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Einzigartige Gemeinschaftsaktion soll zur Tradition werden
Osterbrunnen hält Dorfleben zusammen

Eröffneten den Osterbrunnen (v. l.): Bürgermeister Björn Jarosz, Pastor Jochen Ahl, Pfarrer Heinrich Schmidt und Reinhard Hesse, Vorsitzender der Dorf-AG.
  • Eröffneten den Osterbrunnen (v. l.): Bürgermeister Björn Jarosz, Pastor Jochen Ahl, Pfarrer Heinrich Schmidt und Reinhard Hesse, Vorsitzender der Dorf-AG.
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mari Welschen Ennest.  Zum dritten Mal setzte die Dorf AG „Impulse für Welschen Ennest“ mit dem fränkischen Brauch des Osterbrunnens ein buntes, fröhliches und aufmunterndes österliches Zeichen. Schon von weitem ziehen die bunt bemalten auf Buchsbaumgirlanden befestigten Eier am Marienbrunnen in der Dorfmitte alle Blicke auf sich.

Das gesetzte Ziel von 1500 Eiern wurde mit Bravour erreicht. Dazu haben seit 2019 zahlreiche begabte Künstlerinnen und Künstler aus der Dorfgemeinschaft und die Kinder der Grundschule und der beiden Kindergärten beigetragen. Damit machten sie Dorfgemeinschaft über alle Bewohnergruppen hinaus erlebbar. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

mari Welschen Ennest.  Zum dritten Mal setzte die Dorf AG „Impulse für Welschen Ennest“ mit dem fränkischen Brauch des Osterbrunnens ein buntes, fröhliches und aufmunterndes österliches Zeichen. Schon von weitem ziehen die bunt bemalten auf Buchsbaumgirlanden befestigten Eier am Marienbrunnen in der Dorfmitte alle Blicke auf sich.

Das gesetzte Ziel von 1500 Eiern wurde mit Bravour erreicht. Dazu haben seit 2019 zahlreiche begabte Künstlerinnen und Künstler aus der Dorfgemeinschaft und die Kinder der Grundschule und der beiden Kindergärten beigetragen. Damit machten sie Dorfgemeinschaft über alle Bewohnergruppen hinaus erlebbar. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die an den grünen Buchsbaumgirlanden befestigten Eier wurden nicht nur in leuchtenden Farben, sondern auch äußerst kreativ gestaltet. Sie zeigen zwischen gelben Schleifenbändern zum Beispiel Logos der heimischen Vereine oder Symbole von Bundesligavereinen.

Viele Besucher angelockt

Am Dienstag wurde der Osterbrunnen, der im Jahr 2019 auf Anregung von Elke Stupperich zum ersten Mal mit rund 600 Eiern gestaltet wurde und im Vorjahr mit 1200 Eiern geschmückt wurde, in kleiner Runde unter Beachtung der Corona-Maßnahmen eröffnet.

„Wir hoffen, dass wir mit dem Osterbrunnen Leben in die festliche Osterzeit bringen und dass sich bis zum 15. April viele Leute daran erfreuen. Im letzten Jahr hat er viele Besucher angelockt und wir hoffen, dass unser Osterbrunnen ein Stück Tradition wird und bleibt“, betonte Reinhard Hesse, Vorsitzender der Dorf-AG. Er sehe zum ersten Mal einen Osterbrunnen in dieser Form, räumte Bürgermeister Björn Jarosz ein. Er lobte das Engagement der Welschen Ennester, die für gute Ideen bekannt seien, die sie stets auch rasch in die Tat umsetzen würden. Der Osterbrunnen sei ein gutes Beispiel und eine löbliche Sache, die auch das Dorfleben zusammenhalte. Er hoffe sehr, dass sich das Projekt als Keimzelle der Region etabliere.

„Wir leben in einer Zeit, in der viele Dinge nicht gehen“

„Wir leben in einer Zeit, in der viele Dinge nicht gehen“, sprach Pastor Jochen Ahl von der evangelischen Kirchengemeinde Krombach die Einschränkungen in der Corona-Pandemie an. „Doch wir gehen auf Ostern zu und sagen Ja zu Gott, Ja zur Zuversicht und Ja zur Liebe, die stärker ist als der Tod. Am Osterbrunnen sehen wir das versinnbildlicht. Er ist ein Zeichen des Zusammenhalts und fordert auf, die Botschaft nach außen zu tragen.“

Feierliches Oster-Ritual Das feierliche Oster-Ritual, den Brunnen oder die Wasserquelle des Dorfes zu schmücken, stammt ursprünglich aus der Fränkischen Schweiz in Bayern. Der Hauptgrund für das Schmücken der Dorfquelle liegt nach Vermutungen darin, den Brunnen als wasserspendenden und lebenswichtigen Bestandteil einer Gemeinde zu ehren. Denn in früheren Zeiten sicherte ein gefüllter Brunnen das Überleben vieler Menschen und Tiere und war somit ein kostbares und nicht immer selbstverständliches Gut. Mündlichen Überlieferungen zufolge entstand der erste Osterbrunnen im Jahr 1908 in der Gemeinde Aufseß bei Nürnberg. Danach verbreitete sich das Schmücken des Osterbrunnens auch in anderen Teilen Deutschlands. Beliebte Osterdekorationen sind vor allem viele bunt bemalte Ostereier, die häufig in Form einer Krone angeordnet werden. Doch auch frisch geschlagene junge Äste, Blumen und Papierbänder in Regenbogenfarben werden gern als Osterschmuck verwendet.

„Verheißung darf es auch in diesen Tagen geben. Am Osterbrunnen wird durch die bunten Eier deutlich gemacht, dass wir alles Gute, das im Leben verschlossen ist, aufbrechen, um es im Leben zu verströmen. Wo alle Nein sagen, sagt Gott Ja. Und wo nichts mehr geht, geht durch Gott alles“, brachte der Leiter des Pastoralen Raums Kirchhundem, Pfarrer Heinrich Schmidt, bei der Segnung des Osterbrunnens die Osterbotschaft auf den Punkt.

Autor:

Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

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