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Liftbetreiber wegen Corona-Lage alarmiert
Kein ungetrübter Pistenspaß

Der erwartete Ansturm ist vorerst ausgeblieben: Während sich am Samstag noch verhältnismäßig wenige Besucher auf die geöffneten Pisten am Skiliftkarussell Winterberg wagten, fiel der Zuspruch am Sonntag schon deutlich größer aus.
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ll / yve / vc/nja Winterberg/Olpe/Lützeln. Klirrend kalt und weiß gepudert: So präsentierte sich das erste Adventswochenende in weiten Teilen Wittgensteins und des Sauerlands – selbst nach Siegen hatten sich am Montagmorgen ein paar Flöckchen verirrt. Kein Wunder, dass es für viele Leute nur ein Motto gab: ab in den Schnee. Zum Winterwandern in verschneiter Natur reichte es fast überall, die meisten Skigebiete sind aber noch geschlossen.
Schneefall ermöglicht Start in die Wintersaison
Lediglich in Winterberg drehen sich die ersten Lifte, die Schneeproduktion hat vor ein paar Tagen begonnen. Rund zehn Zentimeter Schnee sind frisch gefallen, davon profitiert auch das Rodelparadies an der Ruhrquelle. Viele begeisterte Familien mit Kindern haben dort am Wochenende schon ihren Spaß gehabt.

ll / yve / vc/nja Winterberg/Olpe/Lützeln. Klirrend kalt und weiß gepudert: So präsentierte sich das erste Adventswochenende in weiten Teilen Wittgensteins und des Sauerlands – selbst nach Siegen hatten sich am Montagmorgen ein paar Flöckchen verirrt. Kein Wunder, dass es für viele Leute nur ein Motto gab: ab in den Schnee. Zum Winterwandern in verschneiter Natur reichte es fast überall, die meisten Skigebiete sind aber noch geschlossen.

Schneefall ermöglicht Start in die Wintersaison

Lediglich in Winterberg drehen sich die ersten Lifte, die Schneeproduktion hat vor ein paar Tagen begonnen. Rund zehn Zentimeter Schnee sind frisch gefallen, davon profitiert auch das Rodelparadies an der Ruhrquelle. Viele begeisterte Familien mit Kindern haben dort am Wochenende schon ihren Spaß gehabt. „Der Trend geht generell eher weg vom reinen Wintersport und hin zum Schnee-Erlebnis“, weiß Susanne Schulten, Pressesprecherin der Wintersport-Arena Sauerland, zu berichten.

Einen regelrechten Ansturm von Wintersportfreunden hat es noch nicht gegeben. Am Samstag sei relativ wenig los gewesen, so Schulten im Gespräch mit der SZ. „Am Sonntag war es angenehm voll.“ Angenehm vor allem deshalb, weil auch die Liftbetreiber mit großen Sorgenfalten auf die sprunghaft ansteigenden Inzidenzen blicken. Geöffnet werden darf deshalb nur unter strengen Auflagen und mit einem gut ausgearbeiteten Hygienekonzept. Das vorherige Bestellen eines Online-Tickets wird dringend empfohlen.

2-G-Regel auf Piste und Gastronomie

Für die Gäste selbst gilt auf der Piste sowie in der Gastronomie die 2-G-Regel: geimpft oder genesen. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. Besucher müssen sowohl Impfnachweis als auch Personalausweis mitbringen und bereithalten, denn es gibt Stichprobenkontrollen von Ordnungsamt und Mitarbeitern des Skigebiets. In den Liften, an den Kassen und beim Anstehen gelten Maskenpflicht und das Abstandsgebot.

Ersten Reaktionen zufolge hat das Konzept gut funktioniert, es sei von den Gästen mitgetragen worden, so Susanne Schulten. Aber die Angst vor weiteren Restriktionen bzw. einem möglichen neuerlichen Lockdown ist groß. „Der anfängliche Optimismus ist vorerst gewichen, wir beobachten die höchst besorgniserregende Entwicklung ganz genau“, so die Pressesprecherin.

Olpe hofft auf Planungssicherheit

Ähnliche Befürchtungen beschleichen im Moment die Verantwortlichen auf dem Fahlenscheid nordöstlich der Stadt Olpe. „Wir brauchen Planungssicherheit und langfristige Konzepte“, betont Sebastian Stinn. Er bewirtschaftet mit seiner Frau Elisabeth, seinem Bruder Christoph und seiner Mutter Resi das Skigebiet samt Skihütte mit Platz für 100 Personen. Die Inbetriebnahme der Anlagen mit Wartung und eventuell anfallenden Reparaturen koste viel Zeit und vor allen Dingen Geld. „Hinterher schauen wir wieder in die Röhre“, zeigt sich Stinn besorgt. Derzeit könne er noch keine Prognose abgeben, wann sich die Lifte wieder drehen. Dabei ist das einzige Skigebiet mit Liftbetrieb im Kreis Olpe in den Wintermonaten eine beliebte Anlaufstelle. „Um die Schneekanonen in Betrieb zu nehmen, brauchen wir eine Woche Dauerfrost“, so Stinn.

Wittgenstein braucht Minusgrade

Auch die „Schneemänner“ am Hesselbacher Gletscher in Wittgenstein haben das Wetter im Blick: „Die Temperaturen müssen einfach stimmen. Das wird noch ein wenig dauern, bis wir beschneien können“, betont Günter Gerhardt vom SV Oberes Lahntal. Was die ehrenamtlichen Betreiber des Gletschers brauchen, ist eine stabile Hochdruckwetterlage mit knackigen Minustemperaturen. Nur damit, so Gerhardt, könne man Schnee produzieren, der länger liegen bleibt. Eine Schneedecke von zehn Zentimetern reiche bei Weitem nicht aus. Der Verein müsse auf die Kosten achten: „Es stellt sich die Frage, ob du fünf Propellerkanonen und drei Lanzen anwirfst. Wir könnten bei minus 3 Grad Schnee produzieren. Aber es ist dann teurer Schnee. Die Technik ist bei minus 10 Grad erheblich effektiver.“

Lift auf der Lützel ruht

„Fünf bis sechs Zentimeter Schnee liegen hier – der Skilift ruht“, sagt Helmut Treude vom Skiverein Lützel. Zum Rodeln reiche es aber – mal noch. Wenn mindestens 20 Zentimeter der weißen Pracht liegen, wird die Loipe gespurt; selbst die Panorama-Loipe soll endlich auch ausgeschildert werden. Wann wird der Skilift angeworfen? Am Donnerstag sei Vorstandssitzung, so Treude. Anschließend wolle sich der Verein mit seinen Plänen für die Saison wieder melden.

Der erwartete Ansturm ist vorerst ausgeblieben: Während sich am Samstag noch verhältnismäßig wenige Besucher auf die geöffneten Pisten am Skiliftkarussell Winterberg wagten, fiel der Zuspruch am Sonntag schon deutlich größer aus.
Hier ist das Schneevergnügen noch unbeschwert: Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre sind von der 2-G-Regel ausgenommen.
Autor:

Lars Lenneper

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