Rüsper Kapelle steht seit 50 Jahren

Entwurf kam vom Erndtebrücker Architekten Rudolf Bender / Feierstunde am Samstag

akj Rüspe. Ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit in Rüspe der Grundsstein für die Hubertuskapelle gelegt wurde. Rüspe, der kleine Fleck im Sauerland, der auf der Straße von Röspe nach Kirchhundem nur wenige Kilometer von Röspe entfernt liegt, zählt rund 40 Einwohner. Eine Hubertuskapelle ist in dieser Gegend sehr selten zu finden. Durch die Amtshilfe des damaligen Pfarrers Klein sowie Grundstücks- und Geldspenden von Reichsfreiherr Caspar von Fürstenberg und dem Industriellen Dr. Carl-Hugo Steinmüller und ebenso durch weitere Unterstützungen wurde der Bau der Kapelle vor 50 Jahren ermöglicht.

Während die Planungen Ende Januar 1956 fertig waren, wurde bereits Mitte Juli desselben Jahres Richtfest gefeiert. Zielgenau wurde die Kapelle fertig gestellt, so dass die Übergabe am 3. November 1956 stattfinden konnte. Der Architekt kam aus Erndtebrück: Rudolf Bender hatte die Kapelle entworfen. Zu diesem Jubiläum fand am Samstag im Rahmen eines Jagdtages eine Hubertusmesse in Rüspe statt. Nachdem sich die Jäger bereits in der Frühe am Rhein-Weser-Turm zum Morgenansitz getroffen hatten, besuchten sie die Messe, die von den Pastoren Ewald Ludwig und Markus Kneer gemeinsam gehalten wurde. Der Jüngere der Beiden, Markus Kneer, hatte das Licht der Welt beim Bau der Kapelle noch lange nicht erblickt, wie Ewald Ludwig schmunzelnd erwähnte. Alexandra Wegener hatte die Kapelle zuvor festlich geschmückt: Es waren sowohl Waldfrüchte und Äste als auch Hirschgeweihe und Fuchsfelle rund um den Altar der Kapelle ausgelegt.

Markus Kneer ging während der Messe auf die verschiedenen Bilder des Waldes ein: »Vielleicht spüren sie, wenn sie auf die Jagd gehen, diese Ruhe, diese Stille«, sprach er die versammelten Jäger an. Neben diesem romantischen Bild gebe es aber auch noch den Blick auf den Wald als Nutz- und Wirtschaftsraum, so der Pastor weiter. »Ohne Gott geht es nicht, deswegen brauchen wir diesen Ort des Anbetens, der Stille, wo wir mit unseren Anliegen hinkommen können«, lobte er den Standort der Hubertuskapelle. Ewald Ludwig, der mittlerweile 89 Jahre alt ist, hielt Teile der Messe auf Oberhundemer Platt. Der Dank beider Pastoren galt vor allem denen, die die »Hege und Pflege des Waldes und der Tiere des Waldes« übernehmen sowie denen, die für den Erhalt der Kapelle Sorge tragen.

Auch Marlies Meier gestaltete den Gottesdienst mit, indem sie die Lesung vortrug. Vor 50 Jahren, beim Einweihungsgottesdienst der Hubertuskapelle, sagte die damals Achtjährige ein Gedicht auf. Für den musikalischen Rahmen der Messe sorgte der Bläserchor des Hegerings Rüspe. »Wir sind erst seit vier Jahren wieder aktiv«, erklärte Detlef Hellekes, der Leiter des Ensembles.

Im Anschluss an die Messe wurde ein Film gezeigt, der zur Benediktion der Kapelle gedreht wurde. Walter Wenning aus Rinsecke hatte für die Digitalisierung gesorgt. Auch Bilder und Beschreibungen erläuterten auf Tafeln die Entstehung der Hubertuskapelle. Um Mittag trafen sich die Jäger dann in Gruppen in verschiedenen Revieren, um der Drückjagd nachzugehen. Am frühen Abend fand dann wieder ein Zusammentreffen an der Hubertuskapelle statt, um die Strecke zu legen sowie traditionell im feierlichen Rahmen zu verblasen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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