Marie-Luise Marjan liest und spielt in Kreuztal
Mal "Pumpernickelblut" statt "Lindenstraße"

Marie-Luise Marjan ist das Gesicht der „Lindenstraße“. Seit 34 Jahren spielt sie die Rolle der Helga Beimer. Am Sonntag, 1. Dezember, schlüpft sie in der Weißen Villa in Kreuztal (Karten gibt es an den Konzertkassen der Siegener Zeitung) gleich in mehrere Rollen. Sie liest und spielt vier verschiedene Frauen und erweckt gemeinsam mit Herbert Knorr die Figuren aus „Pumpernickelblut“ zum Leben.
  • Marie-Luise Marjan ist das Gesicht der „Lindenstraße“. Seit 34 Jahren spielt sie die Rolle der Helga Beimer. Am Sonntag, 1. Dezember, schlüpft sie in der Weißen Villa in Kreuztal (Karten gibt es an den Konzertkassen der Siegener Zeitung) gleich in mehrere Rollen. Sie liest und spielt vier verschiedene Frauen und erweckt gemeinsam mit Herbert Knorr die Figuren aus „Pumpernickelblut“ zum Leben.
  • Foto: WDR/Steven Mahner
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

la Kreuztal/Köln. Kennen Sie Else Erpenbeck? 84 Jahre alt und Bewohnerin des Altenheims „Stift Haus Fröhlich Abendschein“, Hobbydetektivin und ehemalige Putzfrau mit dem Leitspruch „Der Dreck muss weg!“. Wenn nicht, dann gibt es die Gelegenheit dazu, die „Miss Marple“ aus dem Altenstift kennenzulernen. Und Margarete Schlachthauer, Grande Dame der Altersresidenz, dazu. Außerdem Paula Middendorp, weit über 80, die sich gern mal einen „kümmelt“, wie der Westfale sagt, und Ida Sutthoff, die beiden sterben allerdings unter mysteriösen Umständen. Alle diese Typen spricht eine Frau: Marie-Luise Marjan, der TV-Nation bekannt als Helga Beimer aus der „Lindenstraße“. Gemeinsam mit dem Autor Herbert Knorr liest sie am Sonntag, 1. Dezember, 18 Uhr, in der Weißen Villa in Dreslers Park in Kreuztal aus „Pumpernickelblut“.

Theaterschauspielerin kommt zum Vorschein

Was Marie-Luise Marjan im Interview mit der Siegener Zeitung, die die Lesung von Kreuztal-Kultur präsentiert, verspricht: „Es wird ein vergnügter Abend!“ Denn Marjan und Knorr lesen nicht nur aus dem 480 Seiten starken Krimi, sie spielen die skurrilen Figuren auch. Die Kölner Schauspielerin, selbst 79 Jahre: „Bei unseren bisherigen Gastspielen waren die Zuhörer, oder muss man besser sagen Zuschauer, begeistert. Bei den verschiedenen Typen kommt bei mir die Theaterschauspielerin wieder zum Vorschein, denn ich habe ja über 20 Jahre auf der Bühne gestanden.“ Dazu kommt noch eines: Marie-Luise Marjan, die gerade in Köln für die „Lindenstraße“ vor der Kamera steht, freut sich auf das nördliche Siegerland als Auftrittsort.

Für immer Helga Beimer aus der "Lindenstraße"

Marie-Luise Marjan ist als Helga Beimer das Gesicht der „Lindenstraße“ (immer sonntags um 18.50 Uhr im Ersten) seit 34 Jahren. Hat sie nie bereut, dass viele sie nur als Mutter Beimer sehen und völlig vergessen, dass sie an allen großen Schauspielhäusern präsent war? Sie war am Thalia Theater Hamburg, an der Freien Volksbühne Berlin und an der Komödie Basel verpflichtet, war zwölf Jahre festes Ensemble-Mitglied am Schauspielhaus Bochum und arbeitete mit den Starregisseuren Peter Zadek, Hans Schalla und Rainer Werner Fassbinder. „Dass mich alle mit der Rolle der Helga Beimer identifizieren, bin ich selbst schuld“, sagt die vitale Schauspielerin mit der unverkennbaren Stimme. „Ich habe um diese Serie gekämpft, obwohl zu Beginn keiner an den Erfolg glaubte.“ Und sie hat die Rolle gestaltet, war biedere Hausfrau und Mutter dreier Kinder, dann schlug das Schicksal zu. Der Gatte „ging von der Ehe-Fahne“, und Helga Beimer wurde Kauffrau mit eigenem Reisebüro und schließlich taffe Rentnerin und Oma.

Neue Projekte ja, aber keine Serie mehr

Jetzt, wo das Ende der Kultserie naht – am 29. März 2020 wird die letzte Folge ausgestrahlt, dann wird die bekannteste Vorabendserie nach 1758 Folgen eingestellt –, hat sich die Kölnerin emotional damit abgefunden. „Es beginnt für mich ein dritter beruflicher Lebensabschnitt. 20 Jahre Theater, 34 Jahre ,Lindenstraße‘ (zwölf Folgen muss sie noch bis zum 20. Dezember abdrehen, Anm. d. Red.), und nun kommen neue Projekte, nur keine Serie mehr.“ Dafür aber u. a. ein solch amüsanter Leseabend wie in Kreuztal, mit einem kongenialen Partner wie Herbert Knorr, Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna und einer der Festivalleiter von „Mord am Hellweg“.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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