SZ

Hundeschwimmen im Freibad (mit Fotogalerie)
Springen – schwimmen – schütteln in Olpe

180 Hunde verschiedenster Rassen und Größen halten sich am Sonntag im Olper Freibad auf, schwimmen im Becken oder bevorzugen die große Liegewiese für ein ausgiebiges Schnuppern und Spielen.
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  • 180 Hunde verschiedenster Rassen und Größen halten sich am Sonntag im Olper Freibad auf, schwimmen im Becken oder bevorzugen die große Liegewiese für ein ausgiebiges Schnuppern und Spielen.
  • Foto: Yvonne Clemens
  • hochgeladen von Michael Sauer

yve Olpe. Schon vom Parkplatz am Vorstaubecken aus ist Hundegebell zu hören. Es müssen viele Vierbeiner sein. Das Tor zum Freibad am Biggerandweg ist geöffnet. Hinter einem Tisch stehen Astrid Renko-Bröcher und Betriebsleiter Klaus Spille vom Freizeitbad Olpe. Sie sind im Dauereinsatz, begrüßen Gäste ohne Pause und nehmen Spenden für das Olper Tierheim entgegen. Dann wird die Sicht frei auf ein völlig ungewohntes Bild. Statt Besucher, die im Wasser ihre Bahnen ziehen, tummeln sich jede Menge Hunde im Nass. Und Springen vom Beckenrand ist heute ausdrücklich erlaubt.

Ein Golden Retriever hechtet einem Spielzeug hinterher. Das weckt gleich das Interesse eines Labradors, der ebenfalls aufgeregt zu dem Objekt schwimmt.

yve Olpe. Schon vom Parkplatz am Vorstaubecken aus ist Hundegebell zu hören. Es müssen viele Vierbeiner sein. Das Tor zum Freibad am Biggerandweg ist geöffnet. Hinter einem Tisch stehen Astrid Renko-Bröcher und Betriebsleiter Klaus Spille vom Freizeitbad Olpe. Sie sind im Dauereinsatz, begrüßen Gäste ohne Pause und nehmen Spenden für das Olper Tierheim entgegen. Dann wird die Sicht frei auf ein völlig ungewohntes Bild. Statt Besucher, die im Wasser ihre Bahnen ziehen, tummeln sich jede Menge Hunde im Nass. Und Springen vom Beckenrand ist heute ausdrücklich erlaubt.

Ein Golden Retriever hechtet einem Spielzeug hinterher. Das weckt gleich das Interesse eines Labradors, der ebenfalls aufgeregt zu dem Objekt schwimmt. Die Hosen einiger Hundehalter sind durchnässt vom Wasser, das sich die Tiere nach jedem Badegang aus dem Fell schütteln. „Das ist besser als jeder Kinofilm“, sagt ein Mann. Er führt seinen Mischling zu den ins Wasser führenden Stufen. Der Vierbeiner hält seine Nase kurz ins Feuchte, weicht schnell wieder zurück. Das liegt aber nicht am Geruch, Chlor befindet sich nicht mehr im Becken. „Er traut sich noch nicht.“ Wenig später flitzt der bunt gescheckte Rüde mit anderen Hunden über die Liegewiese, Rasen unter den Pfoten gefällt ihm eindeutig besser.

Hundeschwimmen im Olper Freibad: 180 Hunde gezählt

„Wasserratten“ sind auch die zahlreichen „Nordischen“ nicht. Siberian Huskys und Co. finden sich in sicherer Entfernung zum Becken auf dem großzügigen Gelände zum Schnuppern und wildem Spiel zusammen. Wieder andere beobachten das Treiben geschützt von einem Hundewagen aus. Ambitionen mitzumischen, haben der Yorkshire Terrier und der Chihuahua nicht. „Hauptsache, dabei sein“, lacht die Halterin, die mit Freundinnen an diesem Sonntag in das Freibad gekommen ist.

Nicht nur die Vierbeiner, auch die Halterinnen und Halter haben sichtlich Spaß beim zweiten Hundeschwimmen anlässlich des Welthundetages im Freibad.
  • Nicht nur die Vierbeiner, auch die Halterinnen und Halter haben sichtlich Spaß beim zweiten Hundeschwimmen anlässlich des Welthundetages im Freibad.
  • Foto: Yvonne Clemens
  • hochgeladen von Michael Sauer

Die Hunde zu zählen, ist an diesem Nachmittag schier unmöglich. Selbst den eigenen Vierbeiner im Auge zu behalten, ist gar nicht so einfach. Astrid Renko-Bröcher hat eine Strichliste geführt. „180 Hunde waren hier“, erzählt sie am nächsten Morgen im Gespräch mit der SZ. Sie spricht von einer gelungenen Veranstaltung – „so haben wir uns das vorgestellt“. Es sei friedlich gewesen am Welthundetag,
Den haben die Olper Bäderbetriebe zum zweiten Mal zum Anlass genommen, um mit einem Hundeschwimmen die Freibadsaison statt im Stillen laut zu beenden. Bereits im vergangenen Jahr sei die Veranstaltung sehr gut angenommen worden. Das traumhaft herbstliche Wetter am Sonntag habe die Besucherzahl nochmal erhöht.

Hundeschwimmen im Olper Freibad: Spenden für das Tierheim

Am Eingang steht am Sonntag eine große Spendendose. Lediglich 50 Cent pro Fuß und pro Pfote muss hineingeworfen werfen. Die meisten geben mehr, schließlich sind die Einnahmen für das Olper Tierheim bestimmt. Elke Stellbrink, die Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Olpe, lässt sich den Spaß im Freibad natürlich nicht entgehen. „Es ist toll hier, und die Spenden können wir wirklich gut gebrauchen.“ Dann entdeckt sie einen ehemaligen Hund aus dem Tierheim. Sie freut sich, in diesen Momenten wisse sie, dass sich die Arbeit der Tierschützer lohne.

Die Pandemie habe für starke Einnahmeverluste gesorgt. Sämtliche Aktionen wie der regelmäßige Waffelverkauf zugunsten des Tierheims hätten gestrichen werden müssen. Das größte Problem stellten derzeit die vielen herrenlosen Katzen dar. Der „Pfötchenclub“, eine Abteilung des Tierschutzvereins, kämpfe seit langer Zeit für eine Kastrationspflicht. Anders sei die Katzenschwemme nicht in den Griff zu bekommen. „Mit den Spenden versuchen wir, unseren Betrieb aufrecht zu erhalten.“ Zudem müsse die Hundehalle dringend erneuert werden.

Hundeschwimmen im Olper Freibad: Wasser wird im Frühjahr abgelassen

Elke Stellbrink hofft auf Menschen, die die Sanierung finanziell oder mit Materialien unterstützen. Umso größer ist die Freude der Vorsitzenden, als sie von den 773,80 Euro erfährt, die beim Hundeschwimmen zusammengekommen sind. Das sei so großartig wie das Hundeschwimmen. „So etwas sollte öfters stattfinden“, sagt eine Frau mit einem großen Mischling an der Leine. Sie verlässt gerade das Gelände. „Wir waren drei Stunden hier, ich bin einfach begeistert.“

So haben wir uns das vorgestellt.
Astrid Renko-Bröcher
Freizeitbad Olpe

Hygienische Bedenken müssen die zweibeinigen Freibadnutzer übrigens nicht haben. Im Frühjahr wird das Wasser routinemäßig abgelassen. „Ebenso werden die Beckenwände und -böden intensiv gereinigt und desinfiziert“, so Astrid Renko-Bröcher und macht jetzt schon Hoffnung auf einen dritten Welthundetag im Freibad.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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