Ortsvorsteher plant Bürgerversammlung
Beinahe-Dammbruch hat ein Nachspiel

Rund zwei Dutzend Häuser am Tecklinghauser Weg in Oberveischede wurden in der vergangenen Woche geräumt, weil beim drohenden Bruch eines Damms auf dem Gelände der Kreismülldeponie eine Flutwelle den Veischedebach überschwemmt hätte. Die als idyllischer Bach plätschernde Veischede fließt hier rechts zwischen den Nadel- und den Laubbäumen.
  • Rund zwei Dutzend Häuser am Tecklinghauser Weg in Oberveischede wurden in der vergangenen Woche geräumt, weil beim drohenden Bruch eines Damms auf dem Gelände der Kreismülldeponie eine Flutwelle den Veischedebach überschwemmt hätte. Die als idyllischer Bach plätschernde Veischede fließt hier rechts zwischen den Nadel- und den Laubbäumen.
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win Oberveischede. Obwohl der drohende Dammbruch am Regenrückhaltebecken der Kreismülldeponie dank enormen Einsatzes von Feuerwehr und Kreiswerken glimpflich verlaufen ist (die SZ berichtete), wird der Vorfall ein Nachspiel haben.

Bürgerversammlung kurz nach den Sommerferien

„Glück gehabt“, so lautet der erste Kommentar von Ortsvorsteher Lothar Epe. Sein Dank im Namen der ganzen Ortschaft gilt den Verantwortlichen von Kreis, Kreiswerken und Feuerwehr: „Da sind die richtigen Entscheidungen gefasst worden. Aber was wäre gewesen, wenn…“ Und Epe erinnert an Sorgen und Forderungen der Bürgerinitiative in den 1980er-Jahren. die unter dem Motto „Keine Mülldeponie im Veischede-Quellgebiet“ einen energischen, wenn auch am Ende vergeblichen Kampf gegen den Bau der Deponie gefochten hatte.

Epes Konsequenz: „Wir werden jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen“, vielmehr gewinne das Thema „Deponie und Veischedebach bzw. -tal“ mit der Zunahme extremer Wetterlagen neue Aktualität! „Ich erwäge die Einberufung einer Bürgerversammlung zeitnah nach den Sommerferien“, so der engagierte Ortsvorsteher, der bis zur vergangenen Kommunalwahl für die CDU im Olper Stadtrat saß und viele Jahre stellv. Bürgermeister der Kommune war.

Die Bürgerinitiative ,,Veischede-Quellgebiet''

Was nicht heißt, dass er schonend mit der Verwaltung umgeht. „Was mich formidabel ärgert, ist der Umgang der Stadt mit uns Ortsvorstehern. Hätten mich nicht Passanten gefragt, was für eine Feier in der Dorfgemeinschaftshalle denn laufe, hätte ich nichts von dem Feuerwehreinsatz mitbekommen“, so Epe, der auf der anderen Talseite von Oberveischede lebt, vom evakuierten Bereich unter anderem durch die Bundesstraße 55 getrennt. „Ich habe offiziell bisher immer noch nichts davon mitgeteilt bekommen.“

1982 wurde die Bürgerinitiative „Veischede-Quellgebiet“ gegründet, um den Kampf der Dörfer im Veischedetal gegen den Bau der Zentraldeponie aufzunehmen. Hauptsorge war damals die mögliche Kontaminierung des Flüsschens Veischede, der das gesamte, nach ihm benannte Tal durchquert und in Grevenbrück in den Ruhr-Zufluss Lenne mündet. 2002 beendete die Initiative ihre Aktivitäten, nachdem sie ihre Anliegen nicht hatte durchsetzen können. Aufgelöst wurde sie allerdings nicht – möglicherweise kann sie nun wieder aufleben, um Druck auf das Abstellen der durch die Beinahe-Katastrophe offenkundig gewordenen Mängel auszuüben.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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