Abwasserkanäle prüfen

nja Kreuztal. Auch die Kreuztaler Hausbesitzer müssen bis Ende 2015 ihre privaten Abwasserkanäle auf deren Dichtheit prüfen lassen. Das sagt ein neuer Paragraph des Landeswassergesetzes Nordrhein-Westfalen. Die Kommune informiert voraussichtlich Anfang kommenden Jahres ausführlich in Form einer Broschüre, in der die wohl am häufigsten gestellten Fragen sozusagen vorab beantwortet werden.

Darin wird z. B. das neue Gesetz beleuchtet, erklärt, warum die Dichtheitsprüfung wichtig ist und worauf dabei zu achten ist, wann und auf welche Art und Weise saniert werden muss bzw. welche Kosten entstehen können. Im Normalfall sei z. B. mit Sanierungskosten zwischen 250 und 500 Euro pro Meter zu rechnen, ist u. a. zu erfahren. Auch eine Liste mit potenziellen Sachkundigen ist enthalten.

Frank-W. Frisch (FDP) wollte im Haupt- und Finanzausschuss wissen, wie verfahren werde, wenn das Wurzelwerk städtischer Bäume private Kanäle in Mitleidenschaft ziehe. Die Antwort: Steht der Verursacher fest, „hat auch der Eigentümer des Baumes zu zahlen“, erklärte Stadtbaurat Eberhard Vogel. „Dies gilt übrigens schon immer. Allerdings auch umgekehrt. Auch wenn ein privater Baum an der Grundstücksgrenze den öffentlichen Raum, also Straße oder Kanal, beschädigt, ist der Eigentümer für den Schaden verantwortlich.“

Im Ausschuss erntete die Verwaltung viel Lob für diese ausführliche Bürgerinformation, die, so Anke Hoppe-Hoffmann (Grüne), längst nicht Standard sei.

Die Kommune muss nun auch ihre Entwässerungs-Satzung dem veränderten Landesgesetz anpassen. Allein Helmut Nölling (SPD) lehnte dies ab: Ob das ganze Prozedere zwingend notwendig sei, wollte der Ferndorfer wissen: „Die Leute fragen sich doch, ob wir nicht dicht sind.“ Er mache sich nicht „lächerlich“ und sage Nein zur Satzungsänderung.Michael Poser (Grüne) hob positiv hervor, dass die Kreuztaler Bürger nur bis zur Grundstücksgrenze verantwortlich seien und nicht bis hin zum Hauptkanal. Das sei „einwandfrei bürgerfreundlich“. Dass im Kanalbereich ein Sanierungsbedarf bestehe, sei wohl unstrittig, sagte Arne Siebel (CDU). Das Landesgesetz müsse vor Ort umgesetzt werden; in Kreuztal geschehe dies auf eine anständige Art und Weise, so auch sein Credo.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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