9. Biggesee-Marathon
Ende eines tollen Kapitels

„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ verkündeten (v. l.) Andreas Geyer, Rolf Kaufmann, Ulla Kaufmann, Christoph Keseberg und TVA-Geschäftsführer Andreas Ufer das Ende des beliebten Marathonlaufs.  Foto: sila
  • „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ verkündeten (v. l.) Andreas Geyer, Rolf Kaufmann, Ulla Kaufmann, Christoph Keseberg und TVA-Geschäftsführer Andreas Ufer das Ende des beliebten Marathonlaufs. Foto: sila
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sila Attendorn. Am 22. Juni begeben sich in diesem Jahr zum letzten Mal 250 Laufbegeisterte auf die mit 900 Höhenmetern extrem anspruchsvolle Strecke des mittlerweile traditionsträchtigen Biggesee-Marathons. Damit schließt der verantwortliche TV Attendorn ein enorm erfolgreiches Kapitel in der Vereinsgeschichte. „Wir haben viele Menschen bewegt, viel Spaß gehabt und tolle Menschen kennengelernt. Wir stellen aber fest, dass es immer schwieriger wird, unsere eigenen Qualitätsstandards zu halten. Deswegen wollen wir aufhören, wenn es am schönsten ist“, erklärten die Verantwortlichen Christoph Keseberg und Andreas Ufer die Entscheidung, die relativ spontan vor wenigen Wochen bei der Vorbereitung fiel.

Weiterhin großes Teilnehmerfeld

„Es geht nicht um die Zahl der Teilnehmer, diese ist mit 250 in diesem Jahr, auch bedingt durch den Feiertag, zwar etwas niedriger als in den Vorjahren, aber immer noch ein enorm starkes Teilnehmerfeld. Vielmehr ist es von Mal zu Mal eine größere Herausforderung gewesen, genügend Helfer zu mobilisieren und Personal zu bekommen. Dabei fehlt es nicht nur an helfenden Händen am Tag des Laufes selber, sondern auch bei der Planung im Hintergrund. Als wir damals anfingen, hatten wir ein Organisationsteam von zehn Leuten. Mittlerweile ist diese Gruppe auf fünf Leute geschrumpft“, erklärte TVA-Geschäftsführer Andreas Ufer.

Eine Großveranstaltung reicht

Auch bedingt durch den sich immer größerer Beliebtheit erfreuenden Attendorner Citylauf, bei dem nur wenige Wochen vorher nahezu die gleichen Helfer im Einsatz sind, fiele es immer schwerer, diese Personen fast ohne Verschnaufpause zum Einsatz bei der nächsten Großveranstaltung zu motivieren. Ufer: „Wir benötigen bei beiden Events einen sehr großen Helferstab und haben in diesem Jahr viele Absagen bekommen. Die Planung beginnt meist schon ein Jahr zuvor, diese Summe an Organisation zerrt an einem. Erst in der heißen Phase wenige Wochen vor dem Start merkt man dann, an welchen Stellen es fehlt.“

"Ein lachendes und ein weinendes Auge"

Obwohl der Biggesee-Marathon in Attendorn mittlerweile eine bekannte Marke sei, ist die Entscheidung endgültig. In Zukunft wollen sich die Verantwortlichen beim TVA daher mehr auf den Citylauf konzentrieren. „Wir verkünden das Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir sind uns aber sicher, dass es das richtige ist, sich auf eine Veranstaltung zu konzentrieren und diese richtig zu machen“, betonte Christoph Keseberg und fügte an: „Wir wollen lieber jetzt aufhören, wenn wir es noch selber entscheiden können und den Lauf als eine erfolgreiche Großveranstaltung in Erinnerung behalten, als uns in ein paar Jahren zähneknirschend einzugestehen, dass wir die Durchführung nicht mehr hinbekommen.“

Anmeldung bis 16. Juni

Abschließend wolle man sich bei allen Helfern, Behörden, Sponsoren und den Läufern selbst für all die Jahre bedanken und 2019 noch einmal ein großes Marathon-Fest feiern. Die meisten der bislang 250 angemeldeten Teilnehmer starten auch bei der 9. Ausgabe beim Viertel- und Halbmarathon. Die Onlineanmeldung ist noch bis zum 16. Juni online unter www.biggeseemarathon.de möglich. „Wir wissen aus Erfahrung, dass sich viele Läuferinnen und Läufer erst kurzfristig entscheiden. Das sorgt natürlich für Wartezeiten im Meldebüro und verlangt etwas Geduld von den Sportlern“, berichtet Andreas Geyer von bisherigen Erfahrungen. Nachmeldungen sind noch bis eine Stunde vor Start des jeweiligen Laufes möglich.

Shuttleservice in den Startbereich

Die Verpflegungsstationen sind mit erfahrenen Kräften besetzt. Unter anderem sind die Reservisten, der TC Helden-Repetal, die SPD, die CDU, die JVA Attendorn, der TV Attendorn und der SC LWL dabei. „Da gibt es nicht nur Getränke und Obst, sondern auch aufmunternde Worte für diejenigen, die mit den Sauerländer Bergen kämpfen“, meinte Rolf Kaufmann schmunzelnd. Alternativ zu den Parkplätzen am Campingplatz Waldenburg können die Teilnehmer hinter der Tankstelle an der Biggebrücke parken. Von dort wird ein Shuttleservice zum Start angeboten.

Autor:

Silas Münker (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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