70000 Fahrgäste sicher kutschiert

Kreuztaler Bürgerbusverein ehrte gestern »Jubilarin« / Weitere Fahrer gesucht

nja Kreuztal. Manchmal muss man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Bei Wanda Homrich war dies gestern der Fall. Die ältere Dame wartete kurz vor Mittag an der Bushaltestelle in der Kreuztaler Stadtmitte auf den Bürgerbus, um sich darin zum zweiten Mal in ihrem Leben kutschieren zu lassen, als eine illustre Schar Männer und Frauen sich ihr mit einem Blumenstrauß näherte, denn: Sie, die 83-Jährige, die nun bald ins Kredenbacher Neubaugebiet ziehen wird, wurde als 70000. Fahrgast des Trägervereins Bürgerbus Kreuztal begrüßt und geehrt. Vereinsvorsitzender Achim Walder überreichte einen »blühenden« Gruß, Bürgermeister Rudolf Biermann ließ eine Flasche Sekt »springen«.

Blumen gab es aber auch für den 70001. Fahrgast – Ernst Becker aus Buschhütten – und Kundin Nummer 69999, Anna Diderle vom Dörnberg. Seit 1999 schon steuert der Bürgerbus von der City aus alle Kreuztaler Himmelsrichtungen an, schließt damit Lücken des öffentlichen Personennahverkehrs. Rund 80 Mitglieder zählt der Verein, 25 Männer und Frauen lenken den Neunsitzer ehrenamtlich durch die Ortsteile und Wohnstraßen. Nicht nur Bürgermeister Biermann sprach den Engagierten seinen Dank aus, auch Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Wittke hatte den Nordsiegerländern eine Ehrenurkunde zukommen lassen, die an alle Bürgerbusvereine geht, die seit mindestens fünf Jahren für Bewegung und Flexibilität in den Kommunen sorgen. Biermann ergänzte: »Wir sind eine Kommune, die in Sachen Bürgerbus für andere eine Initialzündung gab und gibt.« Rund 470000 Kilometer haben die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer schon zurückgelegt – mittlerweile rollt schon die zweite »Busgeneration« durch Kreuztal. »Wir suchen aber immer noch nach weiteren Fahrern«, betonte stellv. Vorsitzender Hans-Dieter Haase gestern. »Wer Interesse hat und drei Stunden pro Woche Zeit mitbringt ist herzlich willkommen. Für die Fahrertätigkeit bekommt man zwar kein Geld – man muss aber auch keines mitbringen«, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu. Und auch auf ein Problemchen wurde gestern noch verwiesen: Die Uhr am Rande des Roten Platzes, so hieß es von Fahrerseite, gehe mal vor und mal nach, sei für den Bürgerbusverein ein »ständiges Ärgernis«, denn: »Unsere Kunden kommen dann entweder zu früh zur Haltestelle oder, was schlimmer ist, zu spät.« Infos zum Bürgerbus gibt es auch im Internet unter der Adresse www.buergerbusse-suedwestfalen.de.

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