Kraftwerk ab 2005 unter Dampf

Energie aus Biomasse: Grünewald und Harpen Energie Contracting gründeten Gesellschaft

mik Kirchhundem. Der Wirtschaftsstandort Deutschland im Mai: Der Norden klagt. Der Süden stöhnt. Und in der Mitte der Republik gibt es seit gestern ein Unternehmen mehr. Die Gebr. Grünewald GmbH und die Harpen Energie Contracting GmbH haben gestern die »Heizkraftwerk Südsauerland GmbH« gegründet. Der Grund: Die Unternehmen werden ein Biomasse-Heizkraftwerk auf dem Gelände der Firma Grünewald in Hofolpe errichten.

Dadurch entstehen circa zwölf Arbeitsplätze. Und wenn sie es könnten, würden sich darüber auch Fuchs und Hase freuen. Denn das Biomasse-Heizkraftwerk stößt deutlich weniger CO2 aus als eine kohlebefeuerte Anlage. Dr. Christopher Grünewald, geschäftsführender Gesellschafter des Papierherstellers, verriet gestern die Vorgeschichte: »Bei der Definition unserer Unternehmensziele haben wir uns in den vergangenen Jahren immer wieder mit umweltfreundlichen Alternativen für die Bereitstellung der für die Papierproduktion benötigten Dampfmenge beschäftigt.« Heute sorgen eine Pyrolyseanlage, ein Öl- und ein Gas-Kessel für den nötigen Dampf. Das ist bald Vergangenheit. Vor zwei Jahren wuchs die Idee, ein Biomasse-Heizkraftwerk für den nötigen Dampf sorgen zu lassen. Gemeinsam mit dem Unternehmen Harpen untersuchte man den Holzmarkt. Und fand die richtigen Partner: Die AKM Olpe GmbH und ein Süddeutsches Unternehmen liefern in den kommenden zehn Jahren die Holz-Hackschnitzel. Die werden in dem Betrieb produziert, den AKM zurzeit auf der Griesemert aufbaut (die SZ berichtete). Dort werden dann Paletten, Holzabfälle und Altmöbel angeliefert und aufbereitet.

Ein paar Daten: Das Heizkraftwerk wird etwa 27 Mill.e kosten. Läuft das Genehmigungsverfahren planmäßig, soll das Kraftwerk im Jahr 2005 Dampf machen. Verfeuert werden pro Jahr etwa 97000 Tonnen Holz. Das soll zu »über 50 Prozent« aus der Region kommen, schätzt Christopher Grünewald.–Neben dem Dampfbedarf für die Papierfabrik erzeugt eine Dampfturbine mehr als 75 Mill. Kilowatt (kWh) Strom im Jahr. »Das ist dreimal soviel wie die Papierfabrik Grünewald zurzeit pro Jahr verbraucht«, sagte Grünewald. Diese Strommenge verkauft das Heizkraftwerk Südsauerland dann an die RWE.

Da die Anlage auf dem Betriebsgelände der Papierfabrik errichtet werden soll, bleiben die Hofolper Wälder unberührt. Und damit die Holztransporter in der Zukunft nicht den Weg durch Hofolpes Dorfkern nehmen, entsteht eine neue Einfahrt auf das Betriebsgelände. »Im Ortskern und auf der Kampstraße wird es zu einer spürbaren Reduzierung der Verkehrslast kommen«, verspricht Grünewald. Das Genehmigungsverfahren wird voraussichtlich ab Mitte Juni anlaufen. Und in dieser Zeit wollen Christopher Grünewald und Peter Korak, Sprecher der Harpen Energie Contracting GmbH, die Hofolper Familien zu einer Informationsveranstaltung einladen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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