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Weihnachtspäckchen für Kinder in Not
Sammelaktion im Kreis Olpe startet

Silvia Volpert (l.) und Beate Schröder hoffen (r.), dass sich die Menschen aus dem Kreisgebiet wie in den Vorjahren wieder an der Aktion Weihnachtspäckchen für Kinder in Not beteiligen.
  • Silvia Volpert (l.) und Beate Schröder hoffen (r.), dass sich die Menschen aus dem Kreisgebiet wie in den Vorjahren wieder an der Aktion Weihnachtspäckchen für Kinder in Not beteiligen.
  • Foto: mari
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mari Olpe. „Winterwunderland“ – die Aufschrift auf den Fensterscheiben im Erdgeschoss des Nebengebäudes des Städtischen Gymnasiums Olpe ist Programm. Hinter den Scheiben werden seit 2016 die Weihnachtspäckchen für Kinder in Not kontrolliert und gesammelt.
Obwohl die Aktion erst am 26. Oktober startet, sieht es schon weihnachtlich aus. Die ersten liebevoll gepackten Päckchen wurden bereits abgegeben. Ebenso stehen Boxen mit selbstgestrickten warmen Anziehsachen bereit. „Wir werden immer wieder überrascht mit schönen Dingen. Eine Helferin hat Malbücher gestaltet und eine Zahnarztpraxis hat uns 100 Kuscheltiere gespendet, die Zahnpastatuben unterm Arm geklemmt haben“, so Silvia Volpert.

mari Olpe. „Winterwunderland“ – die Aufschrift auf den Fensterscheiben im Erdgeschoss des Nebengebäudes des Städtischen Gymnasiums Olpe ist Programm. Hinter den Scheiben werden seit 2016 die Weihnachtspäckchen für Kinder in Not kontrolliert und gesammelt.
Obwohl die Aktion erst am 26. Oktober startet, sieht es schon weihnachtlich aus. Die ersten liebevoll gepackten Päckchen wurden bereits abgegeben. Ebenso stehen Boxen mit selbstgestrickten warmen Anziehsachen bereit. „Wir werden immer wieder überrascht mit schönen Dingen. Eine Helferin hat Malbücher gestaltet und eine Zahnarztpraxis hat uns 100 Kuscheltiere gespendet, die Zahnpastatuben unterm Arm geklemmt haben“, so Silvia Volpert. Sie übernahm vor vier Jahren die Leitung des seit 2004 im Kreisgebiet laufenden Projekts „Weihnachten im Schuhkarton“, das sich im gleichen Jahr der Stiftung „Kinderzukunft“ anschloss und seitdem unter dem Motto „Weihnachtspäckchen für Kinder in Not“ tätig ist.

1750 Päckchen im vergangenen Jahr

Das Projekt hält die rund 70 bis 80 Helferinnen und Helfer das ganze Jahr auf Trab. „Nach Weihnachten ist vor Weihnachten ist unser Motto. Es wird ständig gehandarbeitet, geplant, eine Benefizveranstaltung organisiert, nach Angeboten beispielsweise für Schokolade (ohne Nüsse) oder Schreibhefte Ausschau gehalten und gehamstert“, berichtete Silvia Volpert. In den vergangenen drei Jahren stieg die Zahl der abgegebenen Päckchen kontinuierlich. „Im Jahr 2017 waren es 1213, ein Jahr später 1502 und im vergangenen Jahr 1750 Päckchen. Wir sind gespannt, wie die Bilanz in diesem heftigen Corona-Jahr ausfällt, in dem uns leider der Erlös unserer jährlichen Benefiz-Veranstaltung fehlt. Das eingenommene Geld haben wir stets für Zupackmaterialien verwenden“, so Silvia Volpert. „Wir hoffen jedoch, dass wir wieder von vielen Privatpersonen, Firmen, Kindergärten und Schulen sowohl durch Pakete als auch durch Spenden unterstützt werden.“ Info für Spendenwillige: Silvia Volpert, Stichwort „Kinderzukunft“, Spendenkonto, DE08 4626 1822 0041 5425 00, Volksbank Olpe.

Das Team such immer helfende Hände

„Ebenso freuen wir uns jederzeit über Helfer. Denn ohne all diese Unterstützung läuft es nicht. Dankbar sind wir der Volksbank Olpe, die die Einleger für unsere Flyer finanziert hat, und der Firma Obi, die uns die Umzugskartons, in die wir die Päckchen packen, zu einem sehr geringen Preis zur Verfügung stellt. Für die Abholungen hat uns die Stadt Olpe sogar unsere Parkausweise mit der Aufschrift ,Engel im Dienst’ genehmigt.“ Silvia Volpert und ihr Team freuen sich auf die Aktion, die vom 26. Oktober bis zum 26. November läuft. Bis dahin können die Päckchen dienstags und donnerstags von 16 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr unter Corona-Auflagen in der Sammelstelle „Winterwunderland“ in Olpe abgegeben werden. „Es lohnt sich, die Pakete hier abzugeben, damit man die schöne weihnachtliche Atmosphäre vermittelt bekommt. Den Weg zum ‚Winterwunderland‘ werden wir allerdings zum letzten Mal weihnachtlich beleuchten, denn das SGO benötigt die Räume selbst. Deshalb suchen wir eine Alternative“, so Silvia Volpert, die sich auf Angebote unter Tel. (01 51) 10 61 28 66 freut. Abgegeben werden können die Päckchen auch an den zahlreichen Sammelstellen im Kreis Olpe. Die Weihnachtspäckchen gehen an Kinder in Bosnien, Herzegowina, Guatemala und Rumänien, die in Kinderdörfern, Kinderheimen und Elendsvierteln leben, sowie an Kinder, die längere Zeit in Krankenhäusern verweilen oder auf der Straße leben.

Sammelstellen im Kreis Olpe Neben der Hauptsammelstelle in Olpe gibt es im Kreisgebiet folgende Sammelstellen für die Weihnachtspäckchen für Kinder in Not: Olpe, Fitnessclub „Mrs. Sporty“, Westfälische Straße 25; Caritas-Zentrum, Gerberweg 2; Friseursalon Julia Albrecht, Winterbergstraße 17; Lebenshilfe Kinderbüro, Franziskanerstraße 10; Friseursalon Grebe, Rhoder Straße 18 (Rhode). Drolshagen, Ursula Burghaus, Rosestraße 8. Wenden: Schuhhaus Häner, Hauptstraße 79; Anne Becker, Hilgenstockstraße 29; Sabine Backwinkel, Zum Elberscheid 31 (Elben). Attendorn: Marita Rüsche, Schützenstraße 3 a (Neu Listernohl). Kirchhundem: Liesel Kebben, Saalweg 3 (Hofolpe); Maria Hanses, Antoniusstraße 2 (Hofolpe). Lennestadt, Dorothee Sondermann, Am Langenscheid 14.

In jedes Päckchen sollten sechs Dinge: Etwas zum Waschen, Naschen, Spielen, Fühlen, Lernen und Wärmen. Anzugeben ist, ob der Inhalt für ein Mädchen oder für einen Jungen ist, und für welches Alter, bis sechs, zwölf oder 18 Jahre. Freuen würde sich das Team auch über einen kleinen Obolus von drei Euro pro Päckchen, da für jeden Karton drei Euro Transportkosten anfallen. Der Karton und der Deckel sollten separat mit Geschenkpapier verpackt werden, weil das Team die enthaltenen Dinge kontrollieren muss. „Das ist wichtig wegen des Zolls und des Haltbarkeitsdatums für Süßigkeiten, das bis Ende März des Folgejahres deklariert sein muss“, erklärte Silvia Volpert. „Manchmal sind Sachen in den Kartons wie kaputtes Spielzeug, bekritzelte Schreibhefte oder abgelaufene Süßigkeiten, die uns vor Enttäuschung Tränen in die Augen treiben und die wir dann aussortieren.“ Als Paradebeispiel hat sie einen Karton vom vergangenen Jahr aufbewahrt, in dem sich eine ausgedrückte Tube Zahnpasta, eine gebrauchte Zahnbürste, ein abgenutztes Radiergummi, ein Bleistiftstummel und ein beflecktes Herzkissen befanden. „Das war beschämend. Die Sachen, die nicht viel kosten, sollten neu sein. Man schenkt den Kindern hier ja auch nichts Ausgedientes“, meinte Helferin Beate Schröder.
Doch die allermeisten Kartons enthalten liebevolle Dinge, die bei den Helferinnen und Helfern beim Kontrollieren Begeisterung auslösen. Wichtig ist auch die Verpackung. „Die meisten Kinder verwahren die Schuhkartons als Schatzkiste. Das hat eine Helferin von einem Kassierer in einem Supermarkt erfahren, der sie immer wieder umarmte, als er bei der Frage nach ihren Einkaufssachen von dem Projekt erfuhr. Er sagte ihr, dass er als kleiner Junge auch einen solchen Schuhkarton erhalten und sich riesig darüber gefreut habe. Den Karton, seine Schatzkiste, habe er bis heute aufbewahrt. Das ist der Moment, wo wir sagen, das, was wir machen, ist absolut richtig“, betonte Silvia Volpert.

 "Ein großartiges Gefühl"

„Warm ums Herz wird uns auch, wenn wir die heimischen Schulen oder Kindergärten anfahren, um Weihnachtspäckchen abholen, die die Kinder zuhause mit ihren Eltern gepackt haben. Einige aus der Nähe bringen sie auch persönlich zu uns. Wenn sie den Film von der Verteilaktion in den armen Ländern sehen, sind sie ergriffen und gleichzeitig sehr stolz darüber, dass sie anderen Kindern mit Kleinigkeiten eine so große Freude machen konnten.“ Beate Schröder ergänzte: „Die Fotos und der Film bestätigen unsere Arbeit immer wieder aufs Neue. Wenn wir die Lkw beladen und die strahlenden Kinderaugen beim Auspacken der Kartons sehen, ist das ein großartiges Gefühl. Dann sind wir das Christkind oder der Weihnachtsmann.“

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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