SZ

Polizei meldet auffällige Zahl
Mehr als 700 Wildunfälle im Kreis

Im Kreis häufen sich wieder die Wildunfälle. Insbesondere morgens und zur Abenddämmerung sollten  Autofahrer sehr aufmerksam  sein.
  • Im Kreis häufen sich wieder die Wildunfälle. Insbesondere morgens und zur Abenddämmerung sollten Autofahrer sehr aufmerksam sein.
  • Foto: hobö
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

hobö Kreisgebiet. In der Nacht zum Donnerstag kracht es wieder einmal: Um 2.55 Uhr läuft ein Reh vor das Auto eines 24-Jährigen. Er war auf der Kreisstraße 1 von Wenden in Richtung Ottfingen unterwegs, wo aufgrund einer Häufung von Wildunfällen kürzlich die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 auf 70 km/h begrenzt worden ist. Es entstand laut Polizei Sachschaden im vierstelligen Eurobereich.
Während für die betroffenen Autofahrer ein solcher Wildunfall mit all seinen Begleiterscheinungen etwas Besonderes darstellt, ist es für die Beamten der Kreispolizeibehörde Olpe traurige Routine. In einem normalen Jahr zählt die Polizei etwa 700 Wildunfälle im Kreisgebiet – durchschnittlich sind dies rund 60 pro Monat oder zwei am Tag.

hobö Kreisgebiet. In der Nacht zum Donnerstag kracht es wieder einmal: Um 2.55 Uhr läuft ein Reh vor das Auto eines 24-Jährigen. Er war auf der Kreisstraße 1 von Wenden in Richtung Ottfingen unterwegs, wo aufgrund einer Häufung von Wildunfällen kürzlich die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 auf 70 km/h begrenzt worden ist. Es entstand laut Polizei Sachschaden im vierstelligen Eurobereich.
Während für die betroffenen Autofahrer ein solcher Wildunfall mit all seinen Begleiterscheinungen etwas Besonderes darstellt, ist es für die Beamten der Kreispolizeibehörde Olpe traurige Routine. In einem normalen Jahr zählt die Polizei etwa 700 Wildunfälle im Kreisgebiet – durchschnittlich sind dies rund 60 pro Monat oder zwei am Tag.

Häufig hohe Sachschäden

Ende Januar rückten die Polizisten in nur einer Nacht zu acht Wildunfällen auf den Straßen im Kreis Olpe aus. Und seit vergangener Woche sind wieder vermehrt Wildunfälle gemeldet worden.Auch wenn die meisten Kollisionen mit Wild für die Verkehrsteilnehmer glimpflich ausgehen und die Insassen der Fahrzeuge selten verletzt werden, entstehen oft hohe Sachschäden. Nicht selten müssen die Inhaber der Fahrzeuge einen wirtschaftlichen Totalschaden zur Kenntnis nehmen und sich um ein neues Auto bemühen. Der Autor dieser Zeilen kann ein Lied davon singen. Zunächst sehen die Schäden gar nicht extrem kostspielig aus, werden aber infolge des Zusammenpralls die Airbags ausgelöst, steigen die Reparaturkosten schnell in den fünfstelligen Bereich – bis eben hin zum Totalschaden, Am Rande bemerkt: Das Besorgen eines neuen Autos ist in Zeiten des Corona-Lockdowns alles andere als ein unkompliziertes Unterfangen.

Autofahrer sollten wachsam sein

Die Polizei weist derweil darauf hin, dass gerade jetzt zu Beginn des Frühjahrs Wild wieder aktiver wird: „Es ist vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen.“ Auch wenn sich manche dieser Tage wünschen, die Tierchen gingen auch in einen Lockdown, belegen die Statistiken, dass im Herbst und im Frühjahr häufiger Unfälle mit Wild passieren.  Erfahrungsgemäß werden der Polizei Unfälle zumeist in den Morgenstunden, zwischen 5 und 7 Uhr sowie mit dem Beginn der Abenddämmerung gemeldet. Die Polizei rät daher, insbesondere zu diesen Zeiten auf allen Straßen – insbesondere mit dem Gefahrenzeichen „Wildwechsel“ – sehr aufmerksam mit einer angemessenen Geschwindigkeit zu fahren und bremsbereit zu sein.
Besondere Unfallhäufungspunkte gibt es, aber die Zahlen schwanken insbesondere vor dem Hintergrund, dass Straßen unterschiedlich stark frequentiert werden. In den vergangenen Tagen, erklärte Polizei-Pressesprecher Michael Klein auf Rückfrage der SZ, habe es auch Zusammenstöße mit Wildschweinen gegeben. Das sei eher selten, in der Masse seien es Rehe, die in Wildunfällen involviert würden. Selten seien auch Zusammenstöße mit Kleintieren wie Fuchs und Hase. Diese Fälle, so Klein, würden womöglich gar nicht gemeldet.

Wagen abbremsen, hupen und Licht abblenden

Erblicken Fahrzeugführer ein Tier rechtzeitig, sollten sie ihren Wagen abbremsen, hupen und das Licht gegebenenfalls abblenden, damit das Tier nicht geblendet wird und flüchten kann. Auch wenn sich das Wild von der Fahrbahn bewegt, sollte man mit erhöhter Vorsicht die Stelle passieren, da weitere folgen könnten oder dieses auch zurückkehren könnte. Wenn eine Kollision nicht mehr zu verhindern ist, sind Ausweichmanöver gefährlich. Ruckartige Lenkbewegungen führen unter Umständen zu einem ausbrechenden Fahrzeug. Damit bringen Fahrer nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer, die beispielsweise im Gegenverkehr unterwegs sind, in Gefahr.
Nach dem Unfall gilt: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Unfallstelle absichern. Das gilt auch, wenn das Tier verletzt geflüchtet ist. Ganz wichtig ist, Ruhe bewahren und die Polizei informieren. Diese nimmt dann den Kontakt zum Jagdausübungsberechtigten auf, der sich um das Tier kümmert.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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