Panoramapark wird verkauft

Insolvenzantrag währte 24 Stunden / Mitarbeiter bleiben

mik Oberhundem. Die Nachricht kam gestern über den Äther: »Über das Vermögen der Panoramapark Sauerland GmbH&Co.KG hat das Amtsgericht Siegen ein Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet.« Auch im Internet informierten kalte Druckbuchstaben über das Gleiche. Doch da war es schon wieder Schnee von gestern.

Michael Weber, Prokurist der Panoramapark-Sauerland GmbH, verriet der Siegener Zeitung gestern Abend den neuesten Stand: »Der Insolvenzantrag ist zurückgenommen worden. Die Gesellschaften werden weitergeführt.« Laut Weber hätten die Banken dieser Lösung zugestimmt.

Am Mittwoch sei Insolvenzantrag gestellt und bereits gestern Morgen zurückgenommen worden. Der Grund: Hermann Schulte-Wrede, Inhaber des Panoramaparks, hat sich mit einem europäischen Investor über die Übernahme seines Lebenswerkes geeinigt. Noch einmal Prokurist Weber: »Der Investor ist einer der europäischen Marktführer im Bereich Freizeitparks. Und er plant, den Panoramapark in der jetzigen Struktur zu erhalten.« Mit anderen Worten: Auch weiterhin röhren Hirsche im Gehege. Doch die Brunftschreie allein werden die Besucher nicht in den Freizeitpark mitten im urwüchsigen Nadelwald locken. Bereits in der Vergangenheit kursierten immer wieder Gerüchte, dass auch der Panoramapark unter dem veränderten Freizeitverhalten der Bürger zu leiden habe. Die Besucherzahlen seien nicht berauschend gewesen. Auch Deutschlands längste Rollerbobbahn, der Fichtenflitzer, und die einmalige Lage konnten den Trend nicht abwenden. Das weiß auch Michael Weber: »Es kamen vor allem weniger Besuchergruppen.«

Natürlich werde der Investor neue Attraktionen hinzufügen, so Weber. Doch er ist sich sicher: nicht auf Kosten des einmaligen Charmes des Parks. Dafür spräche auch, dass Inhaber Schulte-Wrede bereits vor einem Jahr den Kontakt zum baldigen Besitzer der 800000m2 großen Anlage aufgenommen habe. Dieser sei vom Panoramapark »begeistert«. Und wohl auch von dessen Team. Prokurist Weber mit der guten Nachricht: »Die Mitarbeiter werden übernommen.« Rund 60 Männer und Frauen sind fest angestellt. Im Sommer arbeiten weitere 40 Saisonkräfte im Park. Die Kaufverträge werden vermutlich in zwei Wochen unterzeichnet. Und dann werden auch Pläne zur Zukunft und Gestalt des Panoramaparkes präsentiert.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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