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Frontm3n in Kreuztal
Die Mischung macht den Reiz aus

Peter Howarth (Gesang, Gitarre, Mundharmonika), Pete Lincoln (Gitarre, Piano) und Mick Wilson (Gitarre, Bass, Percussion,  v. l.) begeisterten in der Otto-Flick-Halle als Frontm3n.
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  • Peter Howarth (Gesang, Gitarre, Mundharmonika), Pete Lincoln (Gitarre, Piano) und Mick Wilson (Gitarre, Bass, Percussion, v. l.) begeisterten in der Otto-Flick-Halle als Frontm3n.
  • Foto: Bärbel Althaus
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

ba Kreuztal. Kälte, Regen, Corona-Blues? Alles nicht so schlimm, wenn man das entsprechende Gegenmittel parat hat. Am Freitagabend waren es Peter Howarth von The Hollies, Pete Lincoln, einst Sänger der Bands The Sweet und Sailor, seit 2021 bei Smokie, sowie Mick Wilson von 10cc, die in der Kreuztaler Otto-Flick-Halle auf ihrer „Up Close"-Tour“ für Stimmungsaufhellung der besonderen Art sorgten. Denn als Frontm3n brachten die drei Ausnahmemusiker, die sich vor rund 25 Jahren bei ihrer Zusammenarbeit als Sänger und Gitarristen der Band von Sir Cliff Richard kennenlernten, ihr größtenteils nicht mehr ganz taufrisches Publikum in Wallung.
"You Got It" - das gilt auch für die Frontm3nSongs, um in Erinnerungen zu schwelgen, gab es bei diesem Konzert viele.

ba Kreuztal. Kälte, Regen, Corona-Blues? Alles nicht so schlimm, wenn man das entsprechende Gegenmittel parat hat. Am Freitagabend waren es Peter Howarth von The Hollies, Pete Lincoln, einst Sänger der Bands The Sweet und Sailor, seit 2021 bei Smokie, sowie Mick Wilson von 10cc, die in der Kreuztaler Otto-Flick-Halle auf ihrer „Up Close"-Tour“ für Stimmungsaufhellung der besonderen Art sorgten. Denn als Frontm3n brachten die drei Ausnahmemusiker, die sich vor rund 25 Jahren bei ihrer Zusammenarbeit als Sänger und Gitarristen der Band von Sir Cliff Richard kennenlernten, ihr größtenteils nicht mehr ganz taufrisches Publikum in Wallung.

"You Got It" - das gilt auch für die Frontm3n

Songs, um in Erinnerungen zu schwelgen, gab es bei diesem Konzert viele. „Bus Stop“, „Co Co/Poppa Joe“, „The Things We Do For Love“, „Love Is Like Oxygen“ oder der Roy-Orbison-Song „You Got It“ – die Liste ließe sich gefühlt endlos fortsetzen. Aber der Blick zurück war längst nicht alles, was die drei Sänger zu bieten hatten, denn es gab auch neue, eigene Songs. „Open Up“ vom ersten Studioalbum beispielsweise oder „Walking Down That Line“ vom neuen Album „Enjoy The Ride“, an dem die charismatischen Engländer während des Lockdowns getüftelt haben. Ein mitreißender Gute-Laune-Song, der über absolutes Hit-Potenzial verfügt und so gut vom Publikum angenommen wurde, dass selbst die Band überrascht schien.

Peter Howarth (The Hollies) begeisterte mit seinem Gesang die Frontm3n-Fans in der Kreuztaler Otto-Flick-Halle.
  • Peter Howarth (The Hollies) begeisterte mit seinem Gesang die Frontm3n-Fans in der Kreuztaler Otto-Flick-Halle.
  • Foto: Bärbel Althaus
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Britischer Humor at its best

Wie so oft machte auch an diesem Abend die außergewöhnliche Mischung den besonderen Reiz aus. Pete Lincoln bewies mit unterhaltsamen Ansagen, dass er ein bisschen Deutsch kann, Peter Howarth ließ bei „Fox On The Run“ augenzwinkernd den „Harmonic God“ raushängen, der über ein weiteres Talent verfügt: nämlich Fanartikel anzupreisen. Eine Investition für einen guten Zweck, wie Mick Wilson versicherte. Schließlich käme jede Einnahme den Kindern zugute: den eigenen natürlich! Britischer Humor, wie man ihn kennt und liebt.

Pete Lincoln bestach beim Frontm3n-Konzert in Kreuztal nicht nur mit seinem Gesang, sondern auch durch Charme und seine amüsanten, deutsch-englischen Ansagen.
  • Pete Lincoln bestach beim Frontm3n-Konzert in Kreuztal nicht nur mit seinem Gesang, sondern auch durch Charme und seine amüsanten, deutsch-englischen Ansagen.
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Fabelhaft: "Some People" von Sir Cliff Richard

Überhaupt überzeugten die Frontmänner nicht nur durch feinen Harmoniegesang und tolle Songs, sie zeigten vom ersten Moment an, als sie durch die Halle zur Bühne liefen, dass sie Spaß an diesem Auftritt hatten. Auch wenn am Freitagabend zahlreiche Plätze unbesetzt blieben, weil das Risiko, sich zu infizieren, manchen Fans offensichtlich zu groß erschienen war. Alle, die sich dennoch getraut hatten, kamen jedenfalls voll auf ihre Kosten, ließen sich von „Sir Cliff Richard's fabulous song“ „Some People“ stimmlich hinwegtragen, tanzten zu „Fox On The Run“ und zeigten sich auch als Maskenträger absolut textsicher bei „Ballroom Blitz“.

Wie romantisch: "The Air That I Breathe"

Umgeben von schwenkenden Handylämpchen wurde es schließlich bei der Albert-Hammond-Komposition „The Air That I Breathe“, die durch The Hollies unvergesslich wurde, romantisch. Wie passte dazu Mick Wilsons Bekenntnis „I’m Not In Love“? Gar nicht, deshalb stellten seine musikalischen Begleiter für alle, die den Text nicht richtig verstehen, klar: Es geht um Verleugnung! Ganz viel Liebe entgegengebracht wurde an diesem Abend jedenfalls jenen drei Männern, die seit ihrem ersten Auftritt 2016 als Frontm3n begeistern.

Mick Wilson sang einst bei 10cc, jetzt überzeugt er als Frontm3n.

Standing Ovations für alte Hits und neue Songs

Auch wenn die Arrangements auf Gitarre und Bass reduziert werden, ab und an das Piano zum Einsatz kommt und nur gelegentlich Percussion für rhythmische Unterstützung sorgt, verlieren die alten Hits nichts an ihrer Faszination. Im Gegenteil, die Songs im neuen Gewand begeisterten. Als am Schluss bei „Lucky Lips“ ein bisschen auf Deutsch gesungen und im 10cc-Klassiker „Dreadlock Holiday“ festgestellt wurde, „I‘ don’t like Kreuztal, I love it“ (Ich mag Kreuztal nicht, ich liebe es), saß niemand mehr auf seinem Stuhl. Standing Ovations waren die verdiente Belohnung für Howarth, Lincoln und Wilson, die sich ihrerseits bei allen Fans bedankten, dass sie den Mut hatten, in diesen Zeiten ein Live-Konzert zu besuchen. Bleibt nur zu hoffen, dass auch hier die Vergangenheit bald wieder auflebt und ungetrübtes Party-Feeling in vollen Sälen möglich macht.

Autor:

Bärbel Althaus (Freie Mitarbeiterin) aus Wilnsdorf

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