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Gerd Buurmann moderierte aus Café Basico „Kunst gegen Bares“
Mayflies heimsten Sieg ein

Kunst Gegen Bares: Nicht nur das junge Duo Mayflies (Lena Plata, Andreas Schattinger) und KGB-Moderator Gerd Buurmann (v. l.), der sich auf dem Sofa entspannte und jederzeit den virtuellen Contest im Café Basico im Blick hatte, genossen den Abend.
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  • Kunst Gegen Bares: Nicht nur das junge Duo Mayflies (Lena Plata, Andreas Schattinger) und KGB-Moderator Gerd Buurmann (v. l.), der sich auf dem Sofa entspannte und jederzeit den virtuellen Contest im Café Basico im Blick hatte, genossen den Abend.
  • Foto: Irina Missal
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

anwe - Gleich vier Künstler-Acts traten bei KgB im Wettbewerb um die „Kapitalistensau“ an.
anwe Kreuztal.  Ach, wie gut, dass es den „Virtuellen Hut“ gibt, denn er macht zum Glück das möglich, was Corona nötig macht, nämlich feinsinnige Kulturkunst, wenn auch als Livestream und mit Abstand, zu genießen. Auch weiterhin ließen sich die Macher des Vereins „Der Virtuelle Hut“, mit großzügiger Förderung aus dem Corona-Fonds des Kreis-Kulturbüros und durch das Kulturamt Kreuztal, nicht vom aktuellen „Lockdown light“ abschrecken, mit köstlicher Kleinkunst aus dem gemütlichen Ambiente des Café Basico Ohren und Augen der erneut zahlreich online versammelten, beträchtlich angewachsenen „Kunst-Gegen-Bares“-Fangemeinde zu schmeicheln.

anwe - Gleich vier Künstler-Acts traten bei KgB im Wettbewerb um die „Kapitalistensau“ an.
anwe Kreuztal.  Ach, wie gut, dass es den „Virtuellen Hut“ gibt, denn er macht zum Glück das möglich, was Corona nötig macht, nämlich feinsinnige Kulturkunst, wenn auch als Livestream und mit Abstand, zu genießen. Auch weiterhin ließen sich die Macher des Vereins „Der Virtuelle Hut“, mit großzügiger Förderung aus dem Corona-Fonds des Kreis-Kulturbüros und durch das Kulturamt Kreuztal, nicht vom aktuellen „Lockdown light“ abschrecken, mit köstlicher Kleinkunst aus dem gemütlichen Ambiente des Café Basico Ohren und Augen der erneut zahlreich online versammelten, beträchtlich angewachsenen „Kunst-Gegen-Bares“-Fangemeinde zu schmeicheln.
Gleich vier Künstler-Acts fanden sich im Wettbewerb um die „Kapitalistensau“ des Abends zur besten Sendezeit ein, wieder einfach umwerfend situationskomisch von KGBs Haus- und Hof-Moderator Gerd Buurmann präsentiert. Er war für sich eigentlich auch schon einen Preis wert, verstand er es doch erneut, mit genialen Intermezzi aus der virtuellen Not eine reale Tugend zu machen.

Eintagsfliegen mit "Wirkung"

Dieses Mal eher relaxed vom Sofa aus, präsentierte er als ersten Act des Abends das erst zwei Tage alte Duo Mayflies, den lokalen Multi-Instrumentalisten Andreas Schattinger und die mit druckvoller Stimme ausgestattete Lena Plata, die mit Donna Summers „Hot Stuff“ schmissig den Einstieg machten, um dann mit AC/DCs „You Shook Me All Night Long“ eine Schippe draufzulegen, und viel zu schnell nach „Love Runs Out“, „Tearing Me Apart“ und Claudia Korecks „Es geht vorbei“ als Zugabe ihren Auftritt auch schon beenden mussten.
Grüße trudelten prompt sogar auch aus Australien ein, Echtzeit im Netz macht’s möglich! Den Bogen von Eintagsfliegen zu „Maikäfer, flieg“ spannend, ließ Buurmann sich auch gleich auf eine plastisch performte Einlage ein, wie grausam Kinderlieder sein können, nichts für schwache Nerven.

Simon Slomma: mit Wortwitz 

Wortwitzig ging es mit dem Bonner Simon Slomma und seiner neuen CD „Bohemian RapCD“ rappend weiter, er thematisierte Songs zum „Frauenrumkriegen“, in „Second Hand“ natürlich Mode, das Tagebuchschreiben in Corona-Zeiten und auch seine Eifersucht in „Meine Freundin und ihr Lover“, was Gerd Buurmann zu einem schenkelklatschenden Ausflug in die Welt der Poesie-Alben seiner frühen Jugend animierte. Herrlich!

CassMae: Applaus aus den USA

Die mit gerade 18 Jahren jüngste und seit Geburt blinde Künstlerin CassMae aus Duisburg war der Überraschungsgast des Abends schlechthin. Seit frühester Kindheit musikalisch unterwegs und äußerst talentiert, was ihre Vita eindrucksvoll belegt, begleitete sie sich am E-Piano und sang eigens komponierte Stücke wie „Devotion“ oder auch indisch inspirierte wie „My Inner Peace“, wozu sich sogar ihre Musiklehrerin vom Berklee College of Music aus den USA mit virtuellen Beifallskommentaren meldete.
Und natürlich konnte Gerd Buurmann nicht umhin, ihr mit dem Golden-Girls-Thema „Thank You For Being A Friend“ singende Ehrerbietung zu zollen, bevor CassMae mit ihrem selbstredend schnellsten Stück „The Way I Am“ und ein wenig Promo für ihre neue CD „Past Life“ schon die Bühne für Jens Eike Krüger viel zu schnell auch verlassen musste.

Krüger und die Ukulele

Krüger begleitete sich zu drollig-traurigen Liedern wie „Du findest mich im Kühlschrank“ oder „Sei nicht traurig, Batman“ auf der Ukulele. Er punktete vor allem mit Wissen zur Deeskalation: Einfach einen Purzelbaum zwischen zwei sich streitenden Parteien vollführen!
Und nicht zu vergessen sein Projekt: Er ist Spaziergangs-Profi in spe und sammelt Spaziergangsstunden, wofür er noch „Mitgänger“ sucht, was Gerd Buurmann, vom übermäßigen Wandern wohl selbst schon arg gebeugt, eher heiter-ironisch aufnahm. Zwar lagen alle Künstler des Abends im Spendentopf sehr nahe beieinander, aber letztlich konnten doch die hoffentlich nicht Eintagsfliegen bleibenden Lokalmatadoren Mayflies den Gesamtsieg für sich verbuchen und sich als „Kapitalistensäue“ feiern lassen. Sehr feiner Zug: Sie spendeten ihren gesamten Gewinn ans Café Basico. Wie gut für weiteren kulturellen Dampf im alten Lokschuppen!

Autor:

Anna Maria Weber (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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