Werksfahrer verpflichtet. Den AMG GT3 mit dem Stern an der Motorhaube pilotiert er weltweit bei hochkarätigen Rennen.

ADAC-GT-Masters-Titel im Visier

Exemplarisch für die rapide Entwicklung des 25-jährigen Rennfahrers aus dem „AK-Land“ steht der 3. Gesamtplatz in der abgelaufenen ADAC-GT-Masters-Saison, den er gemeinsam mit seinem Teamkollegen Maro Engel belegte – und das in ihrer ersten kompletten Saison für den Rennstall Toksport WRT. Mit ein wenig mehr Fortune wäre sogar noch mehr drin gewesen. Ergo sagt Stolz im Gespräch mit der SZ: „In diesem Jahr wollen wir um den Titel mitfahren.“ Heißt im Klartext: Diesmal will er die Siegertrophäe gemeinsam mit seinem Fahrerkollegen und seinem Team tatsächlich nach Brachbach holen – und wer Stolz kennt, der weiß, wie akribisch er dieses Ziel verfolgen wird.

Für  Toksport WRT und Haupt Racing im Einsatz

Neben dem ADAC GT Masters startet Stolz in dieser Saison mit Toksport WRT bei der GT World Challenge Europe Sprint Serie. Für den Rennstall Haupt Racing sitzt der Brachbacher bei der GT World Challenge Europe Endurance, bei diversen Rennen der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) sowie beim legendären 24-Stunden-Rennen in der Eifel im Cockpit. Auch in diesen Rennserien hegt er große Ambitionen: „Ich will definitiv an die Erfolge des letzten Jahres anknüpfen. Und ich denke auch, dass die Chancen ganz gut sind, einige Male aufs Podium zu fahren“, will Stolz weiter kräftig aufs Gaspedal treten.

Talent in die Wiege gelegt

Das Talent und die Leidenschaft für den Motorsport wurden ihm in die Wiege gelegt. Papa Matthias war ebenfalls ein begeisterter Rennfahrer. Er unterstützt seinen Filius auch heute noch, gibt Tipps oder leistet moralische Unterstützung, wenn es mal nicht so rund läuft. „Wann immer die Zeit es zulässt und die Rennen nicht in Übersee sind, steht mein Vater an der Rennstrecke“, erzählt Luca Stolz, der im Alter von acht Jahren mit dem Motorsport begann – und zwar ganz klassisch. Über den Indoor-Kart kam er auf die Outdoor-Strecken. „Das hat mich so fasziniert, dass ich nicht mehr aufhören konnte“, schmunzelt der „Steuermann“ aus dem Kreis Altenkirchen. „Ich denke, der Kartsport ist eine der wichtigsten Stationen auf dem Weg zum Profi-Motorsportler. Hier lernt man frühzeitig, worauf es ankommt und wie man sich alleine durchsetzt. Denn wenn man den Helm aufhat, ist man auf sich alleine gestellt“, erklärt Stolz, der danach den Weg über die Formel ADAC und die Formel 3 in die geschlossenen Autos wählte. „Die haben mich von Anfang an am meisten begeistert.“

"Zusammenspiel zwischen Team, Fahrzeug und Fahrer muss zu 100 Prozent passen"

Apropos begeistert: Was begeistert ihn am Rennsport besonders? „Ein Auto mit so vielen komplexen Bauteilen am Limit zu bewegen, das hat mich schon immer fasziniert. Ich sitze jetzt in einem Boliden mit über 500 PS und darf ihn bis zum Äußersten ausreizen – das macht einfach Spaß“, sagt Stolz und fügt hinzu: „Das Zusammenspiel zwischen Team, Fahrzeug und Fahrer muss zu 100 Prozent passen. Denn bei manchen Rennen entscheiden Zehntelsekunden über Sieg und Niederlage. Daher muss man schon recht detailverliebt sein, um am Ende möglichst weit vorne zu sein“, erläutert der Brachbacher, der durch den Motorsport in seinen jungen Jahren schon viel rumgekommen ist. „Ich mag das Reisen, und ich sehe es als absolutes Privileg an, dass ich auf den schönsten Rennstrecken der Welt fahren darf“, sagt Stolz und nennt exemplarisch den Kurs im australischen Bathurst.

„Sich auch mal einen Fehler einzugestehen, das ist sehr wichtig“

Corona-bedingt ist das Reisen derzeit natürlich wesentlich komplizierter als zu „normalen“ Zeiten. „Es gibt kaum Flüge, und man muss sich vorher und nachher testen lassen“, berichtet Stolz. Wie in anderen Sportarten sind auch bei den meisten Motorsport-Veranstaltungen keine Zuschauer zugelassen. „Ich hoffe aber, dass viele meiner Anhänger die Rennen im TV oder im Live-Stream verfolgen“, lächelt der Mercedes-AMG-Werksfahrer, der sich intensiv auf die kommenden Rennen vorbereitet hat. Zuhause verbrachte Stolz viel Zeit auf dem Rennrad, und mit dem Team absolvierte er ein umfangreiches Testprogramm. „Es gibt keinen Monat, in dem ich nicht im Rennauto sitze. So bleibt man immer in Form.“
Das  ist unabdingbar, denn Motorsport auf diesem Niveau ist körperlicher Hochleistungssport. Und noch etwas sei ein wesentlicher Faktor für den Erfolg, sagt Stolz: „Sich auch mal einen Fehler einzugestehen, das ist sehr wichtig.“
Selbstkritisch-ehrlich will der „AK-Fahrer“ auch in Zukunft mit sich sein, schließlich hat er im Motorsport noch viel vor. „Zum einen möchte ich mich bei Mercedes-AMG noch mehr in die Entwicklung von neuen Rennautos einbringen. Und mein großes sportliches Ziel ist, bei den Langstrecken-Klassikern wie den 24-Stunden-Rennen in Le Mans oder am Nürburgring mal ganz oben auf dem Podest zu stehen.“ Zuzutrauen ist ihm das in jedem Fall. Denn Stolz wird auch weiterhin Vollgas geben.

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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