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Hilfsaktion auf Gelände der Adolfsburg
4720 Euro für von Brand betroffene Familie aus Rinsecke

Ein stolzer Erlös: 4720 Euro erbrachte die Hilfsaktion auf Schloss Adolfsburg, die Peter Meyer sowie die Fotografinnen Steffi Jung und Jenny Michallik (v. l.) initiierten.
  • Ein stolzer Erlös: 4720 Euro erbrachte die Hilfsaktion auf Schloss Adolfsburg, die Peter Meyer sowie die Fotografinnen Steffi Jung und Jenny Michallik (v. l.) initiierten.
  • Foto: yve
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

yve Oberhundem. „Es war ein ganz toller Tag“, blickt Hobbyfotografin Steffi Jung auf den 20. September zurück. Das Wasserschloss Adolfsburg in Oberhundem hatte seine Pforten weit geöffnet, bei schönstem Wetter verweilten Besucher im Café unter freiem Himmel, wieder andere verteilten sich auf dem imposanten Anwesen, um sich von Steffi Jung und der hauptberuflichen Fotografin Jenny Michallik ablichten zu lassen.
Einige Bereiche der herrschaftlichen Gemäuer sind eigentlich nicht öffentlich zugänglich, doch an diesem 20. September war hier der Zutritt ausdrücklich erwünscht, um der Familie aus Rinsecke zu helfen, die seit dem Brand ihres Wohnhauses Anfang August vor dem Nichts steht.

yve Oberhundem. „Es war ein ganz toller Tag“, blickt Hobbyfotografin Steffi Jung auf den 20. September zurück. Das Wasserschloss Adolfsburg in Oberhundem hatte seine Pforten weit geöffnet, bei schönstem Wetter verweilten Besucher im Café unter freiem Himmel, wieder andere verteilten sich auf dem imposanten Anwesen, um sich von Steffi Jung und der hauptberuflichen Fotografin Jenny Michallik ablichten zu lassen.
Einige Bereiche der herrschaftlichen Gemäuer sind eigentlich nicht öffentlich zugänglich, doch an diesem 20. September war hier der Zutritt ausdrücklich erwünscht, um der Familie aus Rinsecke zu helfen, die seit dem Brand ihres Wohnhauses Anfang August vor dem Nichts steht. Für Steffi Jung, die in der Nähe des Wasserschlosses lebt, stand seinerzeit schnell fest – „wir müssen etwas tun.“
In Peter Meyer von der Eigentümergemeinschaft der Adolfsburg und Jenny Michallik fand sie genau die richtigen Ansprechpartner für ihr Vorhaben, einen Spendentag auszurichten (die SZ berichtete mehrfach). Im Mittelpunkt standen Fotoshootings, die in Bereichen des altehrwürdigen Baudenkmals aufgenommen wurden, die sonst nur den Bewohnern vorbehalten sind.

Erwartungen wurden übertroffen

„Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, erinnert sich Steffi Jung. 56 Fotoshootings waren am Abend „im Kasten“. „Die Location ist ja auch einfach außergewöhnlich“, so Jenny Michallik. Die Fotografinnen verzichteten auf jegliches Honorar und übergaben die fertigen Bilder gegen eine Mindestspende. „Das hat richtig Spaß gemacht“, resümiert Steffi Jung die Stunden hinter der Kamera. Von der Krabbelgruppe bis zur Seniorin – alle Generationen seien vertreten gewesen.
Peter Meyer und sein Mann Sebastian spendierten alkoholfreie Getränke, die Krombacher Brauerei den Gerstensaft. „Alle haben Hand in Hand gearbeitet“, freut sich Meyer. Auch die Frauen der örtlichen kath. Frauengemeinschaft waren vertreten, sie backten auf dem Burggelände Waffeln und kochten Kaffee. Viele Freiwillige hatten sich an Meyer und Steffi Jung gewandt und ihre Unterstützung signalisiert.
Der Erlös des Spendentages in Höhe von 4720 Euro kommt zu 100 Prozent der vom Hausbrand betroffenen Familie zugute.

Flammen wüten in Wohnhaus

Der Gewinn wurde zudem durch den Verkauf von Trödel sowie von 50 limitierten sauerländischen altdeutschen Schieferplatten in der Größe von etwa 20 mal 40 Zentimetern erzielt. Sämtlich Originalbauteile vom Dach des Schlosses, die im Zuge von Sanierungsarbeiten kurz vor dem Spendentag ausgetauscht werden mussten. Eine Urkunde, die von der Echtheit zeugt, gab es gratis dazu. Zudem entrichteten die Hausverwaltung des Schlosses sowie die an der Burg tätige Dachdeckerfirma Gros und Zimmermann aus Siegen Spenden. Die Familie lebt derzeit in einer Ferienwohnung und hat sich laut Steffi Jung sehr für die Unterstützung bedankt. „Da wusste sie noch gar nicht die Höhe der Spendensumme.“

Bekanntgabe des Erlöses in der Adolfsburg

Die Bekanntgabe des Erlöses fand am Sonntag im Gräftenhaus der Adolfsburg statt, in dem Peter und Sebastian Meyer leben. Das Haus ist ein Standort der Oberhundemer Adventsfenster-Aktion. So gab es kleine weihnachtliche Überraschungen und selbstgemachten Glühwein, den Besucher Corona-bedingt am Fenster entgegennehmen konnten. Und die Meyers haben ihre bemerkenswerte Krippe im Eingang des Gräftenhauses so aufgebaut, dass sie durch die Glastür zu bewundern ist.
Ein weiterer Spendentag ist schon geplant, im nächsten Jahr möchten sich die Organisatoren und ihre Helfer aus der Umgebung für das Olper Kinder- und Jugendhospiz „Balthasar“ engagieren. „Nach Jahren ist das Schloss endlich wieder im Dorf angekommen“, freut sich Peter Meyer. Die frühere Distanz zu den Eigentümergemeinschaft weiche immer mehr auf. Neuer Zusammenhalt sei spürbar.

"Feuer kann auch aufbauend sein"

Daher soll in Kürze wieder ein Zeichen gesetzt werden – „eine symbolische Geste“, so Meyer. Vom 20. bis zum 24. Dezember leuchtet im Gräftenhaus das Friedenslicht, das Jahr für Jahr mit dem Flugzeug von Bethlehem nach Wien transportiert wird. Von dort aus bringen es Pfadfinderinnen und Pfadfinder am dritten Advent zur weiteren Verteilung nach Deutschland.
„Die Menschen sind eingeladen, sich das Friedenslicht bei uns abzuholen. Damit möchten wir verdeutlichen, dass Feuer nicht nur zerstörend, sondern auch aufbauend sein kann.“

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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