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Rody Reyes und Havanna con Klasse im Café Basico
Sitz-Tanz gegen Corona-Blues

Havanna con Klasse versetzte die Besucher im Café Basico in Kreuztal in einen ekstatischen Rhythmus-Rausch aus Salsa, Merengue und Bachata.
  • Havanna con Klasse versetzte die Besucher im Café Basico in Kreuztal in einen ekstatischen Rhythmus-Rausch aus Salsa, Merengue und Bachata.
  • Foto: Simone Jurisch
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

sib Kreuztal. Ein Höchstmaß an Körperbeherrschung und Disziplin wurde den Besuchern im ausverkauften Café Basico am Samstagabend abverlangt. Dort spielte eine extrem gut gelaunte Formation namens Havanna con Klasse auf, und ihr Mix aus Salsa, Son, Merengue und Bachata ging derartig in die Gliedmaßen, dass es quasi unmöglich war, nicht im Rhythmus mitzuvibrieren und zu tanzen. Letzteres ist nun mal leider laut Hygiene-Auflagen verboten.
Mitklatschen und Tanzen mit den ArmenUnd so machte die Not erfinderisch: „Sitz-Tanz statt Corona-Blues“...

sib Kreuztal. Ein Höchstmaß an Körperbeherrschung und Disziplin wurde den Besuchern im ausverkauften Café Basico am Samstagabend abverlangt. Dort spielte eine extrem gut gelaunte Formation namens Havanna con Klasse auf, und ihr Mix aus Salsa, Son, Merengue und Bachata ging derartig in die Gliedmaßen, dass es quasi unmöglich war, nicht im Rhythmus mitzuvibrieren und zu tanzen. Letzteres ist nun mal leider laut Hygiene-Auflagen verboten.

Mitklatschen und Tanzen mit den Armen

Und so machte die Not erfinderisch: „Sitz-Tanz statt Corona-Blues“ lautete die Devise des Abends, denn Sänger und Percussionist Rody Reyes verstand es, die Gäste zu allerhand Armbewegungen und Mitklatsch-Einlagen zu verführen und somit wenigstens ein bisschen zu ermöglichen, den durch die Musik hervorgerufenen Emotionen auch körperlich freien Lauf zu lassen.

Klaus Vetter: erste das zweite Konzert 2020

Von ganz vielen geplanten Konzerten war dies erst das zweite in diesem Jahr, das im Café Basico überhaupt nach dem Lockdown stattfinden konnte, erzählte Betreiber Klaus Vetter eingangs, und dass man sich bei beiden Bands für langjährige Weggefährten entschieden hat, die dem Café seit seiner Eröffnung 2006 eng verbunden sind, ist naheliegend. Präsentiert wurde das Konzert in Zusammenarbeit mit Kreuztal-Kultur.Die begeisterten Reaktionen der Gäste sprachen jedenfalls eine deutliche Sprache. Die fünf Musiker auf der Bühne leben und atmen ihr Genre mit jeder Faser ihres Körpers. Wenn irgendjemand auf diesem Planeten kein Glaubwürdigkeitsproblem hat, dann gehören sie mit dazu. „Ihr habt keine Ahnung, wie sehr wir das Klatschen, den Applaus vermisst haben“, rief Rody Reyes den Zuhörern strahlend zu und groovte sich locker-flockig mit seinen Band-Kollegen in den nächsten Song hinein.

Im Stil des "Buena Vista Social Club"

Neben Klassikern des Genres, unter anderem aus dem Film-Soundtrack „Buena Vista Social Club“, wurden auch Pop-Songs umarrangiert und zeigten die enorme Vielseitigkeit der gewählten Musiksparte auf. Jedenfalls wurden Havanna con Klasse für ihre Bachata-Version des Pop-Klassikers „Careless Whisper“ von George Michael übelst abgefeiert, der Frontmann schien diesen Song auch besonders zu mögen. So einen Hit kann man eigentlich kaum besser machen als im Original, aber diese Combo brauchte sich hinter den großen Fußstapfen des Erschaffers nun wirklich nicht zu verstecken.
Raffiniert bauten die Musiker ihre Songs auf. Der Opener begann zunächst mit einer fast zarten, aber heiteren Melodie, die Pianist Humberto Leyva solo auf der kubanischen Tres-Gitarre vertonte, die ein kleines bisschen klingt wie ein Cembalo. Aber dann stieg die Rhythmus-Sektion mit ein und der Rest der Combo – und schon war die Party infernalisch im Gange.

Victor Vargas Rodríguez an den Congas

Zu den Musikern, die den kubanischen Klängen intensiv frönten, gehören auch Yosbani Gomez am Bass und Rafael Gonzales an Saxofon und Querflöte. Unterstützt wurde das Ensemble von Victor Vargas Rodríguez (Congas), der laut Café-Info nicht nur ein erfahrener Salsa-Lehrer und hervorragender Tänzer ist, sondern eben auch ein ausgesprochen guter Musiker. Jedenfalls fügte er sich nahtlos und geschmeidig ins Gesamtgeschehen ein, ohne vorher groß mit den Jungs geprobt zu haben, wofür er vom Sänger ein dickes Kompliment bekam. Bleibt nur für alle Beteiligten zu hoffen, dass bald wieder die obligatorische Tanzparty hinter tolle Konzerte wie dieses gehängt werden darf.

Autor:

Simone Jurisch (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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