KAB-Büro mit hauptamtlicher Stelle bleibt

Vorsitzender Neuhaus trat von Kommandobrücke ab / Pfarrer Lenz lobte Arbeit

sz Rahrbach. Im Josef-Gockeln-Haus in Rahrbach trafen sich jetzt 90 Delegierte der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) des Bezirks Olpe/Siegen. Sie vertreten 3500 Mitglieder in 50 Ortsvereinen.

Nach einem Grußwort des Verbandssekretärs Dr. Joachim Zimmermann aus Köln, sowie des Diözesanpräses, Bernhard Haaken aus Bielefeld, forderte der nach neun Jahren ehrenamtlicher Arbeit scheidende Bezirksvorsitzende der KAB Olpe/Siegen, Franz-Josef Neuhaus aus Olpe, mehr Solidarität in den sozialen Sicherungssystemen ein. Der Kreis der Versicherten sei auf alle Erwerbstätigen und alle Einkunftsarten auszuweiten: »Wir müssen die Entsolidarisierung in den sozialen Sicherungssystemen und die beschäftigungsfeindliche Finanzierung stoppen.«

Franz-Josef Neuhaus sprach jedoch auch den Kündigungsschutz an. Ihn abzubauen, schüre die Angst in den Betrieben. Dies sei kein positiver Impuls zur Erneuerung der Arbeitsgesellschaft. Die geplanten Abstriche beim Kündigungsschutz würden keine zusätzlichen Arbeitsplätze schaffen. Der Kündigungsschutz in Deutschland ist kein »Einstellungsrisiko« für Arbeitgeber, sondern ein Schutz für Arbeitnehmer vor dem erhöhten Arbeitsmarktrisiko. Neuhaus: »Die Firmen stellen nicht dann neue Mitarbeiter ein, wenn sie noch problemloser wieder entlassen können.«

In einer ausführlichen Laudatio würdigte Franz-Josef Neuhaus die elfjährige Arbeit des Bezirkssekretärs Bertram Weitershagen, der vom KAB-Büro in Olpe aus die Arbeit der 50 Ortsvereine maßgeblich durch logistische und organisatorische Unterstützung möglich gemacht habe. Weitershagen 1. Januar 2003 in Ruhestand. Anschließend wurde Bezirksvorsitzender Franz-Josef Neuhaus durch den Bezirkspräses Pfarrer Reinhard Lenz aus Freudenberg verabschiedet. Besonders wurde von Pfarrer Lenz hervorgehoben, dass Franz-Josef Neuhaus mit »viel Geschick diesen Verband durch eine schwierige Zeit manövriert hat«.

In den neu zu wählenden Bezirksvorstand entsandten die Delegierten Helmut Angst (Weidenau), Anfried Danne (Rudersdorf), Erich Diekmann (Siegen), Frido Droste (Finnentrop), Liborius Koch (Hünsborn), Peter Thesing (Olpe), Gerhard Cimiotti (Siegen) und Hildegart Schlüter (Sondern). Überdies gehört Pfarrer Reinhard Lenz (Freudenberg) als Präses dem Bezirksvorstand an. Der Bezirk soll im Diözesanvorstand der KAB der Diözese Paderborn durch Peter Thesing vertreten werden. Im Diözesanausschuss wird Liborius Koch und Helmut Angst die Interessen des Bezirks wahrnehmen. Nicht mehr im Bezirksvorstand vertreten ist Reinhard Klur (Hünsborn), dem mit großem Applaus der Dank der Delegierten für seine bisherige Arbeit ausgesprochen wurde.

Mehrere Anträge beschäftigten sich mit der Frage des Fortbestands eines eigenen Büros mit einer hauptamtlichen Besetzung im Bezirk Olpe/Siegen. Die Delegierten gingen hier hart mit den Plänen der Diözesanleitung ins Gericht, diese Position zu streichen. Die anwesenden Diözesanvorstandsmitglieder Klaudia Wurm (Gerlingen), Diözesanvorsitzender Karl-Heinz Naglack, Diözesanpräses Bernhard Haaken (Bielefeld), Diözesansekretär Stefan Gumbiowski (Hamm) sagten schließlich den Erhalt eines Büro mit entsprechender hauptamtlicher Besetzung mit einem verringerten Zeitkonto zu.

Zum Abschluss brachten die Delegierten in einer Entschließung ihre Empörung darüber zum Ausdruck, dass durch die Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission arbeitsmarktpolitische Förderprogramme gestrichen worden seien. Dies bedeute den Abbau von 80 ABM-Stellen beim Kettler-Cardijn-Werk (KCW) in Rahrbach, dessen Träger die KAB im Bezirk Olpe/Siegen ist. Das KCW wurde vor 15 Jahren ins Leben gerufen, um Langzeitarbeitslose wieder in Brot und Arbeit zu bringen. Das KCW wurde durch großes Engagement von ehrenamtlichen CAJ- und KAB-Mitgliedern aufgebaut. So konnten Jahr für Jahr bis zu 120 Menschen jährlich beschäftigt werden. Diese Abbaumaßnahmen der Bundesregierung wurden daher auf das Schärfste verurteilt. Sie dienten nicht dem sozialen Ausgleich, für den die KAB stehe und eintrete.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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