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Mercedes-Pilot Luca Stolz vor DTM-Debüt
Zu Hause auf sich allein gestellt

Auto und Strecke sind bekannt, der Rennmodus noch nicht: Im Mercedes-AMG GT3 des Teams Toksport WRT feiert Luca Stolz aus Brachbach am Wochenende sein Debüt im Deutschen Tourenwagen Masters.
  • Auto und Strecke sind bekannt, der Rennmodus noch nicht: Im Mercedes-AMG GT3 des Teams Toksport WRT feiert Luca Stolz aus Brachbach am Wochenende sein Debüt im Deutschen Tourenwagen Masters.
  • Foto: simon/amg
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pm/simon Nürburgring. Vieles ist gleich, doch trotzdem irgendwie alles anders – so oder ähnlich verworren ist die Situation des Brachbacher Mercedes-Piloten Luca Stolz, der für sein Team Toksport WRT am Wochenende auf dem Nürburgring sein Debüt im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) feiern wird. Die DTM, in der ab dieser Saison mit GT3-Sportwagen gefahren wird, gehört zu den populärsten Rennserien der Welt. Deshalb nutzt das Team die Gelegenheit, in der vierten Runde der diesjährigen Saison als Gast am Start zu sein.

„Das macht Toksport generell gerne, um sich die Serie mal anzugucken. Vor zwei Jahren wurde so ins ADAC GT Masters geschnuppert, bevor dann ein Startplatz für die ganze Saison gebucht wurde.

pm/simon Nürburgring. Vieles ist gleich, doch trotzdem irgendwie alles anders – so oder ähnlich verworren ist die Situation des Brachbacher Mercedes-Piloten Luca Stolz, der für sein Team Toksport WRT am Wochenende auf dem Nürburgring sein Debüt im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) feiern wird. Die DTM, in der ab dieser Saison mit GT3-Sportwagen gefahren wird, gehört zu den populärsten Rennserien der Welt. Deshalb nutzt das Team die Gelegenheit, in der vierten Runde der diesjährigen Saison als Gast am Start zu sein.

„Das macht Toksport generell gerne, um sich die Serie mal anzugucken. Vor zwei Jahren wurde so ins ADAC GT Masters geschnuppert, bevor dann ein Startplatz für die ganze Saison gebucht wurde. Ähnlich passiert das jetzt in der DTM, um mal zu sehen, ob das für 2022 interessant sein könnte“, erklärt Luca Stolz im Gespräch mit der Siegener Zeitung.

Pflichtboxenstopp verspricht Spannung

Die beiden Rennen, je ein Lauf am Samstag und Sonntag, werden über die Distanz von 55 Minuten plus eine Runde ausgetragen und führen über die Kurzanbindung der Eifelstrecke. Die besondere Würze der Serie liegt in einem Pflichtboxenstopp für jeden Fahrer, bei dem alle vier Räder gewechselt werden müssen. Ein Kampf um entscheidende Sekunden. „Das Regelwerk ist anders, ein bisschen muss man sich da schon umstellen und auf das Team kommt auch eine neue Aufgabe zu“, so Stolz.

Die Spitzencrews absolvieren die Radwechsel in unter sieben Sekunden und entscheiden damit oftmals den Kampf um Sieg und Platzierungen. Inwieweit er selbst um die vorderen Ränge mitfahren kann, vermag Luca Stolz nur schwer einzuschätzen. „Ich will erstmal beobachten, wo wir im freien Training am Freitag stehen. Dann versuche ich relativ gut zu performen, aber weder das Team noch ich wollen zu viel Druck machen. Es geht darum, zu sehen, ob wir konkurrenzfähig sein können“, so der Brachbacher.

Liveübertragung bei SAT.1

Immerhin: Die beiden Läufe in der Eifel, die jeweils um 13.30 Uhr beginnen und live bei SAT.1 und im Stream übertragen werden, sind für Stolz und sein Team ein Heimspiel, und auch seinen Wagen kennt der Brachbacher bestens. „Das ist das Auto, das ich fast jedes Wochenende fahre, also bin ich schon guter Dinge. Die Reifen sind ein bisschen anders, die Leistung ist ein bisschen höher, aber auch gegen 90 Prozent der Fahrer bin ich erst kürzlich in Spa gefahren“, sieht sich Stolz gut vorbereitet.

"Das ist das erste Mal seit fünf Jahren, dass ich ein Cockpit für mich allein habe.
Das ist schon cool, so ein Rennen mal allein bestreiten zu können"
Luca Stolz
Mercedes-Pilot aus Brachbach

Beim angesprochenen 24-Stunden-Rennen auf dem Ardennenkurs in Belgien hatten der Brachbacher und seine Teamkollegen Pech, nach einer guten Leistung mit technischen Problemen vorzeitig auszuscheiden. Teamkollegen ist dabei ein Stichwort, denn die gibt es in der DTM nicht. „Das ist das erste Mal seit fünf Jahren, dass ich ein Cockpit für mich allein habe. Das ist schon cool, so ein Rennen mal allein bestreiten zu können“, findet Stolz, der mit der Startnummer 7 an den Start gehen wird.

Drei ehemalige Formel-1-Fahrer am Start

Auch wenn nicht mehr die ganz großen Namen im Fahrerfeld vertreten sind, werden mit Timo Glock, Christian Klien und Alexander Albon drei ehemalige Formel-1-Piloten ins Rennen gehen. Mit Sophia Flörsch ist außerdem eine Frau mit dabei. Führender im Gesamtklassement ist nach drei Stationen der Südafrikaner Kelvin van der Linde. Nach der Umstellung auf GT3-Fahrzeuge sind neben Mercedes mit Audi, BMW, McLaren, Ferrari und Lamborghini so viele Hersteller wie seit vielen Jahren nicht vertreten.

Wo sich in dieser Gemengelage Luca Stolz einsortiert, wird sich so richtig am Samstagvormittag im Qualifying herauskristallisieren. „Das Level wird natürlich hoch sein“, weiß auch der 26-Jährige, dass auf ihn in der DTM eine besondere Herausforderung zukommt. Bekanntes Auto, bekannte Strecke, bekannte Konkurrenten: Für Rennfahrer Luca Stolz wird am kommenden Wochenende vieles gleich sein – und eben doch irgendwie alles ganz anders.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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