Wartelisten bei Ärzten, keine Termine in Attendorn
Corona-Impfstoff immer noch knapp

Das Impfzentrum des Kreises Olpe ist aktuell nur zur Hälfte ausgelastet, denn es stehen lediglich täglich rund 200 Impfdosen für die Erst- sowie 500 für die Zweitimpfungen zur Verfügung.
  • Das Impfzentrum des Kreises Olpe ist aktuell nur zur Hälfte ausgelastet, denn es stehen lediglich täglich rund 200 Impfdosen für die Erst- sowie 500 für die Zweitimpfungen zur Verfügung.
  • Foto: Kreisverwaltung
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

sz Kreisgebiet. Rund die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Olpe hat die erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Insgesamt 67 560 Erstimpfungen (entspricht 50,4 Prozent der Bevölkerung) und 20 293 Zweitimpfungen (entspricht 15,1 Prozent der Bevölkerung) wurden laut Pressemitteilung der Kreisverwaltung bis zum 19. Mai im Kreis Olpe verabreicht – Quoten, die sich im Landesvergleich durchaus sehen lassen können. Doch viele Menschen warten noch auf ihren Impftermin, entweder weil sie derzeit noch nicht zu einer berechtigten Gruppe gehören oder weil sie einfach keinen freien Impftermin buchen können.

„Die Wartelisten in den Arztpraxen sind lang und freie Termine im Impfzentrum sind derzeit kaum zu buchen“, betont die Kreisverwaltung. Die Ungeduld und Unzufriedenheit bei allen Beteiligten wachse zunehmend. Auch wenn ab Montag, 7. Juni, die Impfpriorisierung aufgehoben werde und außerdem die Betriebsärzte mit ins Impfgeschehen eingreifen sollen, bedeute dies nicht, dass sofort alle Impfwilligen auch einen Termin erhalten könnten. „Denn die Corona-Impfstoffe sind immer noch Mangelware.“

Impfstoffverteilung streng geregelt

Wichtig zu wissen: Weder das Impfzentrum, noch der Kreis Olpe haben Einfluss auf die Verteilung des Impfstoffes in der Region. Die Steuerung über die Impfstoffverteilung inklusive der zugedachten Impfstoffmengen an die Impfzentren und die Arztpraxen erfolgt über das Bundesgesundheitsministerium. Zu unterscheiden ist dann noch zwischen der Belieferung der Impfzentren einerseits und der Arztpraxen andererseits.

Die Impfstoffverteilung an die Impfzentren erfolgt über die Länder, die zu diesem Zweck vom Bundesgesundheitsministerium Impfstoff zugeteilt bekommen. Der Bund liefert seit April konstant 2,25 Millionen Impfdosen pro Woche nach Einwohnerzahlen an die Länder. Für Nordrhein-Westfalen sind das wöchentlich 485 000 Dosen, die von dort ebenfalls anteilig nach Einwohnerzahlen an die Impfzentren verteilt werden. Das Land muss nun aus diesem aktuell gleichbleibenden Kontingent die zunehmende Zahl an Zweitimpfungen sicherstellen, was nach Auffassung des Kreises Olpe „zwangsläufig zu einer erheblichen Reduzierung der möglichen Erstimpfungen führt“.

Impfzentrum könnte viel mehr leisten

Dem Impfzentrum des Kreises in Attendorn stehen so zurzeit täglich nur rund 200 Impfdosen für Erstimpfungen zur Verfügung. Hinzu kommen rund 500 Zweitimpfungen pro Tag. Damit ist das Impfzentrum praktisch nur zur Hälfte ausgelastet, denn personell und organisatorisch wäre es in der Lage, bis zu 1400 Impfungen am Tag durchzuführen. Die Impfstofflieferungen an die Arztpraxen erfolgen völlig getrennt von der Belieferung der Impfzentren, denn sie werden vom Bund über die Apotheken mit Impfstoff versorgt. Die Arztpraxen bestellen den Impfstoff bei den Apotheken, die dann die Verteilung im Rahmen der verfügbaren Dosen gerecht vornehmen.

Laut Bundesgesundheitsministeriums sollen im Mai und Juni alle Impfstoffmengen, die die jeweiligen Länderkontingente übersteigen, an die Arztpraxen und die Betriebsärzte geliefert werden. Genaue Zahlen liegen dem Kreis Olpe hierzu nicht vor

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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