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Dennie & Schaum setzen den "Virtuellen Hut" auf und streamen aus dem Café Basico
Folk gegen Trostlosigkeit

Dennie (Denise Oftring) und Schaum (Dirk Schaumburg) meldeten sich aus dem „Stream Train“ des „Virtuellen Huts“ am Café Basico in Kreuztal und sangen zum Mitfolken gegen den Lockdown-Blues an.
  • Dennie (Denise Oftring) und Schaum (Dirk Schaumburg) meldeten sich aus dem „Stream Train“ des „Virtuellen Huts“ am Café Basico in Kreuztal und sangen zum Mitfolken gegen den Lockdown-Blues an.
  • Foto: Virtueller Hut/M. Horne
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

anwe - Der „Virtuelle Hut“ springt im „Stream Train“ wieder in die Lockdown-Bresche. Den Anfang machten Dennie & Schaum.
anwe Kreuztal. So schnell kann’s gehen: Zwar galt seit Montag bundesweit für alle Künstler wieder „Betreten verboten“, was die reale Bühne anging, aber der neuerliche Lockdown in der Veranstaltungsbranche rief spontan abermals die Macher des „Virtuellen Huts“ auf den Plan, die mit ihren guten Erfahrungen aus der ersten Schließungszeit punkten konnten und in Windeseile ein virtuelles Alternativprogramm für alle Kulturhungrigen auf die Beine stellten, großzügig unterstützt durch die Stadt Kreuztal und aus dem Corona-Fonds des Siegener Kulturbüros.

anwe - Der „Virtuelle Hut“ springt im „Stream Train“ wieder in die Lockdown-Bresche. Den Anfang machten Dennie & Schaum.
anwe Kreuztal. So schnell kann’s gehen: Zwar galt seit Montag bundesweit für alle Künstler wieder „Betreten verboten“, was die reale Bühne anging, aber der neuerliche Lockdown in der Veranstaltungsbranche rief spontan abermals die Macher des „Virtuellen Huts“ auf den Plan, die mit ihren guten Erfahrungen aus der ersten Schließungszeit punkten konnten und in Windeseile ein virtuelles Alternativprogramm für alle Kulturhungrigen auf die Beine stellten, großzügig unterstützt durch die Stadt Kreuztal und aus dem Corona-Fonds des Siegener Kulturbüros.
Schon am dritten Tag nach dem Lockdown gab es dann mit dem Livestream aus dem „Stream-Train“, dem um- und ausgebauten ehemaligen Eisenbahnwaggon des Café Basico, eine erneute Premieremit virtuellem Kultur-Genuss mit irisch-deutsch-amerikanischem Folk, leidenschaftlich performt von Dennie & Schaum (Bild und Kameratechnik: Dirk Hartmann, (Rezeptorfilm; Ton: Felix Klein).

Streamen: Genuss für zu Hause

Und man konnte sich wieder, vielleicht auch heimlich sich am mundschutzfreien Vergnügen ergötzend und in Pantoffeln kuschelig auf dem Sofa im Wohnzimmer abhängend, das zauberhafte Programm der beiden Musiker einverleiben, nebenbei eine großzügige Spende für die damit unterstützte Aktion „Support Your Local Artists“ gleich auch per Online-Banking erledigend, die, wie auch die Gage von Dennie & Schaum, für diese Veranstaltung komplett an das Café Basico ging.
Aus Dennies (Denise Oftring) und Schaums (Dirk Schaumburg/The Rogues from County Hell) erster Bekanntschaft auf dem legendären Burg-Herzberg-Festival ist 2019 schnell ein gemeinsamer musikalischer Nenner geworden, und auf gleicher Folk-Wellenlänge machen die beiden seitdem die Bühnen zu irischen Pubs, in denen es sich vorzüglich mitfolken lässt.

Zu Beginn gab es Klassiker

Los ging’s mit einigen legendären Singer-Songwriter-Klassikern, als Opener fungierte „Sind so kleine Hände“, und mit „Sag mir, wo die Blumen sind“ oder auch den Hannes-Wader-Kultsongs „Bin auf meinem Weg“ und „Heute hier, morgen dort“ wusste Dennie mit rauchig-sehnsuchtsvoller Stimme das Netz-Publikum zu verzaubern, freute sich sehr über die „super virtuelle Stimmung“. Mit Welthits wie „Donna, Donna“ (u. a. bekannt geworden durch Joan Baez) und Arlo Guthries „City Of New Orleans“ gab es, da „die Amis es heute (am Tag nach der Wahl) nicht verdient haben“, nur zwei US-Folksongs, bevor Dennie dann mit irischen Liebes- und Sauf-Liedern ihre betörende Stimme ganz ausleben konnte: „The Fields Of Athenry“, „Irish Rover“, „Wild Rover“ verwöhnten Fernwehgeplagte, und im eher schwarzhumorigen Kinderlied „Waile Waile“ half sie übersetzend auch den des Englischen nicht so ganz Mächtigen auf die Sprünge.

Eigene Songs im Gepäck

Aber sie kann auch „auf Deutsch“ – und so waren es vor allem diese eigenen deutschen Songs, die sie, virtuos begleitet von Schaum am Akkordeon, in die virtuelle Welt hinaussang, beklatscht, anerkennend kommentiert und mit Herzen und „Daumen hochhaltend“ vom sogar aus Spanien und den USA „angereisten“ virtuellen Publikum: In ihren Songs wie „Menschenhasser“, die „Ballade von Hannes und Persephone“ und „Rich Men“ ließ sie ihren Ärger über und die Wut auf die Welt heraus, bevor sie, songtechnisch mit den Amerikanern scheinbar doch versöhnt, mit John Denvers „Country Roads“ vom Kameratechniker (Felix Klein) aus dem „Stream-Train“ wieder offline geschaltet wurde.
Mit weiteren fünf Livestreams wird es daher mit dem „Virtuellen Hut“ noch bis 22. November in den heimischen Wohnzimmern hoffentlich mindestens ebenso zauberhaft hergehen wie mit Dennie & Schaum!

Autor:

Anna Maria Weber (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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