Klippenspringer im Sauerland

Athleten aus dem mexikanischen Acapulco »fliegen« hoch über dem Panorama-Park

hobö Oberhundem. Wasser und Berge gibt es im Sauerland reichlich, gleichwohl sind Klippen, die im kühlen Nass fußen, selten. Daher gibt es hierzulande nicht allzu viele Klippenspringer. Dennoch kann man derzeit exakt jene Spezies beobachten: im Panorama-Park bei Oberhundem. Vom 21. bis 30. Juli präsentieren sich dort Klippenspringer unter anderem auch aus dem für diesen Sport berühmten mexikanischen Acapulco.

Eigens dafür wurde ein Becken mit 150000 Litern und ein Turm von 27 Metern Höhe aufgebaut. Daran sind Sprungplattformen in zehn, zwölf, 15 und 25 Meter Höhe montiert. Von höchster Stelle erscheint das Becken winzig klein. Denn es hat nur einen Durchmesser von zehn und eine Tiefe von drei Metern.

Die Show der Truppe läuft dreimal täglich, die Kosten für das Zuschauen sind im Eintrittspreis des Parks erhalten. In den knapp 25 Minuten pro Vorführung zeigen die Athleten, die alle früher Weltklasse-Wasserpringer waren und an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen teilgenommen haben, atemberaubende Sprünge. Zunächst kommen olympische Stilsprünge aus verschiedenen Höhen an die Reihe. Die nachfolgenden Clownsprünge sind nicht nur unterhaltsam und bunt, sondern offenbaren gleichzeitig das enorme Können der Springer.

Die Höhepunkte der »High Dive Show« sind aber zweifelsohne der Feuersprung sowie der »Todessprung«. Auch diese zeigten die Springer in einer gestern eigens für die Presse anberaumten Vorführung. Brian Alexander Reif aus Schottland zieht sich für den Feuersprung zunächst einen in Wasser getränkten Baumwoll-Jogginganzug an und streift sich dann zwei mit Benzin übergossen Capes über. Er klettert auf die zwölf Meter hohe Plattform und zündet das Benzin an. Danach wartet er etwa zehn Sekunden, ehe er nahezu völlig in Feuer gehüllt in die Tiefe springt. Ein spektakulärer Stunt.

Nicht minder furchterregend für all jene, die schon auf einem Drei-Meter-Brett im Freibad schlotternde Knie bekommen, gestaltet sich der »Todessprung«. Rogelito Lopes aus Brasilien, zweifacher Vize-Weltmeister im Cliffdiving (Klippenspringen), klettert auf die 25 Meter hohe, kleine Sprungplattform. Gestern beispielsweise herrschte auf dem Eggenkopf hoch über dem Panorama-Park starker Wind, der bei einem Sprung aus einer solchen Höhe bereits Auswirkungen auf die Flugkurve hat und das Treffen des kleinen Beckens wahrlich nicht erleichtert. Lopes springt verwegen ab, zeigt sogar etliche Drehungen und Salti, bevor er in das – wie erwähnt – lediglich drei Meter tiefe Becken eintaucht.

»Wir freuen uns, dass wir endlich die besten Wassershow-Akrobaten der Welt verpflichten konnten«, betonte gestern Rolf Hansen, »Marketing-&-Sales-Manager« des Panorama-Parks. »Sensationell ist die Mut und Akrobatik.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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